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Gucky

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1

Sunday, February 25th 2018, 8:07pm

Sprachlos, einfach sprachlos

Hallo Freunde,

vor Kurzem bin ich bei einer Flugvorbereitung zu Deutschlands größtem reinen UL Flugplatz über folgende Einschränkung gestolpert:


"Tragschraubern gestatten wir pro Tag eine Landung (+ Wiederstart)"



Daraufhin ergab sich folgender Mailverkehr:

------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
Hallo Frank,

ich habe gerade sehr enttäuscht feststellen dürfen, dass ihr Tragschraubern nur 1 Landung täglich gestattet.

Gibt es dafür einen wirklich plausiblen Grund?

LG

Guido
---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Hallo Guido,



der Grund ist pure Gastfreundschaft. J



Früher waren Tragschrauber bei uns nicht willkommen.

Unsere Genehmigung gibt das nicht wirklich her.



Da wir aber im Zweifel bei einem Anruf einer D-Mxxx

schon Landeinformationen per Funk geben, weil der

Flugleiter das Muster nicht erkennt, haben wir beschlossen

generell eine Landung und einen Wiederstart bis auf

Weiteres zu gestatten.



Solltest Du noch Fragen haben, so rufe mich gerne an.





Mit freundlichen Fliegergrüßen aus Erkelenz

Ultraleichtfluggemeinschaft Erkelenz e.V.





Frank Rucman

1. Vorsitzender

--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Tja, ehrlich gesagt war ich ziemlich baff .......

Ich finde es einfach nur schade.

Was meint ihr?

Ein trauriger

Guido

skyride

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2

Monday, February 26th 2018, 12:16am

Wenn ein Platz meine Landegebühr nicht braucht und ich nicht nicht willkommen bin, ziehe ich meine Konsequenzen.
Da fliege ich auch mit der Fläche nicht mehr hin!
Es steht ja auch noch ein Verzehr und/oder eine Tankfüllung im Raum.

"Wer nicht will, der hat schon"

LG Konrad

Schlagschrauber

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3

Monday, February 26th 2018, 7:20am

Bleibt mal am Teppich! :think:

Ohne jetzt die genauen Hintergründe zweifelsfrei zu kennen: aber wenn die Platzgenehmigung in diesem Punkt schwammig ist, der Platzhalter womöglich Diskussionen mit Anrainern aus dem Wege gehen will bzw. Zugeständnisse machen muss, oder ähnliche administrative Hürden zu nehmen sind, ist diese "Einmal pro Tag"-Regelung (in anderem Zusammenhang spricht man da von "technischer Landung") doch ein begrüßenswerter Kompromiss und allemal besser als ein generelles Tragschrauber-Landeverbot oder eine schikanöse Landegebührengestaltung. Ich kenne da viel traurigere Beispiele ...

Letztendlich werden am Platz beheimatete Tragschrauber, gelegentliche Lokalflugangebote und Schulungsflüge vermieden, oft ein Stein des Anstoßes an Sonn- und Feiertagen.
Wenn ich in meine Flugbücher blicke, finde ich als 100%iger Amateur die Kombination: "a) Flug zu einem anderen Flugplatz, b) dort lokale Rundflüge, c) Weiter- oder Heimflug" nur im Zusammenhang mit Flugtagen, an denen sowieso Ausnahmen oder andere Regelungen gelten oder die ziemlich sicher nicht an solchen Plätzen stattfinden werden. Fast immer will ich von A nach C und muss in B tanken, Pause machen, essen oder/und Kaffee trinken und lulu. :pardon:

Natürlich bedauere ich auch jeden Verlust an Freiheit in der Luft, aber ich erkenne auch die Notwendigkeit von Kompromissen und dies scheint mir ein akzeptabler zu sein.
Lasst uns lieber einen Beitrag zum Abbau von negativen Vorurteilen gegen Gyrocopter leisten.

