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troed

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Thursday, February 25th 2010, 12:44pm

Re: Notlandetechnik

Hallo Chris !

Du hast vergessen DAS zu kommentieren :D ;)

Auch Spiralen im Sackflug ist ein "sicheres" Verfahren und trotzdem hat es den Autor des Threads mal ohne Not auf die Piste geknallt. Es haben "nur" ein paar Meter Höhe gefehlt,

.............................................. :roll:

Zu meiner Qualifikation (wohl überlesen ;) ):

Geübt habe ich das mit Michael und Andi bis zum "Abwinken" (auf MT03, Magni M16 und Magni M24) und auf Neuseeland (mit meinem Backup Tony Unwin) auch durchgeführt (kein Notfall !).

Es will sich einfach keine Freude mit diesem Manöver bei mir einstellen und bei den zahlreichen Sicherheitsaussenlandungen und/oder Notlandungen von Gyrokollegen am Platz hat keiner im Traum daran gedacht SO notzulanden.


Offensichtlich sind auch andere meiner Meinung (siehe Posting SchuberLuftsport) :D

Und meine Conclusio findet ja Deine Zustimmung ............................ :D
Angelo | "Es ist besser zu WISSEN als zu GLAUBEN" | Perfect Smile and Face - Zahnimplantate

Schlagschrauber

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Thursday, February 25th 2010, 1:01pm

Re: Notlandetechnik

Hi, Chris & Angelo!

Ich denke, hier ist erstmalig ein Hinweis in meiner neuen Funktion als Co-Moderator gefragt.

Und das ausgerechnet bei zwei alten Forumskollegen, mit denen ich schon häufiger Kontakt hatte und die mir beide sympathisch sind! Und während ich mir hier einen versöhnlichen Text aus den Rippen leiere, legt Angelo sogar noch einen drauf!

Ich möchte es ja explizit vermeiden, hier den Schiedsrichter zu spielen, aber um zu zwischen euch moderieren können. muss ich etwas ausholen:

Die Situation ist für mich wie immer: jeder mag aus seiner Sicht Recht haben: Da ich noch nie mit Angelo geflogen bin, nehme ich jetzt einmal mich selbst als Maßstab und muss zugeben, dass Chris, den ich auf Videos und während eines Tags in LHFM fliegen sehen habe, in punkto: Beherrschung seines Gyros in Grenzsituationen überdurchschnittlich trainiert ist, ich selbst bin es bestenfalls durchschnittlich.

Insofern kann ich Chris nur recht geben, wenn er sagt: Slippen ist ein Standard-Flugverfahren, und wenn ich meinen Flugzeugrumpf quer in den Fahrtwind stelle, erhöhe ich den Luftwiderstand so stark, dass auch die Sinkrate steiler wird. Somit erhöhe ich die Anzahl der Optionen, die mir im Notfall zur Verfügung stehen und bin somit ein sichererer Pilot.
Und nicht nur Harald Wingenfeld oder Stefan ("Gyronaut"), mit dem ich über dieses Thema konkret gesprochen hatte, auch ich werde mir zum Saisonbeginn wieder mal ein paar Stunden mit Lehrer gönnen, um meine eingerosteten Fertigkeiten wieder aufzufrischen oder angewöhnte Schlampereien wieder loszuwerden.

Angelos Sicht ist insofern genauso nachvollziehbar, wenn er sagt: ein Pilot, der auf Maneuver verzichtet, die er nicht beherrscht, ist auch ein sichererer Pilot.

Somit hätten wir zwei Standpunkte, die per se beide nicht falsch sind. Damit könnten wir doch leben! Leider finde ich aber auch, dass einige Aussagen von Angelo schon ziemlich hart und für meinen Geschmack zu persönlich waren (z.B.: "extrem verantwortungslos"). Oder unpräzise (z.B.: "JEDES Verfahren das man heil überlebt kann als sicher bezeichnet werden."). Es mag in der Mentalität (ich erspare euch eine Ferndiagnose :roll: ) der beiden Kontrahenten liegen, denn ich kann mich aus Urzeiten an Diskussionen zu Begriffen wie "Rotorhub" oder "Rotorschub" erinnern. Leider hat auch Chris den Ball aufgenommen und nach meinem Geschmach etwas über das Ziel geschossen ("Solche Aussagen sollte nur jemand treffen, der auch die nötige Kompetenz dazu hat. Das sagt viel mehr etwas über dich aus, als über das Thema selbst."). Ich will jetzt nicht zurückgehen und analysieren, er wann mit welcher Stichelei begonnen hat ... das ist müßig.

