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Pilot

Trainee

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1

Wednesday, January 12th 2011, 9:47pm

Wasser im Tank !!!

hallo alle miteinander..

wie ist das eigentlich wenn ich meinen flieger den ganzen winter über mit z.b.
1/2 vollem tank, oder gar weniger stehen lasse.
kondensiert nicht das wasser in der luft über dem benzin bei stark wechselnden temperaturen , läuft nach unten ( spritt = leichter ) und liegt auf dem grund vom tank ?

- wieviel wasser darf es sein
- wo und wie hoch wird der spritt aus dem tank genommen
- wann zieht der rotax (mtosport) das wasser mit rein ( start oder landung )
- bekomme ich es mit startversuch wieder aus dem vergaser
- wie offt benutzt ihr das drainglas
- wird dadurch das ventil am tank auf dauer undicht ?

...

Wolle

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2

Thursday, January 13th 2011, 9:50am

Re: Wasser im Tank !!!

Falls die Fragen ernst gemeint waren:
Das Wasser wird auch durch den Alkohol im Benzin 'angezogen', aber letztlich nicht gebunden. Ja, es kann auch kondensieren, wenn Luft im Tank ist.

Und sonst lauten die Antworten:
  • null
  • am nahezu tiefsten Punkt
  • beim Verbrauch von Benzin
  • nein
  • vor Beginn des Flugbetriebs
  • ich denke nicht
Gruß
Wolle

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3

Thursday, January 13th 2011, 10:21am

Re: Wasser im Tank !!!

Du musst so lange Benzin vom Sumpventil entehmen, bis kein Wasser mehr im Drainglas zu sehen ist. Eine Probe der Reinheit des Benzins (also Drainglasprobe) sollte eigentlich zur täglichen Inspektion gehören.

-- Chris.

Pilot

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4

Thursday, January 13th 2011, 11:16am

Re: Wasser im Tank !!!

danke !
die frage war schon ernst gemeint.

troed

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5

Thursday, January 13th 2011, 11:45am

Re: Wasser im Tank !!!

Rotax 912: Normalerweise liegt der Saugpunkt der Benzinpumpe/Benzinschlauch am tiefsten Punkt des Tanks bei horizontal abgestelltem Gyro, dort sammelt sich auch das Wasser.

Wenn kein Drainglas vorhanden ist (MT03 bis 2007 ??) kann man:

1. den Benzinschlauch vom Tank abkoppeln und etwas in eine Wanne fliessen lassen (macht Sauerei)

oder

2. den Gyro vorsichtig ohne Kippen (!!!!) aufs Vorfeld schieben, den Motor starten und 15-20 Minuten unter Lastwechsel am Vorfeld in Gang halten. Dann Motor abstellen, 15 Minuten warten, neu starten und zur Tanke fahren und volltanken und noch mal 10 Minuten laufen lassen. Dann sollte das Wasser weg sein wenn eins drin war.

Rotax 914: der 914er pumpt den Sprit "im Überschuss" Richtung Vergaser und der Überschuss fliesst in den Tank zurück.

Wenn kein Drainglas vorhanden ist so Verfahren wie unter 1 nur vorher schon volltanken.

Eine gewisse Menge Wasser ist immer im Benzin, in Europa bei Qualitätssprit sehr wenig, bei gepanschtem Billigsprit ev, wesentlich mehr. Es geht im Zweifelsfall also darum das Wasser wieder so gut wie möglich in den Sprit "einzumischen".

DAS GILT ABER NUR FÜR GYROS OHNE DRAINGLAS !!!!!!!!!!!!!!!!!! Hat man ein Drainglas dann NUR das Drainglas entleren wie oben von Chris beschrieben !
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dops

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6

Saturday, November 16th 2013, 3:04pm

Re: Wasser im Tank !!!

Frage zu dem Thema:

Wie schaut es denn mit der Lagerung von Sprit (in diesem Falle Ultimate 100 von Aral) über den Winter bzw. über 3-6 Monate aus? Teilweise sind es Bleckanister (zischen beim Öffnen, sollten also recht luftdicht sein) und teilweise schwarze Plastikkanister (da bildet sich immer ein leichtes Vakuum, d.h. der Kanister zieht sich leicht zusammen). Wird der Sprit so schlecht das man ihn jetzt verbrauchen sollte (notfalls dann im Auto) oder kann man den ohne Bedenken auch noch nach 6 Monaten in den Tank kippen?
MTOsport 2010 - 912 ULS - IVO Prop

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7

Saturday, November 16th 2013, 3:37pm

Re: Wasser im Tank !!!

