Beiträge von Schlagschrauber

    Hi, Robert.


    Da sich bislang keiner dazu geäußert hat, will ich dir mal meine Ideen zu den von dir angesprochenen Themen geben.


    1.) Hallenplatz: Da habe ich tatsächlich das Glück, die Halle mit zwei P92 Tecnam zu teilen. Steht der Rotor in Längsrichtung, genügt ein Abstand von 30 cm, um zwischen den Tragflächen der beiden Hochdecker durchzupassen! Und wegen der Nagetiere - besonders im Winter - befestige ich einen Gurt am Rotorblattträger und ziehe ich jetzt die Maschine jeweils mit einer elektrischen Winde Richtung Hallendach. Das hat sich bestens bewährt und ist sehr platzsparend. Mit dieser Vorstellung im Hinterkopf würde ich mich nochmals auf die Suche begeben.


    2) Entfernte Plätze: Warum nicht hinfliegen? "Der Weg ist das Ziel!" Ich selbst habe einen Anhänger hauptsächlich benutzt, um Tragschrauber (2!) zur Messe nach Friedrichshafen und zurück zu fahren oder als ich wegen eines Hangarierungsschadens am Leitwerk nicht fliegen konnte. Meine Idealvorstellung von Fliegerurlaub ist geprägt von den Frankreich-Touren ( http://www.gyro-tours.de/ ), bei denen uns ein "Bodenfahrzeug" Mobilität vor Ort, Gepäcktransport und Treibstoffversorgung geboten hat. Ein geniales Konzept! Genauso gut könnten Frau / Sohn / Tochter / Bekannte(r) / Freunde die Tour mit einem PKW begleiten. Und die freuen sich dann auch sicher über Rundflüge am Urlaubsziel.


    3) und 4) Hängersystem mit Blattträger: Also das mit schwingenden Rotorblättern bei ungestütztem Transport ruiniert Rotoren garantiert, ich kenne da mehrere Fälle! Ich selbst habe die Blätter für den Straßentransport meist demontiert (in Luftpolsterfolie oder Schaumstoff einpacken, um ein Scheuern zu vermeiden und gut verzurren!) bzw. einmal bei einem sehr kurzen Transport fixiert. Ich kenne

    • einen offenen Anhänger mit einer schwenkbaren, kran-artigen Rotor-Montage-/Demontage-Hilfe (Ein-Mann-Bedienung),
    • fest geschlossene Anhänger mit Blattstützen, elektrischer Winde zum Hineinziehen/Herauslassens des Tragschraubers auf Auffahrblechen, Ersatzteillager, Tankanlage, Schlafmatratze, Holzkohlegrill, ... (praktisch ein vollständiger Hangar-Ersatz, der in diesem Fall hauptsächlich am Heimat-Flugplatz verbleibt),
    • offene Leichtbau-Versionen (auf der Autobahn hupt dich jeder Zehnte beim Überholen an und zeigt dir:thumbup:, doch nachher musst du deinen Flieger jedesmal putzen!), Unten offen ist wegen Spritzwasser, Steinschlag, Schneematsch, ... nicht so ideal.

    Je nach Anwendungsfall ist die eine oder andere Variante sinnvoll - oder keine! Denn für das Geld eines Anhängers kann man lange in einer Halle hangarieren!

    Die radikalste Lösung erfand wohl Siggi ("Dr. Gyro") aus Österreich, der vorne am Tragschrauber eine Anhängevorrichtung hat und dessen Tragschrauber gleichzeitig als Anhänger zugelassen ist. Gyro am Auto befestigen, Nummernschild drauf, Rotoren stützen und los geht's!


    Einen Rat vermag ich dir nicht zu geben, weil es von den jeweiligen Umständen, deinem Hang zur Bequemlichkeit und den frei verfügbaren finanziellen Mitteln abhängt, welche Lösung für dich die günstigste ist. Anfangs tut es wahrscheinlich ein günstiger (geliehener?) Leichtanhänger mit einer pfiffigen Rotorstütze.


    Ich hoffe, da ist der eine oder andere Denkanstoß für dich dabei.


    Servus, Holger

    Na! Wenn das mal nicht ein Wink mit dem Zaunpfahl ist!


