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1

Wednesday, July 9th 2014, 7:55pm

Bitte um Unterstützung zu Betriebskosten

Hallo Liebe Leute und Freunde. Ich hatte lange nichts von mir hören lassen. Dies tut mir leid! Dies hatte aber einen Grund. Ich hatte ein Studium absolviert und wollte nun in die Fliegerei einsteigen. Ich musste zunächst mein Auto bezahlen und etwas Geld ansparen für den Schein. Diejenigen die mich noch kennen und die ich mal vor einigen Jahren auf der AERO sehen konnte, grüße ich herzlich! Genau diese wissen auch, dass ich seit 2007 an dem Traum Tragschrauber dran bin. Jetzt ist die Zeit gekommen! Ich habe mir Geld angespart und möchte - sofern ich nicht Totalschaden am Auto habe- mich im August zum Flugschein in Eisenach anmelden. Um im Anschluss auch fliegen zu können plane ich eine kleine Firma, mit welcher ich in die Hoffnung starte, zumindest die Betriebskosten wieder rein zu bekommen. Und hier meine Frage an die Gemeinschaft.

Was zahlt ihr für euren Tragschrauber im Jahr/ bzw. im Monat?

Mich würde es wahnsinnig freuen, wenn ich darauf einige detaillierte Antworten bekommen könnte. So könnte ich bald auch der fliegerischen Gemeinde angehören. Ich freu mich jedenfalls tierisch darauf, meine kleine Tochter auf einen Ausflug nach München, zu meiner Cousine, mitnehmen zu können :)

Wem das zu heiß ist, der könnte ja mir auch Daten per PN zukommen lassen.

Ich freu mich auf viele Antworten.

Vielen dank schon mal im Voraus!

Gruß
Steffen

Bastian

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2

Wednesday, July 9th 2014, 8:58pm

Hallo Steffen,
Also ich habe 2008 meinen Schein auf dem eigenen Gyro gemacht und seitdem soviel Geld in die Fliegerei gesteckt, dass mich Autorechnungen gar nicht mehr schocken können.
Wenn das bei Dir anders ist, oder Du die Hoffnung hegst, mit einem Tragschrauber ein finanziell selbsttragendes Unternehmen zu betreiben, dann will ich gar nicht derjenige sein, der Dich aufweckt.
Aber wenn Fliegen Dein Traum ist: Mach es!
Gruß
Bastian

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schokiraser (14.09.2014)

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Thursday, July 10th 2014, 10:19am

Danke für die Antwort. Ist zwar nicht ganz das was ich suchte, aber viell. meldet sich ja noch jemand mit genaueren Daten. Deine Bedenken zu der Unternehmensgründung habe ich zur Kenntnis genommen. Daher meine o.g. Frage für die bessere Einschätzung der Situation.

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4

Thursday, July 10th 2014, 1:12pm

Du kannst ja mal bei der FAQ-Liste (ziemlich gegen Ende des Artikels) vorbeischauen, dort sind ein paar Richtwerte für Betriebskosten zitiert. Aber mit ca. 2.500 - 3.000 EUR im Jahr solltest do schon rechnen. Das ist der Betrag, den dich der Gyro kostet, nur wenn er im Hangar steht. Dazu kommen dann noch ca. 35 EUR pro Flugstunde an Betriebsmitteln.

Ob du das wirklich mit einem kleinen Unternehmen und Rundflügen oder Verchartern hereinkriegst, ist fraglich. Ich kenne Erfahrungen in beiden Richtungen. Aber lass dir deinen Enthusiasmus dadurch nicht bremsen.

Viel Glück, -- Chris.

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schokiraser (14.09.2014)

Rick

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5

Thursday, July 10th 2014, 3:36pm

Betriebskosten MtoSport

Ich besitze seit 3 Jahren ein Mto-Sport, fliege ca. 80 Stunden im Jahr, und kann Dir folgende Eckdaten aus meiner bisherigen Erfahrung zur Verfügung stellen:

Reine Fixkosten (Vollkasko-Versicherung, Hangargebühren, Werkstatt, Jahresnachprüfung) kannst Du mit etwa 6000,- im Jahr ansetzen. Wie gesagt, auf MtoSport mit rund 80 Std./Jahr.

Dazu kommen noch Treibstoff, Landegebühren und co.

Wenn Du Dich selbständig machen willst, solltest Du auch an den Wertverlust des Gerätes denken, wenn Du ein Business-Plan erstellst.