Ich möchte euch beide persönlich bitten, eure Diskussionen doch jeweils so zu führen, dass auch der andere ohne Gesichtsverlust damit leben kann. Es gibt nicht den Standardpiloten, der alle Standardmaneuver gleich gut beherrscht. Dennoch ist es zielführend, sich auch auf Notsituationen zu trainieren.

Lasst und alle doch bitte aus der Diskussion zwei Konsequenzen ziehen:
a) nichts Fliegerisches ausführen, was man nicht zu 100% beherrscht!
b) die Maneuver, die man nicht zu 100% beherrscht, durchaus auch mal mit einem Profi trainieren und später hin und wieder üben.

Und als Strafe für diese Entgleisung rate ich euch doch mal das Studium eines Standardwerkes der westlichen Literatur: R.Goscinny, A. Uderzo, "Asterix auf Korsika", Seite 46 ;)

Den Rest würde ich ja sehr gerne mal bei einem Kaffeetscherl mit euch klären, servus, Holger
"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Burky

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43

Thursday, February 25th 2010, 1:47pm

Re: Notlandetechnik

Hallo Holger,

außgerechnet der Band "Asterix auf Korsika" ist mir abhanden gekommen, wärest du so nett die entsprechende Passage auf Seite 46 einzuscannen und ins Forum zu stellen?

Und was ist denn ein "Kaffeetscherl"? (für alle die, die nördlich des Weißwurschtäquators zuhause sind).

CU@AERO
Burky

troed

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44

Thursday, February 25th 2010, 1:53pm

Re: Notlandetechnik

HH !

Mit Deinen Schlussfolgerungen bin ich voll und ganz einverstanden, werde aber auch in Zukunft immer warnend den Zeigefinger heben wenn - und bitte beachte wie viele Noch-Fussgänger hier Mitglieder sind - leichten Herzens über Verfahren gesprochen wird, die erst nach vielen hundert Stunden Perfektion der Standardverfahren angegangen werden sollten.

Und ich spreche hier einfach aus praktischer Erfahrung: hätte ich 2004 das international übliche Abrollen mit Stick vorne gelehrt bekommen hätte ich mir wahrscheinlich 2006 als low-time-pilot (damals knapp 100h) den Umkipper auf der Landebahn erspart. :D

"Seitenhiebe" und Zweifel an Qualifikationen richten sich ohnehin selbst weshalb Du nicht befürchten musst es begänne jetzt ein "Grabenkampf" ..................... :D Da ich ein ALTER Pilot werden möchte versuche ich meine Einschätzungen so weiterzugeben, dass auch in ferner Zukunft alle geneigten Forumsleser ALTE Piloten sind.

Vielleicht wäre es klug eine Spalte mit dem Titel: "Gefährliche aber mögliche Manöver für (noch lebende ;) ) Vollprofis" einzurichten um unserer Verantwortung gegenüber Noch-Fussgängern und hilfesuchenden Low-Time-Piloten gerecht zu werden. :D

Oder um die Bibel zu bemühen: "wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein."
Angelo | "Es ist besser zu WISSEN als zu GLAUBEN" | Perfect Smile and Face - Zahnimplantate

Schlagschrauber

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45

Thursday, February 25th 2010, 2:11pm

Re: Notlandetechnik

Siehst du, Angelo!

DAS ist die feine Klinge, und ich denke, mit der können wir alle leben ... auch wenn ich dir selbst bei der Formulierung "Gefährliche aber mögliche Manöver für (noch lebende) Vollprofis" nur deshalb keine Verwarnung gebe, weil ich weiß. wie tief die Morbidität in der Seele des Wieners verwurzelt ist ... ;)

Unter der Beschreibung "noch lebende Vollprofis" hätte ich solche Leute gesehen wie die Kunstflugpiloten Jimmy Franklin, Bobby Younkin und Jim Leroy ( <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.bulldogairshows.com">http://www.bulldogairshows.com</a><!-- m --> ) - aber halt: die sogenannten "Masters of Desaster" haben ihrem Namen inzwischen ja alle Ehre gemacht und sind alle drei bei Flugunfällen verstorben! Auch eine Art "Darwin Award"?

