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SixPack

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Friday, July 10th 2015, 8:49pm

Hammergeile gyro tour Tschechien - Allgäu der Gyro Artist Truppe

Ich mach mal das Thema auf und hoffe dass unser Norbert Green Gyro den Bericht und Bilder einstellt
( wenn ich nicht will dass ich was tu , dann leit ich es einem anderen zu )

Eine Woche lang waren wir in Tschechien , Prag , Niederbayern , Oberbayern , Allgäu unterwegs .
Teilnehmer :
Peter
Norbert
Volkmar
Chris
Super Team , Traum Wetter , Traum Plätze , Schöne Tour

Bericht folgt


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Drehzahl ist das halbe Leben!

Green

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Sunday, July 12th 2015, 9:15am

Hi,

eine wirklich schöne Tour! :thumbsup:
Reisebericht kommt in ein paar Tagen, denn er möchte auch geschrieben werden.

Grüße Norbert
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Skaer2 (12.07.2015)

Green

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Monday, July 13th 2015, 11:25pm

Gyro Tour Juli 2015

Auch in diesem Jahr wollten wir wieder eine Tour mit dem Gyro in alt bekannter Form unternehmen. Die 2 Touren durch Frankreich und einer Tour entlang der Ost- und Nordsee waren einfach zu schön, um damit auf zu hören. Ralf hatte den Vorschlag gemacht 1 Woche nach Sardinen zu fliegen. Ein wirklich schönes, aber auch ehrgeiziges Reiseziel für eine Woche. Da mir und einigen anderen von uns, nur ein bestimmtes Zeitfenster für diese Reise zur Verfügung stand und gleich zweimal die Alpen für dieses Reiseziel überquert werden musste, habe ich Abstand von dieser Reise genommen. Die Sorge, den Gyro bei unpassendem Wetter in Italien zu Parken zu müssen, war einfach zu groß. Daher beschlossen Volkmar, Peter, Chris und ich eine nicht so Wetterabhängige Tour zu Planen. (Leider lies Holgers Genesungszustand, der auch immer dabei war, noch keine Teilnahme an der Tour zu.) Heraus kam dabei, dass wir uns im Süden von Deutschland in Mühldorf treffen wollten, eine paar Tage nach Tschechien und etwas in die Alpen wollten. Da Chris für die geplanten Reiseziele die besten Ortskenntnisse von uns besitzt, hat er auch kurzerhand die Planung übernommen.
Hier an dieser Stelle, vielen Dank an Chris für die Ausarbeitung der Tour, sowie das Ausdrucken von gut 100 Seiten Flugplanung, Anflugblätter, Benzinkalkulationen, mögliche Hotels usw. und das für jeden von uns.
Nach einer sehr kurzfristen Verschiebung der geplanten Reisezeit um 3 Wochen, hatten wir nun auch für jeden von uns ein passendes Zeitfenster gefunden. Im Nachhinein eine richtige Entscheidung, den das Wetter hätte bis auf 2 Tage nicht besser sein können.

Für die Reisedokumentation hatte ich diesmal nur eine GoPro mit dabei und deshalb sind die Fotos an den Rändern oftmals verzerrt und nicht die beste Qualität. :(
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Green

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Monday, July 13th 2015, 11:28pm

Freitag 03.07.2015 -1 Tag/Teil 1
Da Volkmar aus Thüringen und ich vom Niederrhein nach Mühldorf anreisen durften, hatten wir vereinbart uns am Freitag, ein Tag vor Beginn der Tour in Bamberg zur treffen, ums tags darauf weiter nach Mühldorf zu fliegen. Peter wollte am Samstag mit dem Auto anreisen. Meine Flugplanung vom Niederrhein über Bamberg nach Mühldorf war schon seit Wochen fertig und ca. 670 Kilometer lang. Am Freitagmorgen stand auch fest, dass ich ca. 10-15 Knoten Gegenwind auf der Strecke haben sollte und die Aufteilung der zu fliegenden Strecke auf 2 Tage war goldrichtig. Bei wolkenlosem Wetter verstaute ich meine Reisetasche auf dem Rücksitz meines MTO-Sport und machte einen gründlichen Check. Einige kleine Verschleißteile, etwas Werkzeug und wie wir in Frankreich festgestellt hatten, eine Flasche Reifenpilot war mit an Bord.
Auf ging es nun zu meiner 4. Gyro-Tour.
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  • 3 Abflug Allendorf-Eder.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:29pm