Falls Du vor hast Dein Geld mit Rundflügen zu verdienen, brauchst Du etwa 100-120 bezahlte Stunden im Jahr, um überhaupt den Break-Even zu erreichen...

Gruß Rick

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schokiraser (14.09.2014)

skyride

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Thursday, July 10th 2014, 9:51pm

Hallo Steffen,

zu den zutreffenden Fakten von Rick kommt nach dem Business-Plan noch die Gewerbeanmeldung.
Je nach Gesellschaftsform wird Dir ein Steuerberater eine Eröffnungsbilanz erstellen.
Die Kosten dafür betragen ca 1000,00 €, die Buchhaltung kannst Du mittels verschiedener, käuflicher Programme selber führen oder deligieren.
Mein Tipp:
-Erst Beratung durch einen Steuerberater Deiner Wahl durchführen
-Eigenkapital, Leasing oder Finanzierung ausloten
-Versicherungsagentur für dieses Vorhaben auswählen und deren Kostenstruktur in den Business-Plan
einarbeiten
Dies wird Dir aber m.E. nur gelingen, wenn Du eine komfortable, nachweisbare Praxis-Historie auf Tragschrauber besitzt. (150 Std aufwärts....)

Das Thema ist komplex und wird vom jeweiligen Finanzamt sehr genau überprüft.

In der Hoffnung, Dir auf Deinem Weg geholfen zu haben,

Konrad

Mehr Infos dazu gerne auf internem Wege

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Schlagschrauber (11.07.2014), schokiraser (14.09.2014)

gyrogö

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7

Friday, July 11th 2014, 9:59am

Hallo Steffen,
Auch ich betreibe meinen Gyro gewerblich. Ich musste aber das Finanzamt mit einem detaillierten
Business Plan davon überzeugen, das es nicht in die Liebhaberei geht. Das heißt auch Werbung schalten, Gutscheine vermarkten und ich habe noch Fotografen und ein Filmteam was regelmäßig bucht. Es ist trotzdem nicht so ganz einfach damit Geld zu verdienen.

Beste Grüße Volkmar

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schokiraser (14.09.2014), Skyhopper (08.10.2014)

Schlagschrauber

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Friday, July 11th 2014, 10:12am

Hi, Steffen!

Ich kann Konrads Hinweise und Vorschläge nur unterstreichen! In meinem Bekanntenkreis habe ich drei Piloten, die ein Geschäftsmodell ähnlich wie das von dir skizzierte umsetzen wollten: einmal hat es nach Ausbildungsunfällen und Kostenexplosion nach Vereinsquerelen gar nicht geklappt, zweimal ist es am Ende nur eine überschaubare Kostenreduktion für ein teures Hobby geworden zum Preis, dass man nicht dann fliegen kann, wenn man will, sondern dann fliegen muss, wenn der Passagier da ist.

Insbesondere das Risiko, quasi als "Fußgänger" zu beginnen und damit deutlich mehr Unabwägbarkeiten in das Geschäftsmodell zu übernehmen, sehe ich als sehr bedenklich. Wenn das Gewerbe funktionieren MUSS, weil sonst die Existenz bedroht ist, würde ich die Finger davon lassen!

Servus, Holger

P.S.: Im "alten" Forum hatten wir einmal einen Link zu einem Excel-Sheet, mit dem man die Betriebskosten für ein UL Luftsportgerät sehr schön in Abhängigkeit der Flugstunden pro Jahr incl. aller Nebenkosten und Abschreibung berechnen konnte. Leider habe ich das File und den Link verloren, und auf die Schnelle hat mir Google nichts geliefert. Hat von euch noch jemand den Link oder die Datei? Damit wäre Steffen geholfen!
"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Ile-d-yeu

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Friday, July 11th 2014, 11:12am

Hallo Steffen,

Ich fasse mal zusammen:

Du hast nach dem Studium jetzt Geld gespart für die Ausbildung allerdings würde ein Schäden am Auto schon ein Problem bereiten!

Wenn du also nicht gerade von Beruf " Sohn" bist, schlage ich dir dringend vor, absolvier deinen schein erst einmal und sammele dann vor allen Dingen erst einmal mindestens 1 jähr lang praktische Erfahrung bevor du in das gewerbliche Passagierfliegen einsteigen willst.
Ich will dir nicht den Mut nehmen kann dir aber aus über 35 Jahren Etfahrung eine Menge berichten.