Servus und schöne Woche, Holger
"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

skyride

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4

Monday, February 26th 2018, 7:05pm

" Einen Beitrag zum Abbau von negativen Vorurteilen gegen Gyrocopter leisten" ist ein wünschenwertes Vorhaben!........dies sollte aber nicht das Pflichtenheft der ohnehin schon genug strapazierten Eigner und Liebhaber von Gyrocoptern sein (Versicherungsprämien, überhöhte Landegebühren, Landungs-und Start-Einschränkung....)

Wir, die Käufer dieser einzigartigen Fluggeräte, haben einen hohen Preis beim Hersteller entrichtet und dieser sollte einen Teil seines Erlöses in das Thema abzweigen, nicht WIR in unserem geliebten Forum!

Anbei noch eine Begebenheit:
Es gab einen Platz, unweit von EDMS (Niederbayern), der heute nicht mehr existent ist.
Er war beliebt wegen der hervorragenden Mittagsküche.
Flieger und Nichtflieger füllten das Lokal vollkommen.
Auch für mich war es zu dieser Zeit ein beliebter Höhepunkt eines Sonntagausfluges.
Da ich mich regelmäßig in diesem schönen Bereich (Donau/Bayerischer Wald/Gäuboden.....)bewege, möchte dort für ein Mittagessen einen Stop mit dem Tragschrauber einlegen.
Ich melde Anflug, Gegenanflug mit meiner Kennung und Flugzeugtyp....:
"Turm: "Was wollen Sie?" (Genauso, zitiere wörtlich!)
Ich: "Landen und ein Mittagsmenü einnehmen....."
Turm: "keine Tragschauber!"
Ich: "Verstanden"..........(drehte ab, war sprachlos und ging am Funk logischerweise keine Diskussion ein)
Neugierigerweise umflog ich den Platz mehrmals mit größerem Abstand und sah einen bekannten örtlichen Unternehmer mit einem
4-Sitzer Großhubschrauber landen und starten.......
Der Platzeigner war/ist Helicopterpilot.
Die Geräuschemission eines Helikopters ist bekanntlich ein Mehrfaches eines Tragschraubers.

Mittlerweile ist der Platz geschloßen, aus welchen Gründen auch immer?

Was sollen wir als Eigner/Benutzer eines fantastischen Fluggerätes gegen die Vorurteile unternehmen?
Ich für meinen Teil sorge für einen möglichst geräuschlosen Anflug unter penibelster Einhaltung der Platzrunde (mein Navi zeigt dies bestens) und ebenso beim Abflug. So leise und unauffällig wie möglich, je nach Bahnlänge und Temperatur.
Den vorhandenen Turbo brauche ich hier nicht (mehr Drehzahl,mehr Geräusch), weil die Bahn mehr als ausreichend lang ist.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist eine private Erkenntnis:
Wenn man vor Jahren ,wo auch immer ich mit dem Tragschrauber landete (ich spreche hier über einen Zeitraum von 10 Jahren), versammelten sich sofort Menschen und man gab freundlicherweis bereitwillig Auskunft über das ungewöhnliche Fluggerät (bevor man einen Kaffee genießen konnte).
Heute stelle ich dies nicht mehr fest, was einerseits den Besitzer entlastet, andrerseits zu Denken gibt.
Der Tragschrauber ist zwar etabliert, übt aber keine spürbare Faszination mehr aus, wird geduldet für eine "eingeschworene Minderheitsgruppe".
Dies sieht man deutlich an den Zulassungszahlen.
Persönliches Facit: Die Bedienung eines Flächenflugzeuges ist womöglich einfacher zu erlernen, als die perfekte Beherrschung eines Tragschraubers. Wer jedoch das Tragschrauberfliegen sicher erlernt und sich die komplexe Technik verinnerlicht, ist davon begeistert.
Dieser anspruchsvollere Werdegang bis zum Scheinerhalt (und danach) könnte auch ein Hemmnis für die weitere Akzeptanz sein?
Wir sind mit unserer persönlichen Begeisterung/Liebe auf dem Wege zu einer geduldeten Minderheit ohne Perspektive?

Möge sich eine rege Diskusion ergeben oder nicht,

LG Konrad





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Gucky (26.02.2018)

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Tuesday, February 27th 2018, 11:01am

Wie immer im Leben gibt es natürlich auch eine zweite Seite, die es sich lohnt zu betrachten -- nämlich die Disziplin bei der Einhaltung der gesetztlichen Bestimmungen unter den Tragschrauberpiloten.