    Bedauerlicherweise hatte ich in letzter Zeit so Einiges beruflich um die Ohren. Wenn die Schulferien in Bayern vorüber sein werden und alle Kollegen wieder in Amt und Würden sind, muss ich jetzt erst mal dringend meinen Sommerurlaub nachholen, irgendwo, wo man in schöner Landschaft und der Nähe guter Freunde tragschraubern kann.

    Dann ist ein Kurzschluss im Kabelbaum meines DF-02 zu beheben, der (keine Ahnung warum :banghead: ) seit dem Einbau des neuen Funkgeräts bewirkt, dass die Maschine jeweils nach vorne trimmt, wenn ich die PTT Taste drücke! Ich fürchte, da muss ein Teil des Kabelbaums erneuert werden. Und die ELT-Batterien! Und die Reifen? Und, und, und ...

    Dann möchte ich noch die JNP machen lassen.


    Und danach ist es - nach der Flugsaison und vor der Weihnachtsfeierzeit, mal wieder Zeit für einen offiziellen Stammtisch, finde ich. Also voraussichtlich im November.


    Ich werde dann einfach wieder einen Thread dafür öffnen und die Nachfrage checken.


    Das gibt unserem Robert dann auch sicherlich Zeit, sich bis dahin mental auf die 600 bis 650 km Anreise einzustimmen. :rolling:


    Liebe Grüße, euer Holger

    Hi, Norbert!


    Schön, wieder mal etwas von dir zu hören ... und zu lesen ... und zu sehen!

    Ich muss - neben dem Befriedigen der Neugier und dem Aufbau von Reiselust schmunzeln: Wenn deines das grüne Zelt ist (Green?), dann haben wir jüngst exakt das gleiche gekauft :hey: ... aus ganz ähnlichem Anlass.


    Vielen Dank für den inspirierenden Beitrag und die Mühe, die du dir damit gemacht hast. Es wäre schön, wenn auch Andere dem Beispiel folgen und unser Forum nach dem Dornröschenschlaf wieder mit etwas mehr Leben füllen würden.


    So und jetzt sause ich nach Strassham und leite heute dort den Flugbetrieb ...


    Schönen Pfingstmontag, Holger

    Zitat

    Aber es scheint fast, also ob sich nicht viel getan hat auf dem Markt.

    ... zumindest nicht in puncto Lärm, Gewicht, Preis ,,,


    Ach ja: wenn mir mein Mathematiklehrer die Sinusfunktion damals so erklärt hätte, hätte ich es vermutlich schneller kapiert ... :embarrassed:


    Sinus.jpg


    Servus, Holger

    Ganz neu war für mich ein Gyrocopter-Prototyp aus der Schweiz, der aventura-s, ( https://aventura.aero/ ). Bei einer geplanten Zulassungsmasse von 600 kg und in der beim Prototypen dargestellten Konfiguration schielt man auf den Heavy Duty Markt.


    k_20190411_112754.jpg


    k_20190411_113927.jpg


    Lustig war für mich (mit sehr viel Know-How aus den Anfangstagen der General Aviation Flugsimulation bei bt-austria / brightline avionics) ein Probe"flug" auf dem ausgestellten Simulator: die VR-Brillen waren für mich eine beeindruckende Erfahrung, die mittels statischer Mechanik dargestellten Ruderkräfte irritieren weniger als bei einem Flächenflugzeug, bei dem die Ruderkräfte geschwindigkeitsabhängig viel stärker variieren. Aber die sehr generische Flugdynamik und speziell die Dynamik beim Rollen und dem nicht vorhandenen Rotor-Management lässt noch viel Spielraum für Verbesserungen.


    k_20190411_114012.jpg

    DTA

    k_20190411_114032.jpg

    DTA


    k_20190411_114124.jpg


    k_20190411_114147.jpg

    ELA Eclipse


    Daneben habe ich noch jede Menge neue Produkte zum Thema Navigation angeschaut, und Kontakte zu Herstellern, die openflightmaps.org Daten verarbeiten können.