Der Micha O. sagt: "Des is a Schmarrn!"

Ich sag: der Treibstoff bleibt selbstverständlich gut, luftdichte Lagerung ist prima!

Nichtsdestotrotz enthält Autobenzin (MOGAS) im Gegensatz zum Flugbenzin (AVGAS, entwässert) immer einen gewissen Anteil an Wasser.
Beim Abkühlen bliebe dieses Wasser nicht mehr im Benzin gelöst, sondern würde sich in Form von Tröpfchen an der Innenfläche des Kanisters abscheiden und sammelt sich danach irgendwann am Boden.
Wenn das Temperaturspiel sich mehrmals wiederholen würde und frische, feuchte Luft mit dem Benzin in Kontakt käme (wie zum Beispiel im belüfteten Tank, je leerer, desto schlimmer!), würde sich der Sprit auch wieder mit neuer Feuchtigkeit anreichern, der dann beim Abkühlen wieder ausfallen würde, usw., usw.

Im dichten Kanister kann das alles nicht passieren.

Also: der Treibstoff wird nicht schlecht, eventuell hast du nach dem Winter ein paar Tröpfchen Wasser am Boden des Kanisters, aber den solltest du vor dem ersten Flug im Frühling beim Drainen sowieso wieder loswerden ...

Servus, Holger
"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

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8

Saturday, November 16th 2013, 10:01pm

Re: Wasser im Tank !!!

Achtung! Die Oktanzahl des Benzins verringert sich durch Lagerrung, da bei längerer Lagerung leichter flüchtige Komponenten im Benzin präferentiell verdampfen.

Das Beste ist, den Tank randvoll zu füllen und vor dem ersten Flug mit dem Drainglas am Ablassventil eine Probe zu entnehmen.

-- Chris.

dops

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Saturday, November 16th 2013, 11:35pm

Re: Wasser im Tank !!!

Danke für die Antwort, Holger & Chris! Die Frage ist um wie viel die Oktan der 102er von Aral dann sinkt in ein paar Monaten..

Das heisst aber das die Tanks des MTO am besten voll sein sollten wenn er etwas länger steht?

Thema Drainen ist so eine Sache..ein Drainglass ist vorhanden, allerdings habe ich schon gehört das die Drainventile, gerade wenn selten benutzt, nicht wieder dicht werden und dann hat man den Salat...
Langsam aber sicher tröpfelt der ganze Sprit aus dem Tank raus. Abhilfe schafft dann nur ein neues Ventil das in den Tank gebaut werden muss. Angeblich (?) sind die Drainventil im MTO für AVGAS gedacht und irgendwas im MOGAS bewirkt, dass sich die selbstschließende Gummidichtung auflöst. Draint man nun, wird das eh schon poröse Gummi leicht zerstört und das Ventil schließt sich nicht mehr richtig.

Habe sowas leider schon selbst gesehn, leider kleine Gummibrösel sind dann im Tank (der war gerade mal knapp 3 Jahre alt). Deswegen halte ich mich damit zurück und bin der Meinung das bei sauberem Sprit (wie hier Aral 102 Oktan) auch kein Wasser drin sein darf. War bei einem Test-Drainen auch absolut kein Wasser drin.

Im Kanister ist es insofern unkritisch mit ein paar Tropfen Wasser am Boden, weil man den Kanister ja nie ganz leer bemerkt..so würde dies nie in den Tank kommen. Im Tank selbst sieht es natürlich anders aus.

Trotzdem ist es natürlich ungeschickt das man so etwas Angst hat, eine eigentlich sicherheitsfördernde Aktivität (=Drainen) nicht durchzuführen.
MTOsport 2010 - 912 ULS - IVO Prop

mafli

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10

Sunday, November 17th 2013, 3:24pm

Re: Wasser im Tank !!!

Quoted

Danke für die Antwort, Holger & Chris! Die Frage ist um wie viel die Oktan der 102er von Aral dann sinkt in ein paar Monaten..

-> Aus meiner Sicht ist der Leistungsverlust vernachlässigbar. Wenn dies von Relevanz wäre, würde im Betriebshandbuch diesbezüglich etwas geschrieben stehen.