Sehr oft konnte ich beobachten, dass tiefer als erlaubt geflogen wurde, oft um einem Passagier eine schöne Fotogelegenheit zu bieten, oft auch nur, um "Motorrad" in der Luft zu spielen. Flächenflugzeuge verletzten, meiner Beobachtung nach, diese Regel nur viel seltener. Scheinbar ist da der Respekt vor einem Strömungsabriss oder einer ungeplanten Außenlandung zu groß. Diese Sicherheitshürde ist bei Tragschrauberpiloten viel tiefer, die Bereitschaft langsam und tief zu fliegen ist viel höher.

Manchmal scheint mir der "Respekt" vor anderen Luftfahrtteilnehmern zu fehlen. Oft beobachtet in der Platzrunde, wo Tragschrauberpiloten sehr oft abkürzen und "Kamikaze-Anflüge" machen (wobei diese sehr wohl sicher sein mögen aus Sicht des Tragschrauberpiloten, aber dennoch von der vorgeschriebenen Norm sehr abweichen).

Klarerweise fliegt die Mehrheit der Tragschrauberpiloten sehr rücksichtsvoll und respektiert auch die Luftfahrtsgesetze. Allerdings ist meiner Erfahrung nach der Anteil jener, die das nicht tun, unter uns Tragschrauberpiloten höher als unter den 3-Achsern.

-- Chris.

Groucho

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6

Tuesday, February 27th 2018, 5:20pm

Manchmal fühlen sich die Flächenpiloten einfach nur genervt, weil es ihren Flugbetrieb stört.
So bspw. letztes Jahr in EDMK, als wir in Formation im Final aus der Platzrunde heraus anflogen und der Verkehr hinter uns angenervt fragte, ob die beiden "Hubschrauber" auch mal landen würden.
Oder es herrscht Sprungbetrieb und die Absetzmaschinen landen flott im Fließbandmodus und unsere lahmen Kisten stören.

Anders herum waren wir neulich in 3er Formation im Endanflug auf EDSN und ein Motorsegler drückte sich südlich der Platzrunde plötzlich in die Landung rein und landete fast parallel zu unserer Führungsmaschine trotz aller Warnungen.
Dass der dann Maschine auch vor dem Turm mitten auf den Rollweg parkte, war da nur noch das fehlende Detail.

Geht also auch anders rum.

Oliver

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7

Wednesday, February 28th 2018, 11:45am

Ja, ich weiß. Aber im Allgemeinen sind wir es, die bezüglich Anfluggeschwindigkeit und auch Vorrotation auf der Piste beim Start von der Norm abweichen. Damit das gut funktioniert, fliege ich bei unbekannten Flugplätzen immer mit Reisegeschwindigkeit im Pattern und reduziere sie erst im kurzen Endteil auf ca. 85 km/h. Bis dahin lasse ich die 150 km/h und halte mich an die für UL bzw. Motorflugzeuge vorgeschriebene Platzrunde.

Beim Start erwähne ich am Funk immer, dass ich ca. 30 Sekunden auf der Piste zum Vorrotieren benötige (es sind eigentlich nur 15, aber sicher ist sicher).

Wenn die Sicherheit es zulässt, gebe ich anderen Fluggeräten im Pattern den Vorrang, denn ich bin viel maneuverierfähiger und kann leicht mal einen Kreis fliegen oder meine Geschwindigkeit richtig drosseln, ohne Gefahr abzuschmieren.

Wenn sich dieses Zuvorkommen durchsetzt, wird es auch auf die ganze Klasse der Tragschrauber abfärben, genauso, wie sich auch die negativen Erfahrungen unerwünschter Weise auf uns übertragen haben.