    Dass ich allmählich ein alter Herr geworden bin, merkte ich so gegen 17 Uhr, als sich eine gewisse messebedingte Reizüberflutung einstellte und ich deshalb auch vergessen habe, die sehr hübsch designten Mädels aus Tschechien abzulichten, die sich wie in jedem Jahr, diesmal als Stewardessen verkleidet, als Hingucker vor UL-Tragflächen präsentierten. So entschloss ich mich auch gegen eine Übernachtung in der Halle A1 und machte mich auf den Heimweg ...


    Es wäre schön, wenn ihr, liebe restlichen Messebesucher aus dem Forum, eure Eindrücke und Fotos und alles, was ich übersehen haben mag, hier anfügen könntet.


    Servus, euer Holger


    P.S.: etwas enttäuscht war ich dennoch, dass DER überall bekannte Luftfahrtpionier nicht anzutreffen war. Wo er doch so sehr gesucht wird ...!

    Im Westen (fast) nichts Neues!


    Ich habe mich gestern in aller Herrgottsfrühe auf den Weg zur Aero gemacht, wie schon mindestens zehnmal zuvor, um dann vor dem großen Tohuwabohu und dem Verkehrsstau anzukommen und an den Toren der Ausstellung auf den 9-Uhr Gong zu warten.


    Irgendwie sind bei mir in all den Jahren Neugierde und Nervosität auf Neuigkeiten oder gar die Messe-Schwerpunkte abhanden gekommen, trotzdem freue ich mich jedesmal wieder wie ein kleines Kind. Doch: waren es früher die Ausstellungsstücke, die Visionen der Hersteller, pfiffige technische Details, der eine oder andere Vortrag und manchmal auch Hanebüchenes (Erinnert ihr euch an das "UFO", fliegende Motorrad-Trikes oder Feriendörfer mit Landebahn und Flugzeughangar bei jedem Haus?), die mich am meisten anzogen, so sind es heute viel mehr Menschen mit gleichen Interessen - alte Bekannte wie Freunde - die ich bei keiner anderen Gelegenheit in so hoher Dichte antreffen kann.


    Die lange Einleitung soll als Entschuldigung für meine kärgliche Ausbeute an Bildern und Fakten dienen, weil ich die meiste Zeit nur mit Freunden und Kollegen herumgesessen und bei Unmengen Kaffee in Erinnerungen an die alten Zeiten geschwelgt habe. Schon deshalb hat sich für mich die Fahrt mehr als gelohnt.


    Jetzt aber zur Sache: der von mir als stärkster wahrgenommene Trend ist der zur stärkeren Motorisierung bei bewährten und neuen Tragschraubern. So ist der Rotax 915 iS seit seiner Erstanwendung im exoGyro (Wo fliegt der gleich nochmal?) eigentlich bei den meisten ausgestellten Typen angekommen. Und auch getunte und aufgeladene Rotax 912 sollen es zu bis zu 155 PS Spitzenleistung bringen, so viel, dass atemberaubende Steigleistungen und Steigwinkel auch erfahrenen Piloten Respekt abverlangen (Zitat: "Das ist kein Anfängergerät mehr!")


    In diese Rubrik fallen für mich die Exponate von Magni, ELA, Autogyro, Trendak und DTA.


    k_20190411_092648.jpg


    k_20190411_092657.jpg

    MTO sport 915 iS


    k_20190411_094408.jpg

    Rotorvox, neues Cockpit


    k_20190411_112345.jpg

    Magni M22


    k_20190411_112438.jpg


    k_20190411_112454.jpg

    Trendak

    Super!


    Der Humor kommt zurück! Gestern am Telefon klang Maurice viel mehr mitgenommen als durchgekommen. Frei nach Wilhelm Busch: "Drei Tage war der Maurice krank, jetzt scherzt er wieder - Gott sei Dank!"


    Liebe Grüße und gute Besserung, Holger


    P.S.: Es wäre einfacher, wenn du schlechter als deine Mutter kochen würdest, zumindest aber viel weniger ... :rofl:

    Lang, lang ist es her, dass ich mich zum Thema "Neues vom eXer" zuletzt geäußert hatte ... aber da der Titel so noch stimmt, mache ich mal einfach mit einer kurzen Zusammenfassung belegbarer Fakten weiter.