Was Konrad und Holger geschrieben haben, kann ich nur voll und ganz doppelt unterstreichen!
Ich z.B. fliege zu 99% in meinem eigenen Gyro allein weil ich fliege wann ich will, wohin ich will und wie lange ich will.
Meines Erachtens kannst du nur damit Geld verdienen, wenn du hauptberuflich eine Schule betreibst und nebenher dann Rundflüge anbietest mit gleichzeitiger Werbung für die Schulung.

Alle die ich kenne, fahren sehr oft nur wegen dem Passagier zum Flugplatz und fliegen immer wieder und immer wieder um den selben Baum herum!

Sorry, aber ich habe ein anderes Verständnis von dem wunderbaren Hobby "Gyrofliegen"!
Im übrigen hat die Kosten Rick sehr gut wieder gegeben! Liegt auch bei meinem so bei ~ 6000€/jahr
Liebe Grüße
Ralf ( Zur Zeit ohne eigenen Gyro)

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Rick (11.07.2014), skyride (11.07.2014), Schlagschrauber (11.07.2014), schokiraser (14.09.2014)

Ota

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Friday, July 11th 2014, 9:14pm

Hallo Steffen,

Ich kann das Gesagte der Vorredner min. sechsmal unterstreichen. Die 6000 kommen da auch sehr gut hin, wer das nicht aufbringen kann sollte sich das Fliegen gut überdenken. Aber es fehlt da noch eine ganz wichtige Komponente. Die 6000 sind Betriebskosten, es fehlt noch die Finanzierung oder Abschreibung, d.h. Du musst Dir noch eine Kiste kaufen.
Das ist eine viel größere Hürde als die Betriebskosten. Kommt nun drauf an, ob mit Gewerbe und Nettopreis oder rein privat auf Selbstkostenbasis mit dem Bruttopreis. Fast egal welcher Premiumgyro liegen die Teile Brutto zwischen 65-90 TEur. Wenn Du diese Geräte in 7 Jahren abschreiben/finanzieren willst kommen zwischen 700-1500 im Monat hinzu.
Es stehen günstigere Gyros in der Zulassung, aber das ist ein anderes Thema.
Wie Ralf so schön gesagt hat, "Wenn ein Schaden am Auto ein Problem darstellt", sehe ich Deine Idee sehr bedenklich.
Klar geht das auch in Kooperation mit einer Flugschule, als Chartergyro aber das musst Du ganz individuell abklären.

Aber wenn das Dein absoluter Traum ist, dann mach es!

Ich wünsche Dir noch viel Erfolg für Dein Vorhaben.

Grüße

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skyride (11.07.2014), schokiraser (14.09.2014)

skyride

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Saturday, July 12th 2014, 12:02am

Hallo Steffen,

du hast hier im Forum ein Thema angeschoben, worüber sehr viele flugbegeisterte, beginnende Piloten
nachdenken.
Wie kann ich dieses besondere Hobby gegenfinanzieren, indem ich es geschäftlich, in welcher Form auch immer, einsetze?
Ich beneide Dich fast für die vielen konstruktiven, gutgemeinten und aus Erfahrung sehr ehrlichen Fakten
der hier schreibenden Mitglieder.
Ich sehe hier den wahren Sinn eines Forums, sich auszutauschen, zu helfen, zu beraten, neue Mitglieder vor Fehlern (die man selber begegangen und erlebt hat) zu schützen,negative und positive Erfahrungen weiterzugeben.
Zusammenfassend stelle ich nochmal alle (bestimmt fehlen noch welche) Kosten fest:
1. Schein-Erwerb
2. Fluggerät-Erwerb
3. Hangarkosten
4. Jahresnachprüfung
5. Routine-Inspektionen
6. Versicherung, speziell gewerblich
7. Gewerbeanmeldung und Gesellschaft gründen
8. Bilanz, Buchhaltung usw
9. Kraftstoffe und Landegebühren
10.Medicalkosten
11.Reinigung- und Pflegematerialien
12.Jahresbeiträge Dulv, Daec
13.Werbung
14.Persönliche Arbeitszeit in all diesen Punkten
15.Kosten für Produktupdates am Gerät mit entstsprechenden Transporten und/oder Flügen
16.jährliche Checkflüge
17.Zinsen/Abschreibung
18.STEUERN, sollte sich ein Gewinn einstellen!
19.Kosten für Verschleißteile
20.Unvorhergesehenes (Defekte an mechanischen oder elektrischen Komponenten, ist nicht Alles über
Garantie abgedeckt), bitte vorher sehr genau erkundigen!
21.Ausfälle durch Saison, Wetter, Hochwasser, Stürme usw, Stornierungen, unzuverläßige Kunden.......
22.Ausfälle durch Werkstattaufenthalte

Dies sind lange noch nicht alle Punkte.
Setze einen Euro-Betrag hinter alle Punkte, dann bist Du auf einem (nicht planbaren) Weg.

