• Hallo Rotorvox,


    meine Antwort auf Deine Frage.
    Erkenntnisse: Nein


    Meinungen: Ja


    Eine professionelle Homepage, viele gewichtige Worte, geschicktes Marketing gehören zum
    Launch eines neuen Produktes.
    Der Businessplan eines neuen Unternehmens gibt dies vor.


    Der Kunde sieht seine Bedürfnisse entweder durch ein besonderes Alleinstellungsmerkmal in Rufweite, oder aber in einem, für ihn reizvollen Preisvorteil.
    Persönlich bin ich den Verlockungen des ersten Kriteriums zweimal mit Bedauern erlegen.
    Es sollten mindestens 2-3 Jahre vergehen (sorry an die Hersteller), bis Kundenerfahrungen, neutrale Tests durch neutrale Piloten publiziert werden.
    Bestellung geht innerhalb 1 Stunde, Lieferung kann Monate bis Jahre dauern, Kundenzufriedenheit mit allen Sorgen und Anliegen womöglich überhaupt nicht gewährleistet werden.


    Mein Tip:
    Nimm ein Gerät, das sich seit Jahren bewährt hat und kannst sorgenfrei ab sofort fliegen.
    Oder, Du hast genügend Spielgeld und eine nach obenhin sehr große Lebens-Restzeit und
    mehrere Hobbys, sodaß Dir unverschuldete Standzeiten des Gyros nicht weh tun.


    Selbst was bei namhaften Markenprodukten alles vorkommen kann, füllt Bücher.
    Ich bewundere nicht nur meine Geduld, wenn ich dies mit anderen hochpreisigen mobilen Freizeitprodukten vergleiche.


    Gerne mehr auf PN


    Grüße Konrad

  • Auf alle Fälle ein markantes Design!
    -fast schon polarisierend
    -die einzige Rundung sehe ich am Bug
    -die kantige Form zieht sich bis hinten durch, wirkt am Heck fast schon zu klobig,
    im Besonderen die voluminösen Seitenruder
    -die Sicht dürfte sehr gut sein, da keine "A-Säulen"
    -ebenso der sichtlich bequeme Einstieg durch die vollständig aufklappbare Cockpithaube,
    was auch die Wartung und Arbeiten am Instrumententräger ohne Verrenkung einfach er-
    scheinen läßt
    -das Raumgefühl müßte großzügig sein
    -thermisch scheinen keine Probleme zu herrschen, da keine sichtbaren Kühl-Ein oder
    -Ausläße
    -die Bugradverkleidung scheint für meinen Geschmack um 180Grad verdreht zu sein?


    Bin gespannt auf erste Flugberichte, Leistungsdaten und Gewichtssituation.


    Ich zolle der Firma Mut und Vertrauen in die Zukunft zu und wünsche ihr den verdienten Erfolg.
    Als Kopie eines bekannten Tragschraubermodelles sehe ich diese Präsentation eigentlich nicht, vielmehr sehr konsequent
    eigenständig und durchdacht.


    Auch wenn bei mir nicht "die Liebe auf den ersten Blick" stattfindet, könnte die Zukunft so oder ähnlich aussehen.
    Man erkennt diese Linienführung zunehmend auch u.a. an hochpreisigen Automobilen bzw. Sportwagen.


    Wie immer, rein private Ansichten,
    aber Danke an Malela für die sehr guten Bilder!


    LG Konrad

  • Hallo Angelo,


    "Rotorvox-Homepage: rundlich------ Forum-Fotos: eckig:"?


    die Frage stellt sich so nicht, da es sich um zwei verschiedene Produkte und Hersteller handelt.
    Malela hat in dem Rotorvox-Thread eben seine Entdeckung hineingebracht.


    Nur soviel zum Verständniss....