    Dass ich den Privatprozess gegen den Herrn Richard Waidhofer am Landgericht München 1 gewonnen hatte, ist vermutlich noch jedem in Erinnerung, der das Thema damals verfolgt hat. Doch die weitere Entwicklung wird nur noch die erstaunen, die an Wunder glauben:

    • Die vom Beschuldigten angedrohten Aufsichtsbeschwerden gegen den Richter und die Petition in Straßburg zur Änderung der Mediengesetze kamen nicht zustande.
    • Die bayrische Gerichtskasse konnte die Außenstände des Herrn Waidhofer nicht eintreiben, da er an der "vollstreckungsfähigen Anschrift" nicht mehr auffindbar und eine neue Anschrift wegen Verstoßes gegen die Meldepflicht nicht ermittelbar war.
    • Infolgedessen musste ich die Gerichtskosten als Kläger alleine berappen.
    • Deshalb habe ich einen Rechtstitel auf den Kostenfeststellungsbeschluß des Gerichts erwirkt, der gegen den Herrn Waidhofer auf 30 Jahre lang vollstreckbar sein wird.
    • Gleichzeitig hat er das Urteil des Landgericht München 1 bisher ignoriert und hat die kompromittierenden und unwahren Internetbeiträge zu meiner Person nicht entfernt, sondern darüber hinaus noch um die eine oder andere Unverschämtheit ergänzt. Es wäre dem Herrn Waidhofer anzuraten, das Urteil aus München nochmals zu lesen oder es zumindest von seinem Rechtsanwalt erklären zu lassen, Und dann die erforderlichen Löschungen schleunigst nachzuholen, da ihm nach dem Urteil in unserem Prozess jetzt für die Zuwiderhandlungen - oder genauer: Unterlassungen - mehr als 200.000 € Strafe drohen.
    • Dem gegen ihn angesetzten Strafprozess in Pasewalk am 8. August 2018 blieb er mit höchst fadenscheiniger Begründung und mehreren für den Richter nicht nachvollziehbaren Argumenten, nur wenige Stunden vor dem Gerichtstermin formuliert, fern. Richter, Staatsanwalt, Pflichtverteidiger, mehrere Zeugen und Vertreter der Öffentlichkeit (wie auch der Presse) nahmen die grobe Missachtung des Gerichts kopfschüttelnd zur Kenntnis und vom Gericht wird ein Folgetermin anberaumt werden, sobald eine Teilnahme des Angeklagten sichergestellt sein wird.

    Soweit mein Update, die kursierenden Geschichten hinter den objektiven Fakten möchte ich hier im Moment nicht veröffentlichen. Vielleicht kommt ja der eine oder andere zum nächsten Münchner Stammtisch (den ich nach der Aero plane), und weiß mehr Details als ich.


    Inzwischen bin ich für jede persönliche Nachricht (im neuen Forum heißt das jetzt "Konversation") dankbar, die es mir bzw. dem Gericht erlaubt, ein Schreiben an die neue "vollstreckungsfähige Anschrift" des feinen Herren zu richten.


    Servus, Holger


    P.S.: Ich möchte hier abermals Jeden warnen, mit Jemandem eine Geschäftsbeziehung einzugehen, der das Blaue vom Himmel verspricht, um seinen gutgläubigen Vertragspartnern dann bei erster Gelegenheit mit dem Kadi zu drohen. Und der selbst peinlich genau darauf achtet, dass er sicherheitshalber unter keiner der auf diversen Homepages kolportierten Adressen erreichbar ist!

    Hi, Thorsten,


    einer alten Tradition folgend möchte ich dir hier im Forum herzlich begrüßen.


    Auch ich hatte seinerzeit den Weg von der PPL (seit 1979) zum Tragschrauber (seit 2006) gewählt, und auch eine eigene Maschine angeschafft.


    Mit etwa 500 Stunden Flächen-Erfahrung begann ich damals mit der Gyro-Ausbildung in Frankreich und hatte meine französische Lizenz nach 15 Flugstunden (und > 140 Landungen, grob ein Drittel abseits von Flugfeldern!). Das half allerdings nichts, denn in Deutschland wollten die Verbände anfangs nicht einmal diese 15 Stunden als Teil der erforderlichen Mindestflugzeit von 35 Stunden für die SPL-F anerkennen. Auch mir lag damals das Wort "Geldschneiderei" auf der Zunge.