Freitag 03.07.2015 -1 Tag/Teil 2
Mein erstes Ziel war Allendorf-Eder im Sauerland um zu Tanken. Es ging quer durch das Ruhrgebiet östlich an der Kontrollzone Düsseldorf vorbei, ohne den Flugbetrieb in Essen zu stören. Die max. Höhe liegt hier aufgrund der Kontrollzone Düsseldorf bei 1500 ft. Weiter vorbei an Wuppertal und Lüdenscheid wo auch die großen Waldgebiete des Sauerland beginnen. Weiter über das Rothaargebirge bis nach Allendorf. Allendorf-Eder ist ein sehr moderner Verkehrslandeplatz im Sauerland mit einer 1240 Meter langen Asphaltbahn. Hauptsponsor ist wohl die Viessmann Group, deren Logo an jeder Türe, Prospekt, Tower, Feuerwehrauto, Followme-Fahrzeug und nahezu überall immer wieder auftaucht. Es war nicht viel los, der Türmer sagte ich wäre die Flugbewegung Nr.1 des heutigen Tages. Nach dem Tanken, es gab wie so oft nur Avgas und der Bezahlung der Landegebühr, war ich 130 Euro ärmer. Ein anschließender Start an der Halbbahn war ohne Probleme und Sicherheitseinbußen möglich. Da Bamberg ein PPR-Platz ist und ich Volkmar und mich am Vortag für 16:00 Uhr angemeldet hatte, war es noch ca. 1 Stunde bis zum Weiterflug. Bei 32 Grad im Schatten legte mich auf eine Wiese und döste vor mich hin. Der Start eines kleinen Jets der Viessmann Group unterbrach die idyllische Ruhe im Sauerland. Mittlerweile war es 13:45 Uhr und es konnte weiter auf das 210 KM lange Teilstück nach Bamberg gehen. Erster Wegepunkt war Fulda was ich östlich umflog und weiter über die Wasserkuppe, die Wiege des deutschen Segelfluges. Die Thermik hatte merklich zugelegt und zeigte mir was in ihr steckt und ich wurde ordentlich durchgerüttelt. Erst bei Schweinfurt wurde die Luft etwas ruhiger. Nach gut 2 Stunden landete ich wie angekündigt pünktlich um 16:00 Uhr in Bamberg. Bamberg Info empfing mich freundlich und ich durfte auf einer nagelneuen langen Asphaltbahn landen. Der Türmer wollte gleich nach der Landung mein Lärmzeugnis einsehen, warum auch immer? Volkmar war schon kurz vor mir gelandet. Wir durften die Gyros in einen offenen Hangar stellen und fuhren mit dem Taxi in das von Volkmar gebuchte Center Hotel MainFranken. Es konnte zwar kein Meerblick bieten aber dafür aus manchen Zimmern ein Aeroblick auf die Runnway. Am Abend besuchten wir die wunderschöne Altstadt von Bamberg und probierten das viel umworbene Bamberger Rauchbier. :P
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Monday, July 13th 2015, 11:31pm

Samstag 04.07.2015 -2 Tag/Teil 1
Wir trafen uns um 8:00 Uhr zum Frühstück um anschließend direkt zum Flugplatz zu fahren. Wir mussten dort noch etwas auf den Flugleiter warten der erst um 9:30 Uhr eintraf. Die Gyros standen unversehrt wie am Vorabend abstellt im offenen Hangar. Zum Tanken durften wir über den ganzen Flugplatz zum Neubau des Tower der in 14 Tagen fertig gestellt sein solle rollen. Eine hochmoderne nagelneue Tankstelle mit Avgas, Jet A1 und Mogas. Das letztere leider nur für Vereinsmitglieder. Nach dem Tanken, mal wieder 90 Euro konnte es auf die 260 km lange Etappe gehen. Wir hatten uns überlegt unsere Flugplanung in so weit zu ändern, das wir über Strassham nach Mühldorf fliegen um Holgers nette Angebot von Super Benzin, kalten Getränken und etwas zu Essen an zu nehmen. Also los, bei wiederum bestem Wetter ohne Wolken östlich vorbei der Kontrollzone Nürnberg, über die wunderschöne Stadt Regensburg und Landshut bis Strassham.
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  • 1 Bamberg-Strassham.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:32pm

Samstag 04.07.2015 -2 Tag/Teil 2
Ich flog vorweg und erledigte den Funk, Volkmar war immer an meiner rechten Seite zu sehen. Nach der Kontaktaufnahme mit UL-Strassham, war unverkennbar Holgers Stimme am Funk, der heute Flugleiterdienst hatte. Er gab uns in kompetenter Weise die Landerichtung und ein paar Tipps zum Anflug. Die Freude war groß, denn ich hatte Holger gut 2 Jahre nicht gesehen. Wie versprochen standen Benzin, Getränke und ein Mittagessen bereit. :thumbsup: Nach gut einer Stunde und vielen interessanten Themen zur Fliegerei machten wir uns auf das kurze letzte Teilstück des Tages nach Mühldorf, wo Chris und Peter schon auf uns warteten. Da die Landebahn in Strassham nicht die längste ist, sowie Temperaturen von 33-35 Grad herrschten, die Gyros vollgetankt und beladen sind, rollten wir bis zum letztem Ende der Piste um die volle Startlänge ausnutzen zu können, denn am Ende der Piste 03 kreuzt eine Hochspannungsleitung wo wir drüber müssen. Vorrotieren über das normal Maß heraus und den Gasknüppel auf laut……… Ich hatte mir zuviel Sorgen gemacht, es passte ganz easy. Mühldorf ist ein relativ großer Fliegerclub mit unzähligen Hangars, einer guten Kantine, sowie einer Asphaltbahn für Flugzeuge bis 5,7 Tonnen. Chris hatte uns einen Hangar Platz für unsere Tragschrauber besorgt und nach dem Abstellen konnten wir unser erstes Radler, bzw. Russen genießen. Auch ein Zimmer beim Pauliwirt in Mühldorf war bereits für uns gebucht. Nach dem Check in ging es gleich in den wunderschönen Biergarten vom Pauliwirt. Nach und nach trafen weitere Mitglieder vom Gyrocopterforum ein. Konrad (Skyride) mit Frau und Bruder, Burkhard (Burky) mit Partnerin und natürlich auch Holger, (Schlagschrauber) der sich gleich nach seinem Flugleiterdienst auf dem Weg gemacht hatte und auch beim Pauliwirt nächtigen wollte. Eine gesellige Runde mit vielen interessanten Themen, die sich erst am späten Abend auflöste.
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  • 7 Holger Flugleiterdienst.jpg
  • 8 Abflug in Strassham.jpg
  • 9 Anflug auf Mühldorf.jpg
  • 10 Mühldorf Flugplatzrestaurant.jpg
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  • 12 Pauliwirt.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:34pm