Quoted

Das heisst aber das die Tanks des MTO am besten voll sein sollten wenn er etwas länger steht?

-> Ja. Das Gleiche gilt auch für Motorräder, Autos etc..

Quoted

Thema Drainen ist so eine Sache..ein Drainglass ist vorhanden, allerdings habe ich schon gehört das die Drainventile, gerade wenn selten benutzt, nicht wieder dicht werden und dann hat man den Salat...

-> Wenn das Drainen als notwendiger Schritt zur Flugvorbereitung im Betriebshandbuch steht, würde ich dieses auch vor jedem Flug durchführen. Bei unserem Flächenflieger ist dies u.a. Bestandteil der Checkliste.

Um klemmende Ventile zu erkennen, einfach nach dem Drainen das Ventil ein paar Sekunden im Auge behalten oder alternativ Papiertuch unter das Ventil legen und später kontrollieren.

Es mag der Sprit noch so gut sein, das Drainen hat einen Sinn. Wenn Du erstmal in der Luft bist und der Motor Wasser zieht und stirbt, könnten Gummibrösel im Tank das kleinere Übel sein. Solcherlei Nachlässigkeit am Boden kannst Du im Flug nicht mehr kompensieren.
Zudem, wenn Du die Außenlandung unbeschadet überstehst, es aber dann ein Versicherungsfall wird und Wasser im Kraftstoff nachgewiesen wird, zahlt die Versicherung keinen Pfenning.

dops

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11

Tuesday, December 10th 2013, 12:53pm

-> Wenn das Drainen als notwendiger Schritt zur Flugvorbereitung im Betriebshandbuch steht, würde ich dieses auch vor jedem Flug durchführen. Bei unserem Flächenflieger ist dies u.a. Bestandteil der Checkliste.

Um klemmende Ventile zu erkennen, einfach nach dem Drainen das Ventil ein paar Sekunden im Auge behalten oder alternativ Papiertuch unter das Ventil legen und später kontrollieren.

Es mag der Sprit noch so gut sein, das Drainen hat einen Sinn. Wenn Du erstmal in der Luft bist und der Motor Wasser zieht und stirbt, könnten Gummibrösel im Tank das kleinere Übel sein. Solcherlei Nachlässigkeit am Boden kannst Du im Flug nicht mehr kompensieren.
Zudem, wenn Du die Außenlandung unbeschadet überstehst, es aber dann ein Versicherungsfall wird und Wasser im Kraftstoff nachgewiesen wird, zahlt die Versicherung keinen Pfenning.
Danke für die Antwort, mein Problem ist folgendes: Wenn das Ventil klemmt und ich bei vollem Tank gedrained habe, dann ist erstmal "Schluss mit Lustig". Ich brauche schnellstens ein großes Gefäß um es unter den tropfenden Tank zu stellen und dann leere Kanister um die Tanks zu entleeren. Dann muss das Ventil neu bestellt werden und eingebaut werden. Insgesamt also min. drei Tage in denen der Flieger ausser Gefecht gesetzt ist.
Mach ich das jetzt vor Rundflügen an einem Wochenende, wars das erstmal.

Bitte nicht falsch verstehen, ich möchte so viel wie möglich zur Sicherheit beitragen und mache die Vorflugkontrolle so genau wie möglich, obiges ist mir aber genau so passiert. Angeblich sind die Drainventile beim MTO für AVGAS gedacht und werden bei unserem Sprit angegriffen (zumindest hab ich das so gesagt bekommen).

Es kann natürlich sein dass wenn man regelmäßig drained, das Problem nicht auftritt. Bei mir wurde es wohl in der Vorgeschichte nicht oft gemacht und so ist dann beim Drainen eins der Ventile undicht geblieben, bis sich dann letzendlich die Gummidichtung aufgelöst hat :(

Noch eine Verständnisfrage: Wenn sich Wasser gesammelt hat ist dies ja ganz unten im Tank. Wenn ich jetzt den Motor starte und mal 5 Minuten Warmlaufzeit sowie Rollzeit einberechne, wäre das Wasser dann nicht längst im Motor angekommen und er würde absterben?

Das ist nicht provozierend gegens Drainen gemeint, im Gegenteil - ich würde es in Zukunft sehr gerne immer durchführen..
MTOsport 2010 - 912 ULS - IVO Prop

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