Ich schreibe hier so ausführlich, weil auch ich einst diesen Traum hatte.

Die erfolgreiche Umsetzung wünsche ich Dir, wobei mir Deine Angst vor einem möglichen Autoschaden
schon eine gewisse Skepsiss für das Vorhaben bereitet.
Den Schein im August beginnend, bin ich auf ein feedback nach einem Jahr von Dir gespannt.



Grüße Konrad

Magni Orion M24, Modell 2014, fliegen wohin und wann ich will, da rein privat
Tragschrauber seit 2008, Echo-Klasse seit 2003

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schokiraser (14.09.2014)

Uwe

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Saturday, July 12th 2014, 9:04am

und unzählige Tassen Kaffee in der Flugplatzgaststätte beim Warten auf schöneres Wetter !!
;-)

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schokiraser (14.09.2014)

Wolle

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Saturday, July 12th 2014, 10:03am

Zu den Steuern auf den Gewinn kommt auf jeden Fall die Umsatzsteuer.
Außerdem plant der Gesetzgeber eine Verschärfung der Regeln für "gewerbliche" UL-Fliegerei. Egal was dabei heraus kommt: jetzt den Schein machen und dann gleich loslegen mit dem Umsatz machen wird nicht funktionieren. Auch ich kann - aus Erfahrung - nur vor Illusionen warnen.
Wolle
Gruß
Wolle

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schokiraser (14.09.2014)

WolfgangM

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Saturday, July 12th 2014, 1:40pm

Es gibt ein altes Sprichwort:

"Mit der Fliegerei kann man ein kleines Vermögen machen"

man sollte vorher nur ein großes gehabt haben...
;-)

Gruß
Wolfgang

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Rick (13.07.2014), schokiraser (14.09.2014)

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Sunday, September 14th 2014, 2:02pm

Vielen Dank für die vielen Antworten.
Nachdem ich nun ungefähr weiß, mit was ich rechnen kann ist der Entschluss zunächst auf den Schein begrenzt.

Warum ich das mache? Ganz einfach. Es ist ein Traum.
Und bevor ich nächstes Jahr durch Unfall oder Krankheit nicht mehr fliegen dürfte, will ich wenigstens den Schein gemacht haben. So muss ich später meinem Traum nicht hinterher heulen (...ach hätt damals nur...).

Was am Ende nach dem Schein passiert, steht zunächst in den Sternen. Ich tendiere allerdings erst einmal zum chartern um die Lizenz zu erhalten und etwas Flugerfahrung zu sammeln. Ich schätze das im Moment als relalistisch ein.

Auch hatte ich mich wohl bei der Autogeschichte etwas unklug ausgedrückt. Daher hier noch mal die Richtigstellung.

Ein Schaden am Auto stellt definitiv kein Problem dar. Ich bin als Polizeibeamter berufstätig und verdiene gutes Geld. Die Idee mit dem Gewerbe war ursprünglich so gedacht, dass ich zunächst den Schein mache und die Thüringer Polizei von den Vorzügen eines solchen Gerätes überzeugen wollte.

Das Gesamtziel ist ein weiterer Traum.
Ich will den Tragschrauber in Thüringen einführen und letztendlich als Polizist für die Polizei fliegen. Hobby und Beruf also verbinden. So ist der Plan.

Und um die Herren zu Überzeugen wollte ich mit meinem eigenen Tragschrauber quasi "vorsprechen".

Im Hinterrund stehen auch noch meine Verbindungen nach Brandenburg, bei denen das Projekt schon einmal gelaufen ist und anders als überall geschrieben ein Erfolg hätte werden können, wenn nicht ein Regierungswechsel im Weg gestanden hätte.

Und was den Schein betrifft, so hatte ich jetzt öfters mit Eisenach telefoniert und auch zig Emails geschrieben und nie ruft einer zurück. Ich werde also der Flugschule in Eisenach nicht hinterher rennen und frage dann nächste Woche in Hildesheim direkt an. Mal sehen wie das organisatorisch geregelt werden kann.

Bis dahin.
Der Steffen

skyride

Master

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16

Sunday, September 14th 2014, 10:49pm

Hallo Steffen,

danke für Dein feed back an mich/uns.