Sonntag 05.07.2015 -3 Tag/Teil 1
Heute sollte es nach Klatovy in Tschechien gehen. Wir trafen uns wiederum um 8:00 Uhr zum Frühstück, wo auch die Flugplanung, Notams und Wetter besprochen wurde. Letzteres war wie schon die Vortage mit erwarteten 35 Grad und wolkenlosem Himmel das einfachste. Am Flugplatz angekommen wurde noch die Gyros getankt, geputzt, bepackt und gescheckt. Heute waren wir mit 3 Gyros unterwegs, 2 Stück aus der Hildesheimer Schmiede und einem Xenon mit Doppelbesetzung (Chris und Peter). Das Gepäck des doppelt besetzten Tragschraubers teilten wir auf die zwei MTO-Sport auf, damit wir im Rahmen des zulässigem Gesamtgewicht unterwegs waren. Holger fuhr noch mit zum Flugplatz und winkte uns zum Abschied. Die Heute zu bewältigende Strecke war nur 170 Km lang und bestand aus 2 Teilstücken. Das erste nach Arnbruck mit ca. 100 Kilometer über dem bayerischen Wald mit seiner schönen Landschaft. Chris und Peter flogen vorweg und wählten die Route so, das trotz der vielen Waldgebiete immer ein passender Notlandeplatz parat stand. Arnbruck ist eine kleiner sehr idyllischer Platz mit einer 10 Meter breiten und 610 Meter langen Asphaltbahn direkt an der Grenze zu Tschechien. Die letzte Möglichkeit Benzin zu tanken nutzen wir und machten uns nach einer Apfelschorle später auf den Weiterflug nach Klatovy. Leider waren Kronrad mit seinem Magni-M24 und Burky, die ebenfalls den bayerischen Wald erkunden wollten nicht wie am Vortag vereinbart vor Ort. Wie sich nachher heraus stellte, hatten wir uns aufgrund eines Missverständnisses verpasst. :(
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  • 1 Abflug in Mühldorf.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:35pm

Sonntag 05.07.2015 -3 Tag/Teil 2
Nun ging es weiter nach Klatovy am Rande des Böhmerwalds. Ein direkter Kurs ist aufgrund mangelnder Notlandeplätze nicht möglich. Wir umflogen die ED-R 139 und gingen bei Vseruby über die Grenze bis Klatovy. Klatovy ist bekannt durch Fallschirmspringen was hier Saisonweise viel stattfindet. Chris meldete sich bei Klatovy Info, bekamen aber keine Antwort. Nach dem Überfliegen des Platzes und dem Festlegen der Landerichtung, gingen wir in bekannter Formation zur Landung. Dies ist für Tschechien eine gängige Praxis, da nur Teilweise und am Wochenende die Türme besetzt sind und auch nicht alle englisch sprechen. Das Flugplatzrestaurant war geöffnet und wir hatten einen Drink bei der Hitze nötig. Die Wirtin kassierte bei der Gelegenheit auch gleich die Landegebühr. Da wir keinen Hallenplatz für unsere Gyros bekamen, deckten wir sie mit unseren Planen ab, da schon einige Hitzegewitter am Horizont zu erkennen waren. Wir bestellten uns ein Taxi und fuhren zu unserem bereits von Chris gebuchten Country Saloon in Klatovy. Ein uriges Steak-House was auch Zimmer zur Übernachtung anbietet. Nach einer Dusche ging es in den Saloon, wo Lifemusik gespielt wurde und die Speisekarte für Steakliebhaber keine Wünsche offen lässt und das Ganze noch zu Preisen die in Deutschland nicht möglich wären. Am späten Abend ging es dann in die einfachen und leider sehr warmen Zimmer die auch mit offenen Fenster nicht abkühlen wollten.
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  • 7 Flugplatzrestaurant Klatovy.JPG
  • 8 Country Saloon in Klatovy.jpg
  • 9 Country Saloon Klatovy.jpg
  • 10 Peter.jpg
  • 11 Peter.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:36pm

Montag 06.07.2015 -4 Tag/Teil 1
Nach einem guten Frühstück, ihr ahnt es schon es war 8:00 Uhr, gingen wir an die Flugplanung und dem Wettercheck. Heute Vormittag waren etwas tiefer liegende Wolken gemeldet. Da Chris einiges an Vorarbeit geleistet hat und unzählige Anflugblätter mit Flugrouten ausgedruckt hatte, war dies schnell erledigt. Es sollte weiter nach Prag Letnany gehen. Der Flugplatz Letnany liegt unter zwei ineinander greifenden Kontrollzonen einmal von Prag Ruzyne International Airport und Prag Kbely einem Militärflughafen. Wir entschieden uns für den Anflug durch die Kontrollzone Kbely vom Pflichtmeldepunkt Romeo, weil wir so noch etwas von Prag aus der Luft zu sehen bekamen. Der freundlich Wirt vom Country Saloon verabschiedete sich mit Handschlag von uns, hatte noch einige Fragen zu unseren Fluggeräten und bestellte uns ein Taxi zum Flugplatz Klatovy. Unsere Gyros standen unversehrt auf dem Vorplatz.
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  • 1 Flug nach Prag.jpg
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  • 5 Flugplatz Kbely.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:38pm