In diese Kategorie fallen Leute, die einen Slip im Tragschrauber sicher beherrschen, auf jeden Fall noch lange nicht!

Servus, Holger
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Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

gyrowing

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46

Thursday, February 25th 2010, 2:23pm

Re: Notlandetechnik

Hallo Angelo,

das was Du da in Deinem Beitrag (auf den Chris geantwortet hat) fett ins Forum gebracht hast, ist tatsächlich ein typisch-angelo-hafter Überzeichnungsbeitrag....! Aber wir kennen das ja von Dir und können es - ein bißchen kopschüttelnd - einordnen. Ja, Deinen Finger sollst Du ruhig weiter erheben!
Was mich stört ist Deine päpstlich anmutende Sicherheit solcher Wahrheitsverkündungen. Sei ein bißchen naturwissenschaftlich-skeptischer! Du mußt ja nicht vom Slip überzeugt sein! Aber gleich verteufeln? "Hexe erkannt, Hexe verbrannt!"
Ich muss dem Chris durchaus beipflichten und hoffe, dass Du nun sagst: "OK, habe vielleicht überzogen...und hätte genauer sagen sollen, dass es meine Privatmeinung ist...!"

DU musst ja auch nicht immer recht haben :D :twisted:

Einen freundlichen Gruß sendet Harald
NSA auch hier: O' zapft is !

Schlagschrauber

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47

Thursday, February 25th 2010, 2:39pm

Re: Notlandetechnik

@ Burky!

Leider habe ich keinen Scanner und fürchte auch die Copyright-Probleme, die sich ergeben könnten.

Aber ich kann dir den Text abtippen, und die Bilder musst du dazudenken:

Ausgangssituation: mit vereinten Kräften der Gallier und mehrerer Korsen-Stämme wurden die Römer geschlagen und aus Korsika verdrängt. Statt direkt zu feiern, kommt es erst zur Konfrontation zwischen zwei Häuptlingen:

A: "Und jetzt zu unserer Aussprache, Osolemirnix!"

O: "Azurix!"

A: "Warum beschuldigst du mich, ich hätte dich an die Römer verkauft?"

O: "Du hast als Einziger gewußt, dass ich in dein Dorf komme! Und die Römer sind auch gekommen. Während meiner Siesta!"

Auge in Auge stehen sich die Kontrahenten gegenüber, die Messer werden gezogen!

A: "Wir haben nicht gewußt, dass sie kommen. Wir haben die Zeit deiner Siesta genutzt, um Vetter Galgenstrix Essen zu bringen, der sich wegen der Geschichte der Großtante von Allestrix schon seit 30 Jahren im Buschholz versteckt."

Ein unbeteiligter römischer Lgionär mischt sich ein:

L: "Da erinnere ich mich! Der wamperte Prätor wurde nicht von Azurnix benachrichtigt, Osolemirnix! Er war sowieso gerade dabei, dich zu verfolgen, und dann hat er die Abwesenheit von Azurnix und seinen Leuten zu deiner Festnahme genutzt!"

Unbeweglich bleiben die beiden Kontrahenten stehen, sich weiterhin grimming anblickend!
Sie stehen ...
und stehen ...
und stehen, bis:


O: "Möglich! Aber dann bleibt immer noch die Sache mit deinem Urgroßvater, der den Esel nicht bezahlen wollte, der ..."


und: ein Kaffeetscherl ist ein "kleiner" Kaffee, wobei ich das Doppel-"E" am Ende bewußt betont wissen möchte, da es sich um einen österreichischen Kaffeeee handelt und nicht um einen deutschen Kaffe (wie in "Tass Kaff").

Zum Thema "Tass Kaff" noch ein Histörchen: Ich flog mit einem Freund in einer Katana von Graz aus nach Djerba (Tunesien). Nach zwei Tagen im Flieger freuten wir uns auf einen echten, original arabisch zubereiteten Mocca, doch was bot man uns als erstes an? "Hier gibt es deutschen Filterkaffee!" :lol:

Servus, Holger
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SixPack

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Thursday, February 25th 2010, 2:54pm

Re: Notlandetechnik

um noch etwas Öl in das Feuer zu gießen......