    LG Konrad

  • Der Preis welcher auf der Website von Rotorvox aufgerufen wird ist natürlich auch sehr ambitioniert. Ca. 200.000,-€ (Brutto) In dem Preissegment (für einen Gyrocopter) ist die Käuferschicht doch auch sehr übersichtlich, aber gut. Die Macher werden sich was dabei gedacht haben. Mich verwundert immer der Blick (nicht nur dieses Herstellers) in Richtung der kommerziellen Schiene (Flugschule mal ausgenommen). Wir bewegen uns bei der Nutzung von UL Fluggeräten (Luftsportgeräte) bei der kommerzielle Nutzung in einem Graubereich (in Deutschland). Es gibt keine CPL Ausbildung im UL Bereich (leider). Ich weiß, bei der UL Fliegerei ist alles günstiger und teilweise innovativer. Innovativer würde ich unterschreiben, billiger muss man sich fragen warum. Und die geforderte Mindestflugstundenzahl des Piloten nach Scheinerhalt für kommerzielle Einsätze ist viel zu gering. Sie ist 0 (null). Von der Passagierberechtigung mal abgesehen. (Ich komme vom Thema ab, sorry). Ich wünsche der Firma dass sie viele Gyros bauen und verkaufen. Nach den ersten 100 verkauften Maschinen und 10.000 Flugstunden kann man ja mal eine Bewertung machen.

  • Tja, hätte ich mal besser genauer hingeschaut und mir mal die jokertrike.sk Homepage angeschaut, dann wäre mir der Lapsus mit dem Rotorvox "Klon" nicht passiert.


    Sorry, das ist dann ja wohl der Mantis von Walter Mendelin, der da offensichtlich in der Slowakei "gelaunscht" wurde, sehe ich das richtig? Da muss man natürlich erst mal drauf kommen.


    Nehme meinen "Klon" zurück , obwohl eine gewisse Ähnlichkeit wohl nicht ganz abzustreiten ist. Aber in einem Punkt habe ich mit hoher Wahrscheinlichkeit Recht und das ist der Preis 8)


    Sieht echt chick aus :thumbsup: und herzlichen Glückwunsch an den Konstrukteur, wenn's denn tatsächlich der Mantis ist...?

  • Bei 200.000,00 € brutto wird sich die Käuferschicht in eine andere Ebene, als bisher gewohnt, begeben.
    Die bisher gewohnten aufgerufenen Preise von 60.000,00 bis 110.000,00€ waren schon ein Hemmniss der weiteren Verbreitung.


    Wo geht der Weg hin?


    Ca 175.000,00 € für einen ArrowCopter, der anerkannt und nachgewiesen zum edelsten Produkt dieser Spezies gehört, muß einen Neuanfang wagen, da nicht genügend Einheiten verkauft wurden.


    Jetzt kommt jemand, ruft 200T auf, ohne Testergebnisse?


    Nächstes Jahr kommt der Über-Gyro für 300T €.....


    Sind jetzt nur noch Millionäre, Erben, Großverdiener, Manager die zukünftige Zielgruppe?


    Meine persönliche Anmerkung, wohlwissend, daß die Inflation unser Sparbuch täglich entwertet und Anlagen in Sachwerte ja direkt herausfordert.


    Ob dieser Weg der richtige ist, können wir gemeinsam diskutieren.


    Freue mich auf rege Beteiligung.


    LG Konrad

  • Hallo Thomas,
    der "Mantis" sieht von der Nase weitgehend anders aus.
    Will man mehr Infos dazu, geht das über Paßwort und Benutzerinfos, um hier weiterzukommen und sich mit dem Produkt auseinanderzusetzen.


    Dieser Weg ist eine Hürde, die keinem Interessenten zumutbar ist.
    Der Interessent bekommt keine Info, solange er nicht seine persönlichen Daten! abgeliefert hat!
    Das ist auch eine Möglichkeit des Produkt-Launches!!!!


    Cool, Konrad

  • Hallo Konrad, da liegst du falsch...


    Die Nase des Tragschraubers auf dem Foto der "Mantis" Hompage hat exakt die gleiche (leicht gpfeilte) Form wie die auf den Fotos auf Joker.