Montag 06.07.2015 -4 Tag/Teil 2
Nach dem Verstauen des Gepäcks ging es los auf die 150 km lange Strecke. Keiner am Funk, also eine Blindmeldung auf Englisch und wir hoben vom etwas buckeligen Grasplatz Richtung Prag ab. Ein wunderschöner Flug mit 2500 ft. Höhe, vorbei an mehreren LK-R dem Flugplatz Pribram, der Moldau bis zum Pflichtmeldepunkt Romeo. Wir flogen wie immer in Formation, Chris und Peter im Xenon mit den Aufgaben Navigation und Funk vorweg, ich als Nr. 2 mit den Aufgaben Fotos knipsen und Filmen, Volkmar als Nr. 3. mit den Aufgaben Landschaftsbeobachtung. Chris meldete sich bei Prag Kbely und meldete unser Vorhaben. Peter flog derweil den Xenon. Dank Transponder wurden wir ohne Probleme mitten über den Militärflugplatz in 2000 ft. MSL Höhe geleitet und am Platz Letnany, der nur gut 800 Meter neben Kbely liegt angemeldet. In der relativ niedrigen Höhe hatten wir einen interessanten Ausblick auf Teile von Prag, sowie die vielen Militärflugzeuge, Hubschrauber und Jets in Kbely. Prag Letnany holte uns auf der 25 R einer recht buckeligen Grasbahn runter. Auch einen Abstellplatz in einer Halle konnten wir bekommen. Als die Tore vom Hangar geöffnet wurden, staunte ich nicht schlecht etliche Cirrus SR22 und weitere teure Spielzeuge standen in der Halle. 8o Nach der Bezahlung der Landung und des Hangar von 100 Euro für 3 Gyros, man merkt, wir sind in einer Großstadt, ging es mit dem Taxi in unser schönes Uniquehotel Archibald direkt an der Karlsbrücke und der Moldau, was wir am Vortag gebucht hatten.
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  • 7 Flugplatz Kbely.jpg
  • 8 Flugplatz Kbely.jpg
  • 9 Uniquehotel Archibald .JPG
  • 10 Flugplatzgebühren.JPG
  • 11 Prag Karlsbrücke.jpg
  • 12 Prag.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:39pm

Montag 06.07.2015 -4 Tag/Teil 3
Da es erst 13:00 Uhr war, standen noch nicht alle Zimmer zur Verfügung. Also gab es noch eben ein erfrischendes Radler an einem kleinen Restaurant direkt an der Moldau. Eine Dusche später gingen wir bei schönstem Prager Wetter in die Stadt und überquerten die Karlsbrücke und durchschlenderten viele kleine Gassen und fuhren mit einem kleinen Dampfer über die Moldau. Am Ende des Tages besuchten wir ein Top Restaurant im Kampa Garden, ein Tipp von Chris der es wirklich wert war. Unser erstklassiges Essen mit Aperitif, Vorspeise, Hauptgericht und Dessert, sowie Wein und etliche andere Getränke, schlugen lediglich mit 120 Euro für 4 Personen zu Buche. Nach dem Essen schlenderten wir noch etwas durch den Park und der Moldau entlang. Heute hatten wir mal ein Zimmer mit Klimaanlage, was eine angenehme Nacht versprechen sollte. Ein wirklich gelungener Tag. :)
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  • 13 Prag Glockenspiel.jpg
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  • 15 Bootsfahrt auf der Moldau.JPG
  • 16 Prag.JPG
  • 17 Prag.JPG
  • 18 Moldau bei Prag.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:42pm