Nachdem ich sicherlich beim Thema Notlandetechnik auch in die Meinungslawine getreten habe, möchte ich Angelo nicht allein im Regen stehen lassen und durchaus zu verstehen geben, dass ich seine Meinung bezüglich Anflugverhalten voll teile.

Vielleicht liegts aber daran, das unsere Generation Piloten mit geschlossenen Gyros :) , alles gerne etwas ruhiger und
gemächlicher im Anflug angehen lassen möchten um auch unser Familienleben noch über Jahre genießen zu können.

In der Ruhe liegt die Kraft ( auch bei der Notlandetechnik )

Grüße

SixPack
Drehzahl ist das halbe Leben!

troed

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49

Thursday, February 25th 2010, 3:09pm

Re: Notlandetechnik

Hallo Harald !

Du hast schon recht, ich formuliere sehr häufig überspitzt !

Was mich dazu bewegt habe ich Holger in einer PN geschrieben:

"............... aber HIER geht es darum verantwortungsvoll zu handeln und zu vermeiden, dass unbedarfte Forumsleser vermeintliche Standardverfahren anwenden und sich dann den Hals brechen. Die Schuld daran würden nämlich WIR tragen.

Deshalb meine überspitzte Ausdrucksweise, denn es muss bei den Lesern hängenbleiben, dass das nur was für SEHR erfahrene Piloten ist."

Wobei "unbedarft" hier im Sinne von: "unvoreingenommene" und "noch nicht so erfahrene" zu werten ist. :D

Was beim Leser hängen bleibt, ist: "sicheres Verfahren", was aber - auch bei Chris Initialpost - NOCH drinnen gestanden hat, nämlich: "lange mit einem Fluglehrer trainieren", wird dann oft vergessen.
Angelo | "Es ist besser zu WISSEN als zu GLAUBEN" | Perfect Smile and Face - Zahnimplantate

troed

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Thursday, February 25th 2010, 4:52pm

Re: Notlandetechnik

PS: ........... da schlägt halt ab und an meine Lehrtätigkeit bei Akademikern durch (Du, Harald, weisst was ich damit durch die Blume sagen will. :D ). Ich habe es mir abgewöhnt post-docs spektuläre OP-Videos aus eigenem Hause zu zeigen (auch wenn der Applaus, der darauf folgt, sehr verführerisch ist :oops: ), da es in der Vergangenheit zu oft vorgekommen ist, dass ebendiese post-docs dann verzweifelt angerufen haben, weil alles schief gegangen ist.

Obwohl ich doppelt unterstrichen und mit zehn Ausrufezeichen gesagt habe, das ist AUCH möglich WENN man die Operation schon hunderte Male gemacht hat. Rein didaktisch bleibt offensichtlich immer nur das Spektakuläre und Sensationelle hängen, nicht aber die eindringliche Warnung: NUR WAS FÜR PROFIS !

ICH ordne mich als durchschnittlichen Piloten ein und sehe neidvoll, wie oft Jungpiloten nach 10 Ausbildungsstunden das Attest bekommen: "eigentlich kann er schon alleine fliegen". Ich werde nie ein Michael Ullrich oder Andy Siebenhofer werden, da ich einfach nicht die Zeit habe, täglich im Gyro zu sitzen.

Dagegen habe ich zu viele Piloten gesehen und Geschichten aus verlässlicher Quelle gehört, wonach Piloten (oft auch langgediente Airliner) in Selbstüberschätzung und /oder Leichtsinn Manöver ausgeführt haben, die sie entweder nur gelesen oder bestenfalls rudimentär geübt haben, und gecrasht sind. :cry:

Ich hoffe jedoch in jedem Fall dass jeder Leser erkennt, dass es sich hier um meine persönliche Meinung handelt (ist ja auch ein DISKUSSIONSFORUM), denn KEINER kann für sich das Recht in Anspruch nehmen, das MASS ALLER GYRO-DINGE zu sein. Da es jedoch gleichlautende Meinungen gibt liegt die Wahrheit (wie immer :D ) in der goldenen Mitte................
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troed

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51

Thursday, February 25th 2010, 6:44pm

Re: Notlandetechnik

Internationale Meinungen zu dem Thema von very-long-time-pilots:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.rotaryforum.com/forum/showthread.php?t=25001">http://www.rotaryforum.com/forum/showthread.php?t=25001</a><!-- m -->

(sorry, nur in Englisch)