    Und hier noch ein paar ergänzende Informationen, die ich heute eingeholt habe:


    Im Rahmen einer Kooperation lässt Walter Mendelin die Verbundfaserteile aus Kostengründen in der Slowakei fertigen. Die Konstruktion liegt aber in den Händen von Walter.
    Die deutsche Zulassung wird über den DULV abgewickelt. Eine große Zahl von Belastungstests sind schon erfolgt, es wird jetzt als nächster Schritt die Erteilung der VVZ angestrebt.
    Eigentlich sollten die Bilder noch gar nicht veröffentlicht werden, weil es bis zu einer Serienfertigung doch noch ein bisschen Zeit braucht, aber in Zeiten des Internets bleibt halt nichts verborgen und der slowakische Partner ist halt schon mal ein bisschen vorgeprescht...
    Preislich soll der Mantis allerdings deutlich unter dem Rotorvox liegen.


    Ich wünsche jedenfalls dem Konstrukteur weiterhin viel Erfolg auf dem steinigen Weg der Tragschrauber Entwicklung, Zulassung, Produktion und Vermarktung. Der Markt scheint ja im Moment etwas zu stagnieren, bleibt mal abzuwarten, welcher Hersteller die nächsten Jahre "überlebt".


    Ich bin jedenfalls sehr gespannt, wie es mit dem M A N T I S weitergeht... :mytwocents:

  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass sich Tragschrauber > 100.000 Euro in nennenswerten (rentablen) Stückzahlen an Endkunden verkaufen lassen.


    Dies begründet sich damit, dass zum einen nur wenige Privatleute Geld in dieser Größenordnung für ihr Hobby haben.


    Wiederum kaufen sich Leute, die genügend Geld haben, einen leichten Helikopter.



    Der Rotorvox C2A ist sicherlich ein schönes Fluggerät, aber ich würde diesen eher mit einem Autogyro Cavalon gleichsetzen und einen entsprechenden Preis erwarten.


    Den Namen C2A finde ich übrigens gar nicht gelungen. Der Name erinnert mich an den Citroen 2CV.


    Aber zurück zum Thema: Auf der Homepage und auf der Crowdfunding Platform wird damit geworben, dass der C2A günstiger als ein Helikopter sei und beispielsweise für Luftbildaufnahmen bei einer Rally eingesetzt werden könnten - und damit viel Geld im Gegensatz zum Helikopter sparen würde.


    Ich finde dieses Szenario ist unrealistisch und ggf. sogar irreführend. Zum einen ist in Deutschland der gewerbliche Einsatz der UL Luftsportgeräte meines Wissens nach nicht erlaubt (wie es im EU Ausland aussieht, weiß ich nicht).


    Zum anderen gibt es mittlerweile Drohnen speziell für den Filmeinsatz, die den Auftrag noch günstiger abwickeln könnten (und deren Entwicklungsgeschwindigkeit ist um ein Vielfaches höher).


    Last but not least dürfte die Zuladung nicht einen Sprit (vollgetankt), Piloten, Kameramann und Kamera ausreichen (insbesondere in heißen Regionen).


    So denke ich, dass am Ende nur Privatpiloten die größte Kundschaft stellen werden/würden - sofern der Preis angemessen ist.

  • Moin,


    ich gebe mafli recht. Gewerblich erfüllt der Gyrocopter nicht die Anforderungen. Zuwenig Zuladung, zu geringe Reichweite, kann nicht hovern, braucht eine Startbahn, ist laut, usw. Da räume ich den UL-Hubschrabern schon eher eine Chance ein.


    Für Privatpiloten ist der Gyrocopter zu teuer, gemessen an den Möglichkeiten. Die Pusher-Bauweise und die Grundkonstruktion bedingen einen hohen Widerstand und benötigen viel Motorleistung, und damit auch leider einen immens hohen Verbrauch, ehöhte Lärmemission, geringere Zuladung und Reichweite. Das Problem ist bekannt, aber statt Lösungen werden von Seiten der Hersteller nur Modifikationen, dafür aber immer höhere Preise angeboten.