Dienstag 07.07.2015 -5 Tag
Eigentlich wollten wir 2 Tage in Prag verbringen, aber das Wetter des morgigen Tages sollte bis 15 Uhr Regen bringen und wir beschlossen heute schon nach Mühldorf zurück zu fliegen, um nicht noch einen oder zwei Tage mit Regen in Prag zu verbringen, den wir hatten ja noch mehr vor. Frühstück um achte und mit dem Taxi zum hermetisch abgeriegelten Flugplatz Letnany. Nach dem wir jemanden gefunden hatten der uns den Hangar öffnet mussten noch 5 Maschinen herausgeholt werden, damit wir an unsere Gyros kamen. Dies wurde vom überaus freundlichen Flugplatzpersonal sofort erledigt. Als nächstes mussten wir wiederum jemanden finden, der für das Tanken zuständig war. Nicht nur das Übernachten und Essen ist in Prag günstig, nein auch Avgas ist für 1,60 Euro pro Liter zu haben. Heute hatten wir einige Kilometer zu fliegen. Nach dem Anruf an einigen Plätzen war klar, dass wir wieder zurück nach Klatovy mussten, da alle anderen möglichen Plätze kein Sprit zum Tanken hatten, kein Personal vor Ort war, oder die Flugplatztankstelle erst wieder Nachschub bekommen musste. Von Klatovy wollten wir wieder direkt nach Mühldorf fliegen. Aber manchmal kommt alles anders als erwartet. Heute hatte die Hitze ihren Höhepunkt erreicht. Am Boden war es schon 33 Grad am Vormittag.Diesmal regelte Peter den Funk und Chris flog den Xenon. Wir wurden von Prag Letnany auf die 05 R zum Start verwiesen, um von dort aus zum Pflichtmeldepunkt Mike raus aus der Kontrollzone zu fliegen, sowie gleich wieder rein, quer durch die Kontrollzone zum Pflichtmeldepunkt Uniform. Warum auch immer, wir folgten den Anweisungen. Die Flugstrecke nach Klatovy war ähnlich wie beim Hinflug, nur die Temperaturen waren Höher. Mein Thermometer zeigte 27 Grad in 3000 ft., das hatte ich bisher auch noch nicht erlebt. Aber in kurzer Hose und T-Shirt war es recht angenehm. Lediglich die Performance unserer Tragschrauber merkte man die Wärme an. In Klatovy war wieder keiner am Funk, aber das kannten wir ja schon. Nach der Landung gab es sofort eine kühle Apfelschorle und eine kleine Stärkung aus der Küche von der netten Wirtin im Flugplatzrestaurant, die auch den Tankwart anrief, damit wir weiter konnten. Chris und Peter kümmerten sich noch um eine Übernachtungsmöglichkeit in Mühldorf, was sich als schwierig heraus stellte. Entweder waren alle Hotels ausgebucht, oder man wollte keine 4 Einzelzimmer für eine Nacht hergeben. Wir erweiterten unseren Aktionsradius und wurden dann im oberbayerischen Sankt-Erasmus im Hotel Trasen fündig, das gut 15-20 Kilometer von Mühldorf entfernt ist. Wir änderten insofern unseren Flugroute, das wir nochmals in Straubing zwischen landen und Tanken wollten, damit wir bei der Hitze unsere Tanks in Klatovy nur halb füllen müssen. Nach 20 Minuten war der Herr der Tankstelle vor Ort und es ging weiter über den Böhmerwald nach Straubing. Nach dem Start auf der Graspiste quälten sich die Gyros in die Höhe, aber bei 2000 ft. war beim 2 Mann besetztem Xenon Schluss. Auch ein paar große Kreise entlocktem ihm nicht mehr als 2000 Füße. Da wir rund 3500 ft. benötigten, um sicher über den Böhmerwald zu gelangen, entschließen wir uns zurück nach Klatovy zu fliegen. Keiner am Funk und landen. Als erstes sagten wir die gebuchten Hotelzimmer wieder ab, der Hotelmanager nahm’s mit Fassung. Nach einigen Überlegungen in die eine oder andere Richtung, tauschten wir Peter gegen das Gepäck von Volkmar, oder besser gesagt das Gepäck von Volkmar gegen Peter, in der Hoffnung wir könnten es so schaffen. Denn der Peter sollte ja auch mal wissen, wie schön es sein kann, bei diesem Wetter im offenen Gyro zu fliegen. Also wieder den Tankwart geordert, was uns ein wenig peinlich war um 15 Liter pro Gyro nach zu Tanken. Start Nr. 2 verlief reibungslos und nun in dieser Konstellation schafften wir auch die benötigten 3500 Füße. In Straubing einem großen Verkehrslandeplatz mit 1400 Meter Asphaltbahn war Eile angesagt, denn in Mühldorf wird der Platz bald geschlossen. Also wurde in Windeseile Avgas getankt und wieder beim Hotel Trasen angerufen ober die Zimmer noch zu haben wären. Der Hotelmanager war sichtlich erfreut und das was die Gyros bei dem Wetter hergaben, ging es Richtung Mühldorf. In die Platzrunde flogen wir mit einer stylischen Kurve und der Anflug erfolgte mal mit 160 Km/h. Zum Glück hatten wir in Mühldorf wieder einen Hangar zum Unterstellen. Es war schon früher Abend als wir im Hotel ankamen. Nach einer Dusche wollten wir mal wieder die bayerische Biergartenkultur testen. Da wir alle ein Bier trinken wollten, bestellten wir uns ein Taxi Richtung Mühldorf, wo Chris einen richtig guten urigen Biergarten kennt. Leider mussten wir beim Eintreffen feststellen, dass dieser geschlossen hat. Aber so ein richtig guter bayerischer Taxifahrer hat immer Plan B parat und empfiehl uns einen anderen guten Biergarten in nur 5 Km Entfernung. Aber auch hier durften wir feststellen, dass dieser geschlossen hat. Nun kam der überaus nette Taxifahrer auf Plan C mit wiederum einigen Kilometern bis zum Eintreffen. Hier hatten wir Glück und durften bis in die Nacht die gute alte bayerische Biergartenkultur bei gutem Essen und Trinken kennen lernen. Über die Taxirechnung schweige ich hier lieber. ;)
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  • 1 Tanken Letnany.jpg
  • 2 Hangar Letnany.JPG
  • 3 Hangar Letnany.JPG
  • 4 Flug nach Klatovy.jpg
  • 5 Mittagspause Klatovy.JPG
  • 6 Böhmerwald voraus.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:44pm

Mittwoch 08.07.2015 -6 Tag/Teil 1
Wie erwartet regnete es etwas und Volkmar war sichtlich erfreut das wir uns heute erst um 9 Uhr zum Frühstück trafen. Eigentlich wollten wir heute von Mühldorf ein 190 Kilometer langes Teilstück nach Kempten-Durach fliegen. Nach gründlichem Wettercheck sollte dies ab ca. 15:00 Uhr voraussichtlich möglich sein. Wir hatten also Zeit und machten uns auf zum Flugplatz Mühldorf, wo wir uns erst mal ins Flugplatzrestaurant setzten um ein paar Kaffee zu trinken. Peter verlässt uns hier leider, weil er noch etwas in privater Natur erledigen muss. Die 881 Kilometer von Mühldorf in seine Heimat wollen auch erst mal gehfahren werden. Als der Regen etwas nachließ, putzen wir die Tragschrauber und hatten Zeit für einen gründlichen Check und dem Tanken von Mogas. Da das Wetter wie versprochen immer weiter aufklarte, brauchten wir noch eine Bleibe in Kempten, was sich wiederum als schwierig heraus stellte. Nach dem Besuch diverser Internetportale und 3-4 Telefonaten, wurden wir im smartMotel Kempten fündig. Es liegt zwar nicht in der City, aber dafür ist es relativ preisgünstig. Gegen 15:00 Uhr war es nun soweit, dass wir es wagen konnten nach Kempten zu fliegen. Die geplante Strecke sollte uns südlich der Kontrollzone München, vorbei an Ebersberg, Brunnthal, dem Stanberger See und dem Ammersee, an Markt-Oberdorf, bis nach Kempten-Durach führen. Kurz nach dem Start mussten wir feststellen, dass die Wolkenuntergrenze uns nur knapp 1000 ft. nach unten ließ. Also wurden noch etliche kleine Waldgebiete umflogen damit der Flug safe verläuft. Dank des Seiten- und Rückenwind waren wir nach 1 Stunde und 40 Minuten vor Kempten. Da Chris Kempten-Durach schon öfter angeflogen ist, hat er auch das Kommando und den Funk übernommen.
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  • 1 Flugplatzrestaurant Mühldorf.JPG
  • 2 Start in Mühldorf.jpg
  • 3 Flug nach Kempten.jpg
  • 4 Flug nach Kempten.jpg
  • 5 Flug nach Kempten.jpg
  • 6.jpg
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Monday, July 13th 2015, 11:48pm