-- Chris.

skyride

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8

Wednesday, February 28th 2018, 12:22pm

Den erforderlichen Zeitaufwand des Vorrotierens auf der Bahn gebe ich auch schon am Rollhalt bekannt, damit kann sich der restliche Verkehr gut einstellen.
Daß einmal ein Kreis geflogen wird oder man etwas ausholt, kommt bei Bedarf vor (deutlich schnellere Kollegen)
Wir sind ja nicht auf der Flucht, trotzdem sollte es schön der Reihe nach gehen oder durchstarten.
Das Problem, die vorgeschriebene Platzrunde zu verlassen, ist ja oft mit Überfliegen von Wohngebieten verbunden.
Hier die Priorität zu setzen liegt in unserer Verantwortung und gehört abgesprochen.
Eigentlich vermisse ich am Tragschrauber geeignete Rückspiegel, auch wenn Mancher darüber lachen könnte?

LG Konrad

Schlagschrauber

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9

Wednesday, February 28th 2018, 6:27pm

Guter Hinweis, Konrad!

Ich denke da über so eine Art Rückfahrkamera nach, die ich auch für den "Prop free"-Kontrollblick verwenden könnte. Heute stelle ich meinen Tragschrauber immer so auf, dass ich am Schatten sehen kann, ob da jemand in meinem toten Winkel steht, wo er/sie nicht hingehört ... bei Schlechtwetter muss ich jemanden organisieren, der für mich guckt und den Daumen hochhält!

Servus, Holger
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skyride

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10

Wednesday, February 28th 2018, 6:41pm

Lieber Holger,

als ich die Rückspiegel erwähnte, hab ich auch an Dich und Deinen Einsitzer gedacht.
Es ist unmöglich, wie ein " Uhu" den Kopf um 180 Grad zu verdrehen.
Die Rückfahrkamera aus dem Automobilbereich gibt dies nicht vollkommen her (hab ich probiert) und meistens ist unser kleines Cockpit ohnehin platzmäßig belegt.
Vernünftige Rückspiegel links und rechts vermindern den Cw-Wert und kosten 0,05 % mehr Sprit?
Ich probiere es aus, weil es mir wert ist.

LG Konrad

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11

Wednesday, February 28th 2018, 7:51pm

Moin,
ehrlich gesagt glaube ich nicht ,dass es die Nerverei mit Vorrotieren etc ist. Wenn ich alleine überlege, wie lange ich hinter Flächenfliegern schon am Rollhalt stand ,weil die noch nicht soweit waren. Da käme auch keiner auf die Idee, alle zu verteufeln. Auch das langsame Fliegen funktioniert mit Kooperation ,sogar am Flughafen.
Zwei Punkte möchte ich aber anmerken:
1. Ich vermute: wir haben es hier zu einem signifikanten Anteil mit dem Erbe der "wilden" Anfangszeit zu tun, wo es wohl wirklich teilweise sehr wild zuging. Wenn ich überelge, was ich für Schimpfkanonaden zu hören bekam, als ich im Großraum Böblingen die Plätze abtelefoniert habe (ist der Ruf erst mal runiniert...).
2.) Es gibt m.E. ein Nord-Süd-Gefälle. Im Norden ist man als Tagschrauberflieger nicht so sehr eingeschränkt. Der Grund: hier oben fing der Trend später und mit deutlich weniger aktiven Fliegern an.

Da wir langsamer unterwegs und ein sehr charakteristisches Geräusch haben, werden wir bewusster wahrgenommen. Und somit auch bewusster als "störend" empfunden. Das gepaart mit einer legalen, aber niedrigen Höhe, kann zu Ärger führen.
Somit meine These: wir haben die Hypothek der Vergangenheit, gepaart mit einem Umfeld, dass zunehmend entschiedener gegen Störquellen vorgeht. Das "Übel" bekämpfe ich persönlich mit 2 Methoden: so hoch wie möglich fliegen und Leute, die meinen man wäre zu laut, dabei aber konstruktiv mit sich reden lassen, einfach zu einem kleinen Rundflug einladen (bisher 100% Erfolgsquote).