Auf ausdrücklichen Wunsch werde ich gerne eine Zusammenfassung schreiben, aber nur auf ausdrücklichen Wunsch ;)
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Horst. I

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Thursday, February 25th 2010, 7:14pm

Re: Notlandetechnik

Hi, Chris, Angelo und Holger

Mich als Fussgänger hat dieser Thread am Anfang doch ein bischen verwirrt.
Aber was ich dem entnehme ist wohl dieselbe Tatsache wie mit dem Führerschein.
Vor gut 35 Jahren hab ich diesen Schein (damals Fahrerlaubnis Kl. 5 (LKW)) in meiner Lehre gemacht. Prüfung auf anhieb bestanden und der Fahrschullehrer sagte nur " jetzt darfst du fahren, aber "können" wirst du es erst, wenn du mindestens 100 000 km unter dem Hintern abgeritten hast.
Er hatte recht! Es hilft nur üben, üben, und nochmals üben!
Ich fahre seit dem unfallfrei. Mit der Fliegerei wird es nicht anders sein. Man muss üben!

LG Horst
(der Ultraleichte)

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53

Thursday, February 25th 2010, 7:44pm

Re: Notlandetechnik

Quoted from ""troed""

Internationale Meinungen zu dem Thema von very-long-time-pilots:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.rotaryforum.com/forum/showthread.php?t=25001">http://www.rotaryforum.com/forum/showthread.php?t=25001</a><!-- m -->

(sorry, nur in Englisch)

Auf ausdrücklichen Wunsch werde ich gerne eine Zusammenfassung schreiben, aber nur auf ausdrücklichen Wunsch ;)


Ist nicht notwendig, Angelo, ich mach das hiermit. Mir geht's nämlich um eine möglichst objektive Darstellung aller Meinungen und Ansichten. Deshalb habe ich nämlich auch den Thread im internationalen Forum angeleiert.

Es haben dort vier Leute gepostet, deren Erfahrung ich als hoch einschätzen würde, einer davon als sehr hoch.

Das Slippen wurde von keinem als gefährliches Manöver eingeschätzt. Einer schätzt die gute Kontrolle über die Flugbahn während des Slips. Es wurde allerdings bezweifelt, dass ein steiler Abstieg mit Slip wirklich so steil ausfällt, da die notwendige Vorwärtsgeschwindigkeit ja schließlich zu einer Verflachung der Flugbahn führen muss. Als Alternative wurde von "birdy" (sehr, sehr erfahrener Pilot) das "Aufladen" des Rotors -- also ähnlich dem von Holger vorgeschlagenen Manöver -- vorgeschlagen. Er meint, das sei auch auf geringem Platz und mit Hindernissen darum herum machbar.

Wie gut ein Gyro sich slippen lässt, hängt auch von seiner Aerodynamik ab. Ein sehr "schlüpfriger" Gyro hat dabei den Nachteil, dass er weniger Widerstand hat und nicht so effektiv absteigt wie ein aerodynamisch "schmutzigerer". Mein Eindruck mit dem MT03 ist, dass er in einem guten Slip steil absteigt.

Ich freu mich schon auf's nächste mal fliegen, dann werd ich versuchen, die Effektivität des Slippens zu quantifizieren und der Rotorauflademethode mal mehr Augenmerk schenken. Allerdings ist diese Methode noch weniger für Anfänger geeignet.

Ich versuche hiermit eine Gegenüberstellung der drei Methoden, wie sie sich mir darstellen:

Vertikaler Abstieg
=============
Pros: sehr steiler Abstieg, Punktlandung möglich mit praktisch Null ausrollen.
Cons: geringe Kontrolle über Flugweg, geringe Fehlertoleranz bei zu niedrigem Abfangen.

Rotoraufladen
==========
(dazu kann ich noch nicht wirklich viel schreiben, da ich damit noch nicht genügend Erfahrung bei Notlandungen habe. Vorerst einmal:)
Cros: keine niedrigen Geschwindigkeiten in Bodennähe, Punktlandung möglich
Kons: Steile Kurven in Bodennähe bergen Gefahr

Slip
===
Pros: gute Kontrolle des Flugweges während des Abstieges, größere Fehlertoleranz beim Abfangen als Vertikalabstieg
Kons: Evt. kein so steiler Abstieg (muss ich noch probieren)

-- Chris.

Schlagschrauber

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Thursday, February 25th 2010, 7:46pm

Re: Notlandetechnik

Tja, Angelo!