Mittwoch 08.07.2015 -6 Tag/Teil 2
Manche haben sich vielleicht über die Überschrift des zweiten Teils dieses Thread gewundert, „Allgäu der Gyro Artist Truppe“ aber hier kommt die Aufklärung. :thumbup: Da Kempten-Durach eine nicht rechtwinkelige Kreuzbahn als Rasenpiste in einer großen Rasenfläche besitzt, sowie die Sichtverhältnisse des Tages nicht die besten waren und sein Anflugblatt etwas verrutscht war, meldete Chris irrtümlich einen Gegenanflug 25 obwohl wir uns eigentlich im Queranflug befanden, der anschließende von uns vermeintliche Queranflug, war dann doch schon der Endanflug. Im ersten Drittel des Endanflug merkte Chris wohl den Irrtum und ich sah die enormen sinkraten eines Xenon live vor Augen. Die schätzungsweise 600-800 ft. Höhe über Grund war im nu zur Nichte gemacht. Ein Stucka Sturzkampfflugzeug hätte es wohl kaum besser hin bekommen. Ich als Nummer 2 hatte die Wahl durch zu starten, oder in einen Slip zu gehen. Nach einem kurzen Rechts- und Linksschwenk, entschied ich mich für das letztere und ging mit ganz reduzierter Motordrehzahl in einen kontrollierten Slip. Anhand der nun erreichten Gleitbahn konnte ich gut abschätzen dass es passen würde. Volkmar die Nummer 3 im Bunde löste es ganz elegant und legte im halben Endanflug noch einen Three Sixty ein, um Höhe ab zu bauen. Letztendlich landeten wir alle sicher auf der Piste 25. Das erste, was wir nun von der freundlichen Türmerinn im Funk zu hören bekamen war ein: „Herzlich Willkommen in Kempten-Durach“. Ich glaube den Rest hat sie sich verkniffen. Einen Hallenplatz konnten wir auf dem höchsten Verkehrslandeplatz in Deutschland leider nicht ergattern. Also deckten wir unsere Gyros ab und haben uns im Flugplatzrestaurant einen Russen und Radler gegönnt. Anschließend fuhren wir mit einem Taxi ins Hotel, um uns eine Stunde später für die Kemptener Altstadt zu treffen. Diese Strecke gingen wir mal zu Fuß oder wie Chris zu sagen pflegt wir machen Sky- Walking. In der Altstadt angekommen befragten wir unser Telefon nach einem guten Restaurant, was diese Aufgabe vorzüglich gemeistert hat. Der vom Telefon vorgeschlagene Italiener war wirklich spitze.
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  • 7 Stanberger See.jpg
  • 12 Abendessen beim Italiener.JPG
  • 8 Flugplatz Kempten-Durach.JPG
  • 9 Herzlich Willkommen.JPG
  • 10 Russe und Radler.jpg
  • 11 Kempten.JPG
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Monday, July 13th 2015, 11:49pm

Donnerstag 09.07.2015 -7 Tag/Teil 1
Am heutigen Tage wollten wir 2 lokale Flüge in den nahe liegenden Alpen durchführen. Ich hatte sie schon daheim genauestens geplant. Der erste Rundflug sollte uns zum Nebelhorn bringen. Wir tankten unsere Tragschrauber und genossen dabei das herrliche Bergpanorama und das Wetterbriefing für Piloten am Flugplatz (siehe Foto). Die Temperaturen waren schon merklich kühler als die Vortage. Leider machte der Berg seinem Namen alle Ehre und er steckte zwar nicht im Nebel, aber in den Wolken, deren Basis wohl bei ca. 5000 ft. lag. Da an diesem Morgen auch noch ein strammer Wind herrschte, wurden wir schon an den kleineren Bergen ganz schön durchgerüttelt, so dass wir nur die angrenzenden Bergketten in 5000-5500 ft. bei nur 6 Grad umflogen und uns nach ca. 1 Stunde wieder im Anflug auf Kempten befanden. Diesmal sollte der Anflug klappen. Die Sicht war besser und wir hatten gelernt. Vorschriftsmäßig flogen wir die Platzrunde auf die Piste 25. Bei der Landung von Chris hörten wir im Funk, bitte sofort die Bahn frei machen, das Gleiche folgte nach meiner Landung. Dem Türmer war wohl noch der Zauber vom Vortag im Kopf.
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Monday, July 13th 2015, 11:50pm

