Erfahrung mit Motorbootmotoren

  • Im Rahmen unserer Untersuchung für einen Volksantrieb sind wir kürzlich auf die Motorenpalette von Mercury Aussenbordmotoren gestossen. Warum ? Sie sind federleicht, recht kompakt und sind auf Dauerleistung ausgelegt. Auch das Getriebe würde so in etwa mit der Propellerzahl von ca. 5000 U/min harmonieren. Eine Recherche auf bereits vorhandene Installationen im Tragschrauberbereich hat allerdings keinen Erfolg gebracht. Deswegen ruht jetzt unsere Hoffnung auf diese Anfrage.

  • Wer an einem See oder am Meer stationiert ist, ist hier klar im Vorteil.
    Der Bootsmotor holt sich das Kühlwasser aus diesen Medien und spuckt es wieder aus.
    Die entsprechende Flughöhe ist dann von der Länge der Saug- und Rücklaufschläuche abhängig, was den Vorteil der "federleichten" Außenbordmotoren wieder kompensiert.
    Dazu kommt das zusätzliche Gewicht von Schwimmern.
    Müßte man mal exakt berechnen.


    Kein Vorteil ohne Nachteile.


    LG Konrad

  • Ja, vor allem das Getriebe ist super! Man kann den Schwerpunkt viel tiefer ansetzen, den Schaft gibt es in verschiedenen Längen. Auch die Übersetzung ist genial, bei Halbgas hat man nur mehr ca. 2500 U/min am Propeller. UND der Retourgang verkürzt die Landestrecke ungemein.


    Tiger

  • Ich würde einen Kondensator empfehlen, damit kannst du das erforderliche Kühlwasser direkt aus der Luft extrahieren...
    oder mit einem entsprechend perforiertem Rotor beim Regenflug.
    lg Maurice

  • Ideen-fuenfer:


    Also, wer soviele konstruktive Ideen innerhalb kürzester Zeit erhält, sollte sich schon erkenntlich zeigen.
    Vermutlich ist das Nadelöhr der bislang nicht gefundene technische Zeichner?


    Abhilfe:


    ein einfaches Programm und einen 3-D Drucker anschaffen und los geht`s (Airbus und Boeing machen dies schon länger)


    LG Konrad

  • Was ist mit Reverse Engineering? Nen A380 kaufen, zerlegen und daraus dann wichtige Erkenntnisse ziehen... mit den überschüssigen Teilen, ließe sich, wenn auf Ebay vertickt, der CAD Zeichner bezahlen.

  • Das neue Thema paßt nun nicht zu Didis Anfrage bezüglich Bootsmotoren.


    Dazu noch eine vergessene Anmerkung:


    Der Bootsmotor, sowie ich in kenne, (verzeiht mir , wenn ich falsch liege), entsorgt seine Abgase, ohne Auspuffsystem, über das rückführende Kühlwasser.


    Eine weitere Herausforderung für Didi, damit er nicht Äpfel mit Birnen vergleichen muß.


    Nackte Daten sind das Eine, aber ein Projekt bis zum Ende durchzudenken ist ein bekanntes Problem, das so manchen Phantasten im Eifer des Gefechtes eine ruinöse Niederlage beschert.
    (Gottseidank haben wir trotz monatelanger Berichte nahezu niemand an Bord, für den dies zutrifft)
    Es war mal die Rede von jemanden, der pro Jahr 1000 Einheiten in den Raum gestellt hat, aber seine gedeckelte Tageszeit lieber für Abmahnungstätigkeiten, statt für zumindest ein flugfähiges Gerät zu investieren.


    Eine ArrowCopter-Kopie ist dermaßen lächerlich und dreist.


    Wer sowas in Erwägung zieht, läuft wahrscheinlich auch mit geklonten Rolex-Uhren herum.


    Ganz private und persönliche Einschätzung


    Konrad

  • Wir haben unsere Versuche leider einstellen müssen. Auf unserem Teststand konnten weder die Übersetzung, noch die thermische Belastbarkeit überzeugen. Nach fünf Minuten Dauerleistung war Schluss. Wir geben dem Ansatz keine Chancen mehr und konzentrieren uns nun auf alternative Antriebsformen.

  • Ach Didi


    Du gibst viel zu schnell auf... Alle Energien lassen sich umwandeln und dann nutzen.
    Wenn der Motor zuviel Wärme produziert, dann speichere sie in einem Pufferspeicher und heize nach der Landung damit dein Heim.
    Was die Zuverlässigkeit angeht, mußt du den Verschleiß reduzieren indem du den Motor vergrößerst... also die Abgabe an Leistung pro ccm... aber vielleicht hast du einen anderen Ansatz.
    Halte uns weiterhin auf dem laufenden, den es bleibt spannend.
    Lg Maurice

  • Hallo Didi,


    woran lag es mit der Thermik? Wurden die Anbauten zur Kühlung zu gross und schwer um überhaupt in eine Dauerbetriebsfähige Ausführung zu kommen die dann nicht mehr Gyro tauglich war? War es ein Problem mit der 90 Grad gedrehten Einbaulage (Aubo senkrechte Antriebswelle versus horizontal für Gyro Anwendung)?
    Hast Du schon mal auf die Yamaha Genesis Serie geschaut? Diese wird normalerweise in Snowmobilen verbaut und von Amateurbauern gerne in Gyros und Kleinhubschraubern (Mini 500 MH-1 version) eingesetzt.


    Grüsse
    Stefan