    Allerdings hatte ich in all den Jahren nicht eine einzige Flugstunde mit Instruktor, in der ich nicht etwas dazugelernt (und mir manchmal auch etwas abgewöhnt) oder zumindest Spaß gehabt habe. Ob man nach 5 Stunden wirklich schon "alles kann" (heftigen Wind, schlechtes Wetter, ordentliche Turbulenzen, Gebirgsfliegerei, Kurzstart und -Landung, ...), wage ich zu bezweifeln.

    Jedem Anfänger (und Umsteiger!) rate ich darüber hinaus, sich nicht nur mit der Praxis zu beschäftigen, sondern neben den anderen theoretischen Inhalten indbesondere auch mit der Aerodynamik des Rotors, das hilft dabei, viele Fehler zu vermeiden, wenn man diesen Aspekt verinnerlicht hat. Und fokussiert einen auch auf die Unterschiede im Flugverhalten.


    Ich hoffe, du beehrst und recht häufig mit deinem Fortschritten und Erfahrungen,


    liebe Grüße, Holger

    Zitat

    ... Die Welt der Gyrofliegerei ist immernoch recht klein ...

    Manchmal habe ich den Eindruck, sie wird gerade wieder etwas sehr viel übersichtlicher: Strohfeuer trennt sich von Glut. Und manchmal fliegt auch ein Stückchen Glut davon - siehe Angelo ...


    Und dann diese statistischen Anomalien in der kleinen Welt: viel mehr Holger's als Maurice's fliegen Gyro! Mit dir und mir (60) kenne ich vier Holger mit Gyro-Lizenz - ein seltsamer statistischer Ausreißer angesichts der statistischen Namensverteilung unter Berücksichtigung von Herkunft und Alter ... was soll's ... am Ende ist es bloß ein Zufall!


    Lieber Holgi-Holger: Willkommen im Forum mit etwas längerer Verzögerung,


    Servus, Schlagschrauber-Holger

    Ich kann mich noch gut daran erinnern, an das Fly-Out in EDOI / Bienenfarm in 2012. Und den Bruch an einer Maschine, die noch keine 15 Stunden in ihrem Element verbracht hatte. Nachzulesen hier.


    Ich denke, die Fotos verdeutlichen zweierlei:

    • was so in etwa an Aufwand hineinzustecken wäre und
    • dass der Maurice kein abgekochter Gebrauchtwarenhändler ist, sonst hätte er den ELA gereinigt, poliert, auf eine Blumenwiese geschoben und ein hübsches Mädchen danebengestellt.


    Wer einen Tragschrauber und eine handwerkliche Betätigung für die langen und dunklen Winternächte sucht, sollte sich mal mit Maurice in Verbindung setzen und das vorhandene Bastelmaterial anschauen.


    Servus, Holger

    Leider habe auch ich von diesem Unfall lesen müssen.



    Als "Oberösterreicher" kenne ich natürlich auch den Flugplatz Scharnstein und ich habe versucht, an zuverlässigere Informationen heranzukommen als an die Artikel, die von Vibrationen von "Seitentragflächen" oder Seitenleitwerk als mögliche Unfallursache sprechen. Leider gibt auch eine kritische Sichtung der Fotos und Videos nach dem Unfall keine eindeutigen Hinweise.


    Mir fällt nur auf: der Aufschlag erfolgte am Ende der Runway aus ca. 20 m Höhe wieder einmal auf der rechten Seite, möglicherweise sogar weitgehend kopfüber. Sollte sich meine vorläufige Vermutung bestätigen, wäre das heftig vibrierende Leitwerk keine Ursache, sondern nur ein Symptom.


    Wie auch immer: es wird eine offizielle Untersuchung der Unfallursache durch einen Sachverständigen geben. Und ich versuche, die Erkenntnisse herauszufinden.


    Auch wenn ich den Unglücklichen nicht gekannt habe: mein aufrichtiges Mitgefühl an die Verwandten und Freunde des verstorbenen Piloten.


    Servus, Holger

    Zitat

    Holgers Flugerfahrung, auch und vor allem auf Gyros, wirst Du in diesem Leben nicht mehr erreichen...