Donnerstag 09.07.2015 -7 Tag/Teil 2
Jetzt hatten wir etwas Zeit bevor wir den zweiten Lokalen Flug am Nachmittag, der uns eigentlich zum Schloss Neuschwanstein und an die Zugspitze bringen sollte starten wollten. Laut Wetterbericht versprach dieser eine höhere Wolkendecke und weniger Wind. Also zurück in das gute Flugplatzrestaurant für einen Kaffee und Apfelschorle, sowie einer Kleinigkeit zu Stärkung der Nerven und des Magen. Am Nachmittag war die Wolkendecke zwar höher als am Vormittag und ab und zu schaute die Sonne heraus, aber für einen Flug zur Zugspitze reichte es bei weitem nicht. Es ging wieder zur Piste 25 und wir flogen über den Rottachsee, den Grüntensee, schauten uns das Schloss Neuschwanstein an und weiter durch einige Täler zum Weißensee bei Füssen, dem Alatsee, Foggensee, sowie dem Bannwaldsee. Es könnten auch noch mehr Seen gewesen sein, aber ich bekomme sie bei der Vielzahl nicht mehr alle zusammen. Nach etwas über einer Stunde befanden wir uns wieder im Anflug auf Piste 25 von Kempten-Durach. Als Chris den Endanflug meldete, kam vom Türmer: „Ihr könnt ruhig höher Anfliegen, das kennt ihr ja schon“. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und so geschah es auch. Man sieht, auch wenn Leute den ganzen Tag in einem Tower sitzen, verlieren sie nicht ihren Humor. Wir tankten die Gyros ein zweites Mal, den Morgen hieß es für Volkmar und Chris zeitig die Heimreise an zu treten. Ich hatte noch geschäftlich am Tegernsee zu tun und blieb eine Tag länger. Auf dem Rückweg fuhren wir mit dem Taxi zu einer Autovermietung nach Kempten und holten den von meinem Büro gemieteten PKW ab. Wir bekamen einen schicken Audi A4 Kombi mit dem wir den Rest der Strecke zum Hotel zurücklegten. Am Abend gingen wir noch gemeinsam zu Carlos Grill was direkt neben dem Hotel lag. Erst beim Studieren der Speisekarte merkten wir, das es mehr ist als nur ein Grill sondern ein gutes Restaurant mit vielen Besonderheiten und Leckerbissen.
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Monday, July 13th 2015, 11:51pm

Freitag-Samstag 10-11.07.2015 -8/9 Tag/Teil 1
Wir waren zeitig beim Frühstück und das Wetter versprach den ganzen Tag Sonne pur.
Ich brachte Volkmar und Chris mit dem Mietwagen zum Flugplatz und wir mussten Abschied nehmen. Volkmar hatte gut 420 Km bis in seine Heimat Thüringen mit leichtem Gegenwind vor sich und Chris ca. 170 Km nach Mühldorf. Für mich ging es heute zum Tegernsee. Am Abend brachte ich den Mietwagen zurück und ging nochmals zu Carlos Grill, da es mir am Vorabend sehr gut gefallen hat. Am nächsten Morgen hieß es auch für mich Abschied vom Allgäu zu nehmen. Ich beeilte mich mit dem Frühstück, schaute nochmal in die Wettervorhersage, die für ganz Deutschland nur Sonne meldete. Der Wind sollte von der Seite oder leicht von hinten kommen, was ich für meine 590 Kilometer auch für richtig hielt, denn ich hatte ja schon auf dem Hinflug einen strammen Gegenwind. Um 8:30 Uhr war ich auf dem Flugplatz und ein reges Treiben kündigte jetzt schon das heutige Flugplatzfest an. Es waren schon einige Fallschirmspringer in der Luft und ich musste mit dem Start warten bis sie am Boden waren. Mittlerweile hatten sich 9 Maschinen für den Abflug gesammelt. Ich war Nr. 4 und es dauerte dank koordinierten Funk nur 2 Minuten und ich war in der Luft für mein erstes Teilstück von 270 Kilometer bis nach Bad-Dürkheim. Wie enttäuscht war ich, als ich merkte es war wieder mal Gegenwind und nicht wie angekündigt von der Seite oder Rückenwind. Also wieder mal den Gashebel nach vorne, damit ich heute auch noch ankomme. Mit einer Airspeed von ca. 150 Km/h schaffte ich immerhin 110 Km/h Ground. Es ging vorbei an Leutkirch wo auch heute Fallschirmspringen laut Notam stattfinden sollte. Ich umflog den Platz großzügig und es ging weiter vorbei an Mengen, der Kontrollzone Stuttgart, über Pforzheim bis nach Bad Dürkheim. Den Flugplatz Bad-Dürkheim kannte ich schon von den Frankreich Touren aus den Vorjahren und gönnte mir dort eine Apfelschorle und tankte den Gyro.
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Monday, July 13th 2015, 11:52pm