Schönen Abend,
Arwed

skyride

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12

Wednesday, February 28th 2018, 8:05pm

15 Besucher sind derzeit online und ich darf Diese (ehrenamtlich, nicht von jemand beauftragt) herzlich begüßen.Es wäre erfreulich, wenn diese zum Thema eine Meinung oder vielleicht ein paar Zeilen schreiben würden.
Es wird keiner "gebissen", unser feines Forum lebt von Erfahrungen,Meinungen, Erlebnissen, Bedenken, Fragen jeglicher Art, Wünschen, Zielen.....
Traut Euch, man/wir freuen uns darauf, gute Diskussionen für unser gemeinsames Hobby zu erarbeiten.
Jeder Tragschrauberpilot profitiert daraus.

LG Konrad

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pacificbirdy (28.02.2018)

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13

Wednesday, February 28th 2018, 8:50pm

Na dann möchte ich mal meine Erfahrung erzählen.
Als ich vor 12 Jahren mit dem Tragschrauber fliegen begann und kurz darauf einen aus Hildesheim mein eigenen nennen durfte, brauchte ich in meiner Nähe einen Hallenplatz.
Eigentlich gab es nur einen Verein der dafür in Frage kam. Eigens für meine Anfrage als 1. Tragschrauber im Verein wurde eine Vorstandssitzung einberufen um darüber ab zu stimmen, ob denn ein Tragschrauber ein geeignetes sicheres Fluggerät darstellt was man als Mitglied aufnehmen könne.
Erst einige Jahre später habe ich erfahren, das die Abstimmung äußerst knapp mit 4 zu 3 Stimmen dafür entschieden wurde. Als Gründe dagegen wurde aufgeführt: Alles Raudies die Tragschrauber Piloten, die fallen ständig vom Himmel, machen nur Ärger, sind keine ausgereiften sicheren Fluggeräte usw. hieß es.
Heute haben wir 2 Tragschrauber am Platz, einen Arrowcopter und einen Calidus und sind mittlerweile sehr gern gesehene Mitglieder. Die jedes Jahr auf unserem Flugfest
unbedingt Vorführungen fliegen sollen, sowie ständig von anderen Mitgliedern gefragt werden: „Dürfen wir mal bei euch mitfliegen“, was ich die ersten 2-3 Jahre nicht gehört habe.
Zum Thema langsame Platzrunde, was heute eigentlich nicht mehr stimmt, der Arrowcopter wie auch der Calidus können ohne Probleme 150 -170 Km/h in der Platzrunde fliegen. Als ich noch einen wesentlich langsameren MT-03 flog haben wir Gyros eine eigene nicht offizielle ganz kleine Platzrund zugewiesen bekommen, was ganz hervorragend klappt.
Sobald sich parallel zu uns eine andere Maschine in der offiziellen Platzrunde befindet lassen wir diese immer den Vortritt, da wir auch mal mit nur 40-50 km/h eine kleine langsame Warteschleife ohne Gefahr fliegen können.
Dieses hat sich auch bei uns in der Gegend rumgesprochen und wir Tragschrauber sind bei unseren Plätzen in der Nähe überall herzlich willkommen.
Wenn wir mit Rücksicht und Verstand in Platznähe fliegen, bleibt eigentlich nur der Vorbehalt der größeren Lautstärke beim Starten. Gott sei Dank sind wird aufgrund einer Cirus SR22 und eines Helikopter EC -120 nicht die lautesten bei uns im Verein.

Grüße Norbert
Garten- und Landschaftsbau Mähler www.traumgarten.nrw

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Flugsaurier (13.04.2018)

skyride

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Wednesday, February 28th 2018, 9:30pm

Lieber Norbert,
schöner und konstruktiver Beitrag.
Wir mit unseren Tragschraubern (Piloten, die diesen beherrschen) sind ein Teil des aktuellen Fluggeschehens.
Und wenn Morgen ein Luftschiff "Zeppelin" dazukommt, haben wir Verständnis und geben ihm die Möglichkeit, sicher zu landen.

Das Erlebnis "Fliegen,"die Freude daran und den Respekt zueinander möge unser Ziel sein.....

Der Weg ist das Ziel, ob (bei manchen verächtlich beschrieben)die Kirchturmrunde, das Heimatland, die örtlichen Sehenswürdigkeiten..... voll ok.