    Zuviel der Ehre: ich denke, jeder kann meine Flugstundenanzahl erreichen, ich habe mich intensiv mit der Physik des Tragschraubers auseinandergesetzt und als Konsequenz muss ich nun ständig gegen das "Rechthabergen" ankämpfen. Sorry!


    Leider "rastet" der Stick nicht ein, und mit der Trimmung kann man die Neutrallage nahezu beliebig verschieben. Wenn ihr nach dem Abheben drückt und dabei nicht mit der Nase in den Boden stecht, dann meinen wir vermutlich das Gleiche und drücken es nur anders aus.


    Friede, Freude, Eierkuchen! Ich nach mich morgen auf in den Urlaub!


    Liebe Grüße, Holger

    Hi, Bernd,


    ich will mich nicht streiten, denn ich denke, dass du nur eine missverständliche Wortwahl verwendet hast.

    • Wir sind uns sicher einig, dass man während des Vorrotierens die Rotorebene allmählich nach hinten (und etwas gegen evtl. vorhandenen Seitenwind) neigt, je größer die Umlaufgeschwindigkeit und damit auch die Zentrifugalkraft am Rotor wird, desto steifer und schwingungsstabiler werden die Blätter und desto geringer ist das Risiko des Blattschlagens (Blade Flapping). Deshalb rotiert man ja auch nicht von Anfang an voll gezogen vor.
    • Während der ersten Phase des Startlaufs belässt man den Rotor hinten (Stick gezogen), um auf möglichst kurzer Rollstrecke die zum Anheben erforderliche Rotordrehzahl zu erreichen. Manche Modelle heben so auch sicher ab (z.B. Magni M16), selbst wenn man den Stick im hinteren Anschlag hält, bei anderen muss man mit gehobenem Bugrad (also beim Rotieren) noch etwas mehr Fahrt aufnehmen und nach dem Abheben des Hauptfahrwerks im Bodeneffekt noch mehr Fahrt aufbauen. Keine Diskussion, das ist die sicherste Methode.
    • Mit der Geschwindigkeit des besten Steigens (bei Hindernissen: Steilstes Steigen), siehe Betriebshandbuch, geht es dann aufwärts bis zur gewünschten Reiseflughöhe.
    • Aber: bei KEINEM - sprich: keinem Einzigen - der mir bekannten Tragschrauber wird man dazu den Stick drücken (also über die Neutrallage nach vorne bewegen), allenfalls etwas weniger ziehen! Vermutlich meinst du das mit "Drücken", ich sage "weniger ziehen" oder "nachlassen" dazu.
    • Bitte entscheidet selbst, ob ihr mich wegen einer etwas präziseren Ausdrucksweise für völlig unqualifiziert haltet.


    Noch ein paar Worte der Theorie und der Spekulation: wenn man unvorsichtigerweise mit sehr geringer Rotordrehzahl abhebt, möglicherweise früher als beabsichtigt, weil eine bodennahe Böe ihren Teil dazu beiträgt, und dann zu steil steigt (weil man den Stick krampfhaft zieht und nicht genügend nachlässt), zieht man weiter Energie aus der Drehung des Rotors. Dabei kann man möglicherweise unter die Fahrtkurve geraten (also in die Situation, in der der maximale Propellerschub kleiner wird als der aktuelle Rotorwiderstand und es unweigerlich abwärts geht). Zusätzlich kann es noch passieren, dass das rücklaufende Rotorblatt in einen Strömungsabriss ("Stall") gerät, und der Tragschrauber wird dann um die Längsachse rotieren und im Extremfall mit dem Blatt am Boden aufschlagen. Auch ganz ohne weitere Windeinwirkung. Und Steuerbewegungen. egal ob von einem Amateur oder einem Profi, ob schnell oder langsam, nutzen im beschriebenen Szenario nichts mehr, weil da nichts mehr ist, das die Steuerbewegungen an die tragende Luftmasse übertragen würde.