Freitag-Samstag 10-11.07.2015 -8/9 Tag/Teil 2
Ich verabredete mich noch mit meinem Freund Helmut der aus Goch meiner Heimatbase mit seinem AC-20 zu meinem nächsten Tankstopp in Bad Neuenahr-Ahrweiler kommen wollte, um mit mir anschließend das letzte Teilstück gemeinsam nach Hause zu fliegen. Wenn wir gemeinsam losfliegen, sollten wir in etwa zur gleichen Zeit in Bad Neuenahr-Ahrweiler eintreffen, da die Flugstrecken ungefähr gleichlang sind. Gesagt, getan es ging durch das Rheintal bei Bingen-Rüdesheim, vorbei an Koblenz und Mending nach Bad Neuenahr-Ahrweiler, dort wurde mir eine Bahnrichtung mitgeteilt die eigentlich Rückenwind versprach. Ich vergewisserte mich noch mal ob die angegebene Landrichtung richtig sei. Die Antwort war ein eindeutiges „Ja“.
Ich setzte mit gut 60-70 Km/h auf, denn der Rückenwind war schon richtig. Als ich mir den Windsack vom Boden aus anschaute, war dieser mit 3-4 Umdrehungen um den Mast geschlungen und konnte auch nichts gescheites anzeigen. Es dauerte noch 5 Minuten bis ich das dunkle Brummen des Arrowcopter hörte. Helmut bekam dann die richtige Landrichtung angesagt. Wir tankten beide die Tragschrauber auf und erzählten uns die Neuigkeiten, bis es auf das letzte Teilstück nach Goch mit einer Länge von ca. 150 Kilometer gehen sollte. Es ging über Weilerswist einem schönen UL-Platz, durch die Kontrollzone Nörvenich, über den Braunkohletagebau Garzweiler westlich vorbei der Kontrollzone Mönchengladbach und als letztes noch die Kontrollzone Niederrhein bis nach Goch.
Vielen Dank Helmut, du warst der krönende Abschluss einer wunderschönen Reise mit dem Tragschrauber.

Mensch was soll ich jetzt noch schreiben? Es hat mal wieder so richtig Spaß gemacht, mit so netten und lustigen, ans Herz gewachsene Freunde durch die Welt zu fliegen und es ist schade, dass es wieder vorbei ist.
Ich kann jedem nur empfehlen dies auch mal zu unternehmen, es stärkt das fliegerische Selbstbewusstsein und es bringt eine Menge an Erfahrung. So jetzt kann ich nur noch hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder Zeit finden gemeinsam eine Tour zu fliegen. Im Gespräch war bereits Schweden oder Kroatien. Ich wäre gerne wieder dabei. ;)
Ich hoffe es ist euch beim Lesen nicht langweilig geworden.

Liebe Grüße Norbert
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Tuesday, July 14th 2015, 5:39am

Nein, Norbert! Das Lesen ist nicht langweilig geworden! Ich finde sogar, es hat sich rentiert, dafür um 4:30 Uhr aufzustehen!

Siedend heiss ist mir eingefallen, dass ich deine SMS über die erfolgreiche Heimkehr bekommen, aber - mir fällt jetzt keine glaubwürdige Ausrede ein - nicht darauf reagiert habe. :embarrassed: Oder hatte es mir den Chris in Wasentegernbach gesagt?

Wenn man - so wie wir - schon so viele Kilometer gemeinsam geflogen ist, kann man deinen Bericht lesen, und zusätzlich nach all unseren gemeinsamen Erfahrungen und Erlebnissen - zwischen den Zeilen lesend - auch den Rest ergänzen, so dass sich ein sehr vollständiges Bild der Reise ergibt und ich mit der bedauerlichen Tatsache, dass mein linkes Bein noch nicht ganz seitenrudertauglich ist und ich deshalb passen musste, besser zurecht komme. Ein herzliches Danke für Bericht und Bilder!


Euer Besuch in Strassham und auch der Überflug von Chris und Peter im Xenon haben mich sehr gefreut, wart ihr doch in Summe etwa 50% der Flugbewegungen an diesem rekordverdächtigen Hitzetag. Und der Abend beim Pauliwirt im Biergarten hat mich an manchen Abend in Frankreich erinnert (bis auf die fehlende Gänseleberpastete!).

Schweden und Kroatien klingen beide sehr interessant, Kroatien klingt mir vertrauter, lag es doch lange Jahre, als ich noch in der Steiermark lebte, "vor meiner Haustür". Eventuell wäre auch eine Alpenumfliegung auf dem Hin.- oder Rückflug über LHFM/Ungarn eine gute Idee, allerdings sollten wir in einem solchen Fall mehr als 7 Tage veranschlagen, schon wegen des Schlechtwetter-Puffers. Da noch > 10 Monate Zeit bleiben, mache ich mir mal so unverbindlich Gedanken. Wer propagierte denn Schweden?

Ich freue mich, dass auch diese Reise wieder gut geklappt hat ("Sind wir wieder gut miteinander?" "Von mir aus ... aber der Hass bleibt!") und bitte euch, mich trotz zweier Absagen auf dem Gyrocopter-Reise-Mailverteiler zu behalten.


Ich kann mich deinem Rat nur anschließen: auch wenn der Gyrocopter nicht die ideale Fernreise-Flugmaschine ist, macht das Erkunden der Ferne, die Erweiterung des Erfahrungshorizontes, das Kennenlernen kleinerer und oft feinerer Flugfelder und das Zusammensein mit einer verschworenen Gemeinschaft (Nein, Richard: eine verschworene Gemeinschaft ist keine kriminelle Vereinigung!) enorm viel Spaß! Und - gründliche Vorbereitung und immer ein Plan "B" im Gepäck vorausgesetzt - bleibt auch nicht die Sicherheit auf der Strecke!

Servus, euer Holger


P.S.: ich finde es sehr großzügig von dir, Cabanossi, Bananen und grünen Wackelpudding mit O-Saft-Schorle als Mittagessen durchgehen zu lassen, aber der alte Löwe unter dem heißen Blechdach war bei 37° C im Schatten zu mehr Kulinarik einfach nicht in der Lage. Solltet ihr mal etwas länger in München verweilen, mache ich es wieder gut!

"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest


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