Damit niemand hier blauäugig in ein finanzielles Desaster hineingerät, tauschen wir hier persönliche
Erfahrungen und Meinungen aus.

Deine heute gelesene, präzisere Variante Deines Traumes/Planes ist mutig, aber absolut nachvollziehbar.
Auf diesem Wege möchtest Du Deinem Arbeitgeber mit eigenem Gerät eine Dienstleistung
anbieten und schmackhaft machen, quasi als Subunternehmer...
Ein toller Grundgedanke, hier Hobby und Beruf zu verknüpfen!

Die bekannten Kosten bleiben bestehen, aber bei Annahme Deiner Dienstleistung durch Deinen Arbeitgeber kannst Du sehr wohl diesem Deine Dienste in Rechnung stellen.

Viele Dienste werden mittlerweile an private Unternehmen von Staat,Stadt, Land und Gemeinden durch Ausschreibungen vergeben.
Zb: Winterdienst, Mäharbeiten entlang aller Straßen, Bewuchsentfernung usw.....

Warum nicht Dienste mit einem Tragschrauber für Verkehrsüberwachung, Waldbrand, Hochwassersituation, Stauinfos nach Unfällen, Bilddokumentationen aus der Luft,
Erkundung von möglichen Ausweichrouten, uvm.

Ein interessantes Potential kann hier abgedeckt werden, dazu meine Aufforderung:
Do not dream, do it!

Ich schreibe hier als langjähriger Tragschrauberbesitzer(der geschloßenen Sidebyside-Fraktion seit Xenon 1) mit entsprechender Kenntnis über das Gerät, das Wetter......, wie hat doch Uwe geschrieben: "unzählige Tassen Kaffee werden auf Warten von passendem Wetter nötig sein.", wie wahr.....
Also Schein dort machen, wo man sich auf Dich freut und zurückruft!!!(peinlich), Gerät auswählen, anschaffen und mindestens 100 Stunden primäre Sicherheit erfliegen.(totale Sicherheit wirst Du nie erreichen)

Businessplan mußt Du selbst erstellen (über 3 Jahre)



Viel Glück

Konrad

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schokiraser (16.12.2014)

Flugber

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Thursday, September 18th 2014, 12:49am

Betriebskosten /fliegen für die Polizei

Hallo Steffen,

Ich habe mich gerade als neues Mitglied im Forum angemeldet. Kurz zu meiner Person: ich heiße Uwe und komme aus Berlin. Ich bin als Gyrofluglehrer in Saarmund EDCS an der Flugschule (gyronautix.de) tätig. Die Flugschule hat für und mit der Brandenburger Polizei die Erprobung, die Einsatzflüge und die Ausbildung von Polizeibeamten zu Piloten (wurde ja dann wie bekannt abgebrochen) durchgeführt. Ich war leider zu dem Zeitpunkt nicht an der Flugschule tätig. Der Chef der Flugschule kann dir aber bei Fragen zum Thema ausführlich Auskunft geben. Einfach anrufen (Tel. Nr. auf der Website). Du kannst natürlich auch jeder Zeit gern vorbei kommen.
Zum Thema Betriebskosten ist ja eigentlich schon alles gesagt. Ich würde aus meiner Erfahrung vielleicht noch das hinzufügen:
- beim professionellen Einsatz solltest du auf einen zweiten Gyrocopter als Reserve zugreifen können. Dieser sollte jeder Zeit verfügbar sein. Er sollte die gleichen Leistungsdaten aufweisen. Eventuell notwendige Anbauten (z.B. Die Polizei hat extra Funk) müssen an beiden Gyros vorhanden oder schnell nachrüstbar sein. Es können auch Gyros von unterschiedlichen Herstellern sein. Falls ein Hersteller mal gegroundet wird.
- du solltest die Ausbildung zum Fluglehrer absolvieren. Dort lernst du wirklich viel dazu. Vor allem kritische Flugzustände frühzeitig erkennen um dann rechtzeitig die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Lernt man in der Ausbildung zwar auch aber bei der Lehrerausbildung geht man mehr an die Grenzen. Du lernst was man mit dem Gyro so alles machen kann und was man nicht machen kann (soll). Du wirst beim späteren Einsatz auch bei minimalen Flugwetterbedingungen fliegen (müssen?) vor allem im Gebirge. Da hilft die Fluglehrerausbildung und gibt eine gewisse Sicherheit. Man darf natürlich auch mit Lehrerausbildung nicht leichtsinnig werden. Die Physik ist für alle gleich.
- du solltest einen zweiten Piloten im Team haben. Du bist mal krank, willst Urlaub machen usw. Das Geschäft muss aber weiterlaufen. (Vertrag)
-deine Familie (wenn du eine hast) muss mitmachen! Nicht selber fliegen aber Verständniss für deine Sache haben. Du wirst oft auch am Wochenende beim Flieger sein. Das machen nicht alle Partner lange mit.