Fernreisende mit genügend Urlaub und Zeit erfreuen uns mit Berichten aus Italien, Kroatien, Frankreich, bis zum Nordkap, geben uns Informationen, worauf wir achten und uns einstellen müssen.

Vielen Dank dafür,




LG Konrad

Gucky

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15

Monday, April 9th 2018, 10:21pm

und schon wieder......

Gestern war ich in Grefrath und bin fast rückwärts aus dem Turm gefallen, als mir für die Landung 11 Euro abverlangt wurden.

ULs bezahlen 6 Euro und so hab ich auch noch vor dem Winter gezahlt.

Jetzt wurde an die Gebührenliste ganz unten die Zeile mit den Gyrocoptern angehängt.

Tja, wohl mein Fehler. Schlechte Flugvorbereitung.
Zwar alle Piloteninfos und die neue Ruffrequenz berücksichtigt; aber, aber die Gebührenliste missachtet.

Natürlich habe ich nachgefragt, warum das denn so sein muss. Natürlich habe ich auch keine Antwort erhalten.

Dann kann sich der Türmer die Begrüßung:“ Willkommen am schönsten Flugplatz von Deutschland.“ bei den Gyrocoptern gerne sparen. Das ist zynisch.

Sinn dieser Preispolitik ist doch das Fernhalten der Gyrocopter und nicht das Ausgleichen vermeintlicher Schädigungen . Ich glaube nicht, dass ich gestern den heiligen Rasen stärker beanspruchte oder gar die „richtigen Flugzeuge“ übertönte.

Bitte jetzt auch keine Selbstkasteiungen (undisziplinierte, lahme, unsichtbare, unfallträchtige Flieger) mehr.
Wir sind gar nicht so schlimm wie es hier stellenweise dargestellt wird.
Ich persönlich kenne jedenfalls keine solchen wilden Cowboys.

Vielmehr gerade jetzt, bei solchen Entwicklungen, etwas mehr Solidarität und Lobbyarbeit.
Das wäre im Sinne aller.

Vielleicht wäre auch ganz einfach mal eine veröffentlichte Blacklist der negativ aufgefallenen Fluggelände hilfreich.

Ich finde es einfach nur diskriminierend.

Guido

WolfgangM

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16

Tuesday, April 10th 2018, 5:31pm

Hallo zusammen,

ich kann es es irgendwie sogar verstehen...

Letztes Jahr habe ich einen befreundeten Helipiloten auf "seinem" Platz besucht. Der Vorstand des Vereins legt sehr großen Wert auf PPR, nicht zuletzt weil dort starker Fallschirmbetrieb herrscht. Ich hatte vorher meine Landung mit meinem Freund abgesprochen. Kein Problem.

Als wir so auf dem Vorfeld mit noch anderen Piloten standen und uns unterhielten, kamen 2 Tragschrauber daher. Sie machten erst einmal einen Überflug über die Bahn und landeten dann. Natürlich ohne PPR, ohne Funk und ohne die Platzrunde einzuhalten, bzw. auf der falschen Seite des Platzes flogen sie über die extrem lärmempfindliche Ortschaft.
Dann landeten Sie parallel, leicht versetzt, auf einer nur 15 m breiten Asphaltbahn, was dazu führte, dass einer der beiden an der Halbbahnmarkierung (gottseidank nur halbierte Plastikfässer...) hängen blieb und seine Kiste anschließend fast umschmiss.

Dann stiegen sie aus und gesellten sich zu uns um große Töne zu spucken, als sie dezent auf ihr Anflugverfahren hingewiesen wurden. Mir als ebenfalls Tragschrauberpiloten war das mehr als peinlich...

Als sie nach 20 min. wieder verschwinden wollten, kamen sie nicht mal auf die Idee, nach der Landegebühr zu fragen. Ich habe sie dann deutlich darauf hin gewiesen, dass diese zu bezahlen ist, was sie dann auch etwas mürrisch taten.

Leider beobachte ich dieses Verhalten öfters. So brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn das auf alle Tragschrauberpiloten zurückfällt.

Wolfgang


http://www.flugwelt.eu/

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