    Ein typischer Fehler von Flächenpiloten wäre, den Startlauf ohne ausreichende Rotorneigung nach hinten zu beginnen. Mangels Luftwiderstand wird das gut motorisierte "Dreirad" namens Tragschrauber sehr schnell sehr schnell, ohne dabei Rotordrehzahl aufzubauen oder dem Drang, sich vom Boden zu lösen. Wenn das passiert: Start abbrechen! Bremsen! Wer in dieser Situation den Tragschrauber mit einer Hau-Ruck-Aktion in die Luft zwingt, riskiert Blade Flapping und den oben beschriebenen Vorgang. Konsequenz: eine unfreiwillige und nicht geplante Rolle seitwärts zum rücklaufenden Blatt hin und Rotor-Bodenkontakt: eigentlich immer Totalschaden am Tragschrauber und am Piloten schmerzende, tiefdunkelblaue Hämatome an der Schenkelinnenseite, wo der Stick während der schlagartigen Verzögerung gnadenlos zuschlägt Da ich schon zwei solcher Unfälle live und persönlich gesehen habe, bin ich etwas allergisch gegen den Begriff "Drücken" beim Start.


    Deine Ausführungen zum Hubschrauberstart kann ich so nicht nachvollziehen, aber ich kenne mehrere Piloten, die sowohl Hub- als auch Tragschrauber fliegen, die können dazu sicher Qualifizierteres sagen. Auf keinen Fall halte ich Piloten wie Thomas oder Chris für Lebensmüde oder Todeskandidaten: haben sie doch zusätzlich eine kollektive Blattverstellung, die für den Auftrieb zuständig ist. Für die Steuerung ist die zyklische Blattverstellung zuständig, keine Kopfkippsteuerung. Die Aerodynamik des Rotors ist deshalb weitgehend anders. Deshalb sind in meinen Rotor-Aerodynamik-Büchern fast alle Kapitel dem Hubschrauber gewidmet, für Flug- und Tragschrauber bleiben dann oft nur Fußnoten und vielleicht ein, zwei verschämte Kapitelchen am Ende. Den Rest hat man ja schon beim Hubschrauber im Kapitel "Autorotation" angedeutet bekommen.
    Und: ich fliege Fläche und Tragschrauber und bringe da auch nichts durcheinander ...


    Wohingegen ich deine Aussagen zum Trainieren und Nachschulen bei mangelnder Praxis voll zustimme!


    Liebe Grüße, Holger


    P.S.: Wenn ihr beim Autofahren mal etwas vom Gaspedal geht und somit langsam verzögert, so ist das doch auch kein "Bremsen" - oder?

    Wirklich lustig! Höchst professionelles Englisch!


    Und inzwischen fliegen sogar 32 Flugzeuge aus der überall bekannten Waidhofer-Schmiede! Nämlich die .... äääh, und die .... hmmm und die ..... dingens! Komisch, ich kenne keinen einzigen Flieger, den der Herr Waidhofer vom Reißbrett (oder 3D-Modell) bis in die Luft bekommen hätte (also ohne Flaschenzug wie in dem einen Foto!).


    Helft mir bitte auf die Sprünge, wenn ihr da nachvollziehbare, anderslautende Informationen (keine "Alternative-Realities"!) habt. Ich kenne dazu keine einzige Veröffentlichung, sieht man von "Kuckuckseiern" wie dem Taurus-Motor oder der Drohne ab. Selbst wenn man sich an einem verwaisten Messestand in den Gyrocopter eines anderen Herstellers setzt, macht einen das noch lange nicht zum technischen Experten.


    Schön zu lesen, wie viel Geld der Herr Waidhofer offensichtlich noch hat, denn dann kann er doch noch die Gerichtskosten aus dem von ihm zu 97.5% verlorenen Zivilprozess in München zahlen, die er bei der Gerichtskasse nicht beglich und deshalb mir schuldet. Und dann macht es vielleicht auch Sinn, ihn abermals zu klagen, denn im ersten Urteil wird ihm ja eine Strafe von bis zu 200.000€ angedroht, wenn er dem Auflagen dieses Urteils nicht entspricht - was der Herr natürlich nicht getan hat!

    Die Tatsache, dass immer wieder gutgläubige Zeitgenossen so einem "Geschäftsmann" auf den Leim gehen, bestärkt mich weiter darin, einem solchen Menschen und seinen haltlosen Drohungen nicht nachzugeben.