    Wenn für einen modernen und gut designten Gyrocopter 170.000.- und jetzt sogar 200.000.- € aufgerufen werden, dann verlässt der Gyrocopter seinen Marktbereich.


    Einge kennen mich noch, ich habe deswegen mich den Flächen-Ul´s zugewandt. Ich war nach meinem SPL-T bereit, bis zu 120.000.- € für einen Gyrocopter auszugeben. Aber meine Forderungen wie bessere Motorisierung, Reisefähigkeit, Zuladung und Reichweite konnte kein Hersteller erfüllen. Und kann es auch heute, zwei Jahre später, nicht. Und für geringen Möglichkeiten bezahlen nur wenige Enthusiasten viel Geld.


    Unser Flieger, den wir gekauft haben ist dagegen bequem, schnell (echte Reisegeschwindigkeit 200-220 km/h) bei einem Verbrauch von 14 ltr, hat eine reale Reichweite von 800 km und für ebenfalls 120.000.- € mit allem ausgerüstet, was für Inlands- und Auslandsreisen erforderlich ist (Funk, ELT, ADS-B-Transponder, redundante Navigation, Glascockpit, Rettungssystem, Kollosionswarnung). Jetzt macht das Reisen und Fliegen Spass, was allein schon daran zu sehen ist, dass wir in den letzten 3 Monaten 130 Std in der Luft waren. Letztes Wochenende sind wir von Rotenburg nach Berlin geflogen, haben die City aus der Luft angesehen, und uns die Umgebung über die vielen Seen erflogen. Nach einer Übernachtung waren die Wetteraussichten für Dresden schlecht, also sind wir kurzentschlossen an die Ostsee geflogen und haben den Tag dort verbracht. Zwei von uns drei Maschinen sind diese 1000km-Strecke ohne Zwischentanken geflogen. Geht das mit einem Gyrocopter? Nein, es geht leider nicht. Und das erklärt bei aller Faszination für mich auch warum die Begeisterung nachlässt und die Portemonnaies geschlossen bleiben.


    Und von der Sicherheit will ich garnicht erst reden. Ich habe noch keine Fläche beim Rollen umfallen sehen.


    Schade drum, ich mochte das Konzept eigentllich.


    Gerd

  • Einen kleinen Nachtrag hätte ich noch:


    Wenn Flugzeuge gewerblich eingesetzt werden sollen, so übersteigt dies die Anforderungen als LuftSPORTgerät.


    Mir wäre nicht wohl bei dem Gedanken, dass ein UL Heli oder UL Tragschrauber oder UL Flugzeug über einer Menschenmenge fliegt und filmt.


    Auch die Anforderungen an den Piloten liegen über denen eines Hobbypiloten.




    Wenn ich mir überlege, dass jeder Hans und Franz (oder selbsternannte Möchtegern) ohne nachgewiesene Qualifikation ein Luftsportgerät entwickeln und zur Zulassung bringen kann,
    welches dann wiederum von einem "Verein" von Mitgliedern validiert wird, welche auch wiederum nicht zwingend über eine entsprechende Qualifikation zur Prüfung verfügen müssen
    oder gar mit dem Hersteller vielleicht in einer (wie auch immer gearteten) Beziehung stehen,
    finde ich es durchaus beruhigend, dass solcherlei Luftsportgeräte nur zum zwecke der Freizeitgestaltung genutzt werden dürfen.


    Zugegeben, ein wenig Schwarzmalerei. Manch ein Hersteller hat aus Fehlern der Vergangenheit gelernt, der Verein sich gebessert und es gibt auch Firmen, die den Tragschrauberbau äußerst professionell betreiben (damit leider bankrott gehen).


    Auch mit zertifizierten Flugzeugen und CPL ausgebildeten Piloten passieren Unfälle. Aber ich denke, dass deren Unfallhäufigkeit nicht grundlos wesentlich geringer ist.