Rundflüge gewerblich anbieten

  • Moin zusammen,

    ich lote derzeit die Möglichkeit aus das Tragschrauberhobby (Neben-) gewerblich zu nutzen.


    Tipps, wie Rechtsform der Unternehmung, Werbung im Internet etc. sind willkommen.


    Gewerbe habe ich schon angemeldet, Internetseite ist in Arbeit (werde ich vermutlich in Eigenarbeit per wordpress Baukasten erstellen).

    Geflogen wird am Teutoburger Wald und Ostsee. Sollte es gut laufen ist auch noch ein geschlossener Gyro für die nicht so warme Zeit angedacht, wenn sich die Hersteller preislich merkbar nach unten bewegen.


    Also, Erfahrungen aus denen ich lernen kann werden mit :thankyouyellow: fürstlich belohnt ... dazu noch meinen Lieblingssmiley :vain:

    Gruss Torsten


    PS: Mein Ziel ist natürlich primär den Flugsport (speziell das Gyrofliegen) voranzubringen. ....Darauf noch einen :vain:

  • Hallo Torsten,


    dann mal toi,toi,toi.

    Ich denke mal, du wirst noch ein paar gute Tips bekommen.
    Ich hatte schon einmal auf so eine Frage geantwortet, finde es bloß nicht mehr.
    Ich habe bei zwei Tragschrauber-Flugschulen (mit Rundflügen) gearbeitet (Nebenberuflich). Beide Flugschulen- Besitzer sind bei der Fliegerei tödlich verunglückt. Ich kenne sozusagen die Höhen und Tiefen der Branche.


    Mit der Fliegerei Geld zu verdienen, ist kein einfacher Weg. Wenn du nicht davon leben musst ( soll ja Nebenberuflich sein) mag das ja bestimmt gut gehen. Man muss bloß aufpassen, das es nicht zur Liebhaberei wird. Dann spielt nämlich das Finanzamt nicht mit. Ich will es aber jetzt mit dem „negativ machen“ belassen. Vielleicht kann man sich ja mal anderweitig unterhalten. Wenn du möchtest.


    Noch ne Frage: Wo an der Ostsee möchtest du fliegen?


    Hals und Beinbruch

    Uwe

  • Leben muss ich davon nicht, aber wenn's die Flugkosten drückt ist es ok. Da besteht dann nur die Gefahr mit dem Finanzamt, ich muss das Gewinnminimum mal erfragen, um nicht in die "Liebhaberei" zu rutschen.


    Hoffe es ist jetzt nicht pietätlos, aber was waren die Grünďe für den Abschied der beiden Fluglehrer?

    Bei mir ist übrigens nur Rundflug und Infrarotphotographie von PV Anlagen geplant. Zum Fluglehren fehlt mir die Begabung.


    PS: Fliege in Schleswig- Holstein.


    Gruss Torsten

  • Hi,


    Der Erste (Holger L., „Gyrocrew“) ist mit einem Dreiachser (Remos) mit einem Segelflugzeug in der Luft kollidiert (drei Tote).


    Der Zweite (Thomas F., „Gyronautix“) ist bei einem Probe-Motorlauf (UL-Helikopter) am Boden umgekippt. Der Helicopter hat Feuer gefangen und er kam nicht mehr rechtzeitig raus (ein Toter, ein Verletzter)


    Ich würde dir trotzdem empfehlen, eine Fluglehrer-Ausbildung zu machen.
    Du lernst Sachen welche in der Ausbildung nicht vermittelt werden.
    Man wird teilweise an die Grenzen der Gyrofliegerei gebracht. Das gibt dann mehr Sicherheit.
    Ein wenig menschliche Psychologie wird auch gelehrt (ich finde, viel zu wenig).
    Du weißt nie, wer da hinter dir einsteigt. Du hast absolut keine Handhabe, falls der mal „wilde Sau“ spielt, Panik bekommt, oder in Ohnmacht fällt (alles erlebt). Dann solltest du den Gyro ohne große Überlegungen beherrschen.

    Ich bin jetzt in Wismar ansässig. Ist ja nur ein kleiner Sprung über die Lübecker Bucht.


    Gruß Uwe

  • Hallo Uwe,

    Ich bin nicht unbedingt von der Qualität von Fluglehrern überzeugt, insbesonders die aus meiner Wohnortumgebung (Grossraum Bielefeld).


    Von ständiger Weiterbildung halte ich allerdings sehr viel, aber Lehren ist nicht meine Berufung, will ich auch nicht.

    Da ich mittlerweile >500 Flugstunden auf der Uhr habe und gelernt habe auch intuitiv zu fliegen bin ich auf dem richtigen Weg.

    Bei mir wird es nicht zum Manfred v.Richthofen reichen, aber ich habe Passagiere und mich bisher immer sicher auf festen Grund gebracht, das dürfte das Wesentliche sein. Das beherrsche ich schon recht gut, sonst würde ich auch niemanden mitnehmen.

    Gruss Torsten