Erfahrungen mit dem MTOSport 2017

  • Hallo Freunde,


    vielleicht belebt ja ein ganz einfacher Erfahrungsaustausch unser Forum.

    Der 2017-er MTOSport wurde als geniale Weiterentwicklung des bewährten Vorgängers propagiert und nun würde ich mich freuen, wenn hier mal Erfahrungen aus der Praxis mitgeteilt würden.


    Neben "teuer" wird es doch mit Sicherheit viele Vorzüge geben, die den Mehrpreis rechtfertigen......


    oder ????


    :hey: Liebe Grüße


    Guido

  • Hallo Lotuselise,

    darum geht es ja. Wer fliegt einen 17er und kann dazu etwas erzählen. Ich schätze, die meisten von uns fliegen die hergebrachten Geräte und kennen diese sehr gut. Vielleicht erzählt uns sogar jemand, der beide fliegt, wo die Vorzüge oder auch Nachteile liegen.

    Angeblich sind so viele Verbesserungen auf Kundenwünsche zurückzuführen, dass dieser Gyro nun die "Goldkantenlösung" sein müßte.

    Aber ist das so?

    Fliegt er ruhiger, schneller, sparsamer, komfortabler etc. etc. etc....

    Ich weiß nur, dass er ganz schön teuer geworden ist. Ob er es auch wert ist, weiß nur, wer ihn fliegt.

    LG Guido

  • Ich denke, dass die momentane Tragschrauberflaute auch mit der deftigen Preisentwicklung zu tun hat. Der ursprüngliche Gedanke, bzw. die Hoffung, ähnlich wie in den USA relativ günstig in die Luft zu kommen, ist leider in das genaue Gegenteil verkehrt worden. Die Gier bei manchen Firmen war scheinbar größer, als das langfristige denken. Bei dem Preis, der für das 2017 Modell aufgerufen wird, bekommt man schon einen ausgewachsenen 3-Achser mit bedeutend mehr Nutzwert, oder auch meinen Favoriten, den Magni M16, und muss bedeutend weniger Geld auf den Tisch legen. Ganz abgesehen davon, dass man bei Autogyro einfach nicht abschätzen kann, wie es mit der Firma weitergeht, wie es mit der Ersatzteilversorgung zukünftig auchschaut, etc. pp. Da ist man bei Magni oder ELA meiner Meinung nach sicherer aufgehoben.

    Ich weiss, bissl off-topic, musste ich aber mal loswerden.

  • Wohl wahr, diese Firmenpolitik versteht nur ein Scheich......


    Quatsch: Scheich versteht nix - braucht er auch nicht. Der kauft Spielzeug im Dutzend.


    Und nun im Ernst: Kann dieser Gyro mehr als nur hochglänzend im Prospekt zu sein?

    Ist er überhaupt bei uns im Einsatz?

    Ich kenne keinen, der ihn fliegt. Keinen in meiner Nähe.

    Aber unser Forum ist ja groß....


    LG Guido

  • Moin,

    vom Fliegen her ist der 2017 deutlich stabiler und ruhiger als der 2010. Gefühlt ideal für Langstrecken vom Komfort her, da die Maschine durchgetrimmt praktisch alleine auf Kurs bleibt. Im Vergleich zum 2010 wirkt es wie schweres Gerät im postiven Sinne. Aber das hat natürlich Konsequenzen bei der Agilität , die Maschine ist deutlich komplexer.

    Meine Meinung: Er sieht gut aus, aber persönlich finde ich ihn zu teuer, zumal ich Tragschrauber nicht für Reisegeräte halte. Der 2010 ist agiler und simpler, was günstiger für den Unterhalt ist.

    Ich weiß nicht, wieviele Kunden nach so etwas gerufen haben... technisch toll, aber für mich Bedarf vorbei.


    Gruß

    Arwed

  • Hallo Arwed,

    ähnliches habe ich schon befürchtet.

    Ich fliege selber einen MTOSport mit dem 1-er Sport Rotorsystem und finde ihn sehr lebendig, was mir sehr gefällt.

    Welche Reisegeschwindigkeit würde denn bei dem 2017-er noch als angenehm empfunden? Bei mir fängts über 140 km/h an ungemütlicher zu werden, wobei sich der Spritverbrauch mit ca. 15 l/h aber immer noch im Rahmen hält.

    Quält sich das träge Gerät nicht auch mit einem 100 PS ULS?

    LG Guido

  • Hallo Guido,

    ich nenne auch einen 2010 mein eigen. Ich bin ein paar mal einen 2017er geflogen mit einem 914, was ok wahr. Der Stick ist generell ruhiger, auch bei höheren Geschwindigkeiten, aber mit 15l kommt man akeine Stunde hin.

    Von einem 100PS würde ich abraten, falls man nicht immer eine lange Asphaltbahn zum Starten zur Verfügung hat.

    Gruß


    Arwed

  • Tja, das ist schon immer so gewesen. Komfort geht zu Lasten der Performance, und das wird dann durch einen stärkeren Motor ausgeglichen.

    Aber was bringt dann die Möglichkeit auf 300 U/min vorrotieren zu können. Da fehlt ja nicht mehr viel und der Auftrieb reicht. Sollte eigentlich einer kurzen Bahn entgegenkommen, scheinbar aber nicht.

    Nunja, bisher hab ich noch keine überzeugenden Argumente für den 2017er gefunden, es werden nur meine Vermutungen bestätigt.

    Also Forum (oder mitlesende Autogyros): strengt euch an!

    ;)

  • Hallo,


    Gestern ist ein 2017er nach dem Start in Saarmund vom „Himmel gefallen“ .

    Sie haben aber noch eine Notlandung auf der Autobahn hinbekommen.
    Den Beiden geht es wohl relativ gut. Der Flieger ist Schrott.
    Rotorblätter sind alle dran. Propeller is t zerfledert. Motor müsste also noch gelaufen sein.

  • Tut mir leid, wenn der das Objekt der Begierde war.

    Die Frage ist halt, was man braucht, will und bereit ist, dafür aufzuwenden. Das ist immer die individuelle Entscheidung, da gibt es nur kein generelles richtig oder falsch.

    Aber wenn ich sehe, wie groß das Angebot an gebrauchten 2017ern im Vergleich zu den 2010ern ist, gerade wenn man die jeweiligen Stückzahlen im Hinterkopf behält, dann kann man das Thema derzeit in aller Ruhe angehen 😃

    Schönes Wochenende und guten Flug..

  • Eine kurze Einschätzung zum 2017 von meiner Seite.

    Ich fliege beide Modell und den 2017 nunmehr seit 250 Std.


    ruhig, komfortabel, schnell, minimale Vibrationen, größere Steuerkräfte ,Verbrauch von ca.20 l/Std mit 914er.

    Start und Steuereigenschaften indirekter und etwas gewöhnungsbedürftig. Je nach Gesamtgewicht etwas geringe Steigleistung.


    Viele Grüße

    Dirk