So das war's. Ich hoffe es war nicht so Oberlehrerhaft.


Hals- und Beinbruch

Uwe

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schokiraser (16.12.2014)

Schlagschrauber

* Förderndes Mitglied *

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18

Monday, September 29th 2014, 6:45pm

Hi!

(Jetzt hab ich aber lange gesucht, um diesen Thread wiederzufinden, den ich nicht nur unter AutoGyro gesucht hätte, da auch die Tragschrauber aller anderen Hersteller nicht ohne Betriebskosten auskommen! ^^


Ich habe beim Aufräumen auf meinem Rechner gerade zwei alte Excel-Sheets (Excel 97 - 2003) gefunden, die ich so um 2005 selbst zur Betriebskostenabschätzung verwendet hatte, die aber damals auch schon etwas angegraut waren, da ich selbst DM durch € ersetzt habe.
Ich möchte mich nicht mit fremden Federn schmücken, aber bedauerlicherweise hab ich zumindest in einem Fall keine Ahnung mehr, woher ich dieses Berechnungsblatt runtergeladen hatte. Anonymen Dank!

Doch wenn ich mir die Metadaten des Excel "Wirtschaftlichkeitsberechnung - Flugzeug" anschaue, finde ich als Autor meinen lieben alten Bekannten und Reisegefährten Ralf wieder, der hier im Forum unter Ile-d-Yeu bekannt ist, und den ich damals noch gar nicht kannte! Konkreten Dank!

Möglicherweise könnt ihr anhand dieser Vorlagen mal eine belastbare Kalkulation der jährlichen Betriebskosten bzw. Kosten pro Flugstunde machen. Und wenn einer eine verbesserte Version unter die Leute bringen will: Her damit!

Servus, Holger


P.S.: Wenn ihr irgendwo einen Posten "Propeller" seht, dann subsummiert darunter auch die Rotor-Kosten. Die Sheets sind offensichtlich älter als der Tragschrauber-Boom!
Schlagschrauber has attached the following files:
"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

skyride

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Tuesday, September 30th 2014, 9:30pm

Hallo Uwe,

super Bericht!
Du hast hier die Realität mit allen Fazetten präsentiert.
Damit dürfte keiner, der Lesen(und umsetzen) kann, blauäugig in ein finanzielles Abenteuer stürzen.
Keineswegs ist Deine Aussage "oberlehrerhaft", eher ein tatsächlicher Ratgeber.
Immer wieder erklären mir Leute, einen Tragschrauber anzuschaffen, mit dem Zusatz:
Diesen refinanziere ich mit Rundflügen!......
Na prima, denke ich und komme auf einen Punkt, der hier seltsamerweise fast nicht diskutiert wird, obgleich von sehr großer Bedeutung! (Womöglich nur für mich?)
DAS MAXIMALE ABFLUGGEWICHT VON 560 kg....
Warum wird hier nichts geschrieben, wer hat es persönlich für sich umgesetzt?
Ist jedem hier klar, daß auch mit einem kostenlosen Gefälligkeitsrundflug, vollgetankt,
bei einem Unfall mit Personenschaden die Versicherung nicht einspringt, der Pilot/Halter
Haus und Hof und noch viel mehr verliert, weil Tragschrauber, 2 Personen, Spritmenge
die bisherigen 450 kg überschreiten?


Dafür wäre ein eigenes Thema zu beginnen.
Ich habe dies persönlich für mein Gerät erkämpft, mein Händler wollte mich abzocken mit abstrusen Investionen.
Sollte hier ein neues Thema beginnen, würde es mich freuen .




Schönen Abend

Konrad

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schokiraser (16.12.2014)

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20

Tuesday, December 16th 2014, 3:10pm

Flugschein

Ein kurzes update. Ich habe Ende November meine theoretische Prüfung bei Thomas kiggen abgeschlossen und warte nun auf den Frühling für die Praxis. Es geht also voran. Und er erzählte mir auch das die FlugSchule in Eisenach im August ihren Betrieb für Tragschrauber eingestellt hat. Das wäre auch eine Erklärung für die fehlenden Antworten.
Also bis dahin

Steffen


www.tragschrauber.at/

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