    Servus, Holger

    Hi, Gucky!


    Ich will dich nicht verar...veräppeln, aber; was muss denn so ein Tragschrauberreifen schon abkönnen?

    • Im Laufe seines Lebens wird er keine 500 km auf den Buckel kriegen,
    • er muss im Grunde kaum Seitenhalt bieten,
    • man verlangt kaum Vollbremsungen von ihm,
    • er muss zur Beschleunigung kein Drehmoment aufnehmen,
    • seine Lauffläche ist sehr überschaubaren Zentrifugalkräften ausgesetzt,
    • Profil und Aquaplaning sind weitgehend egal,
    • nur platt soll er halt nicht sein. Und einen Landestoss muss er aushalten.


    Ich habe auch noch von keinem Unfall gehört, den ein geplatzter Gyrocopter-Reifen ausgelöst hätte. Ich habe beispielsweise an meinem Gyro noch kleinere Reifen und sogar Fahrrad-Scheibenbremsen am Hauptfahrwerk und als Rotorbremse: funktioniert absolut spitze und die Ersatzteilversorgung kann ohne Apotheken und Apothekerpreise gewährleistet werden. Also nicht jammern!


    Und wenn du was "Besonderes" brauchst, dann vergolde halt die Felgen, Oder mach dir mit Tipp-Ex Weißwandreifen ... :P


    Servus, Holger

    Hi, Gyrocopthor112,


    Ich gebe dir ohne wenn und aber recht: es muss Spaß machen!
    Und: der Tragschrauber ist kein "kleiner Bruder vom Helicopter". Wenn das deine (einzige) Motivation gewesen sein sollte, dann ist dir wohl eine Enttäuschung erspart geblieben.


    Und jetzt zum Sicherheitsgefühl: Wer vernünftig fliegt, kommt nicht in das Risiko des "Unterschneidens"! Basta! Und eine Böe kann dich üblicherweise nicht in einen unkontrollierten Flugzustand bringen. Ich habe da in den Alpen und in Costa Rica einiges an spektakulärem spontanem Auf & Ab, Hin und Her erlebt. Der Gurt muss halt zu sein! Und irgendwann vertraust du der Kiste! Zu Recht! Und nicht nur aus dem "Es gibt kein Überziehen" Argument, sondern auch aus vielen anderen: Flugverhalten bei Leistungsverlust, hohe Eigenstabilität, geringer Einfluss von Windscherung, Turbulenz & Co., kurze Start- und Landestrecken, ...


    Und ich bin ja sowieso fest überzeugt, dass auch ein Seitengleitflug absolut sicher ist, wenn man ihn nicht bei voller Fahrt abrupt einzuleiten versucht und dann krampfhaft den Knüppel in der Mitte festhält. Aber das kann jeder halten, wie er will!


    Ich denke, es fehlt dir einfach das Grundvertrauen, weil sich die Sache anders anfühlt als erwartet. Ich selbst hatte meinen ersten Gyro-Schnupper-Flug auf einem MT-03 und schwor mir, nur eine geschlossene Maschine zu nehmen. Ein Jahrzehnt später liebe ich auch die "Freiluftveranstaltungen". Besonders wenn es heiß ist und nicht regnet!


    Ich würde - wenn du noch einen Funken Interesse hast - den Vorschlag von Otto aufgreifen und mal geschlossen fliegen. und das mit dem Unterschneiden mal verdrängen: wenn du auf der Autobahn fährst, hast du ja auch nicht vor Leitplanken und Brückenpfeilern Angst! Eine sehr überzeugende Einführung fasste mal mein Freund Michael Obermaier auf seiner Homepage zusammen: http://gyrotec.de/ => Kapitel "Über Gyrocopter". (P.S.: Der rote D-MHWO ist "Meiner"!) Was dort über Technik, Fluggefühl und Sicherheit steht, würde ich genau so unterschreiben. Der Rest ist in meinen Augen Gewohnheitssache.


    Ich hoffe, das hilft dir über deine (in meinen Augen nachvollziehbaren, aber unbegründeten) Bedenken hinweg und zu einer Entscheidung, die du nicht bereust: so oder so!


    Grüße, Holger