Aus dem amerikanischen Forum kristallisiert sich ja noch eine weitere Experten-Lösung heraus: der kontrollierte Spiral-Sturzflug.
Empfohlen von einem der verwegensten Gyrocopter-Piloten! (ich meine Birdy: <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=EmFgN1D2D10">http://www.youtube.com/watch?v=EmFgN1D2D10</a><!-- m --> sehenswert, aber unbedingt die Landung bei 6:20 anschauen! oder auch <!-- m --><a class="postlink" href="http://www.youtube.com/watch?v=yoeDCJE_5hA">http://www.youtube.com/watch?v=yoeDCJE_5hA</a><!-- m --> )

Oder aber das Aufladen der Rotors durch starkes Kurven kurz vor der Landung.

Ich bin ja gespannt, wohin das alles noch führt.

Und bis dahin bleib ich vorerst mal bei meinen PTL, PTU, PTS oder PT8 Anflügen ...

Servus, Holger

P.S.: Hi, Horst I: ich finde den Vergleich einigermaßen zutreffend! Allerdings kenne ich Fahrer, die 100.000 km nichts dazulernen, und andere, die sich auch nach 100.000 km immer weiter perfektionieren oder auch zurücknehmen, wenn sie älter werden und zum Beispiel weniger gut sehen in der Nacht.
Lass es mich salopp formulieren: mit 10.000.000 Rotorumdrehungen oder mehr hast du halt mehr Flugerfahrung, den besseren Blick, eine genauere Einteilung als sie ein Anfänger haben kann. Aber meine Außenlandung hab ich mit < 35 h auf dem Gyrocopter auch prima hingekriegt.

Außerdem: Notlandungen (sagen wir lieber: ungeplante Außenlandungen) kommen ja nur alle heiligen Zeiten vor.
Liebe Anfänger! Glaubt nicht, dass wir regelmäßig vom Himmel fallen! Meinen ersten Autounfall hatte ich ja auch erst bei 1.050.000 km. :roll:

P.P.S: Jetzt hat mich Chris überholt! Hätte ich mir das australische Englisch von Birdy (lesenswert!) sparen können. :D
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troed

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55

Thursday, February 25th 2010, 8:02pm

Re: Notlandetechnik

Tja, siehste, Holger, auf DAS sind wir noch gar nicht gekommen ............ :D :D :D

Das ist allerdings möglicherweise noch gefährlicher als slippen ............ für Durchschnittspiloten :D :D

Was ich immer schon gern gehabt hätte (aber kein Gyrobauer in Europa erfüllt diesen Wunsch): das G-Force-Fahrwerk von Butterfly-gyroplanes:

<!-- m --><a class="postlink" href="http://www.thebutterflyllc.com/">http://www.thebutterflyllc.com/</a><!-- m --> (sehen crazy aus die Dinger sollen aber hervorragend fliegen und ohne Probleme senkrecht landen)

Was ich hier für mich mitnehme (bis irgend jemand auch hier ein G-Force-Landing Gear verbaut): ab nun werde ich noch höher fliegen, damit ich SICHER ein schönes grosses Notlandefeld erreiche :lol:

(..... und wenn ich Zeit habe werde ich mal eine wörtliche Übersetzung der Antworten aus dem Englischen niederschreiben :D Ach, Holger, soll ich Birdy in bayrisch eindeutschen oder lieber schwäbisch, was meinst Du passt da besser ?)
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AndyTille

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Thursday, February 25th 2010, 8:40pm

Re: Notlandetechnik

Leute!!!! Ihr redet am Thema vorbei und überseht dabei das Äpfel mit Birnen verglichen werden! Wer fliegt den schon einen Apparat wie Birdy? Nicht mal Sigi der schon als Minimalist gelten darf. Wollt Ihr einen Orion M 24, oder selbst Holgers DF2 mit einem Air Commander aus den 80ern vergleichen? Natürlich kennt Burdy keinen Slip, der hat ja auch keinen Rumpf oder sonstewas der Widerstand erzeugt, der gößte Widerstand, der Pilot, dürfte bei einem Slip aerodynamisch günstiger sein als im Geradeausflug wo die Schultern voll im Wind sind, jede andere Position des Piloten verbessert die Aerodynamik!!!!!. Bei einem Slip von Burdy hat er 2 Röhrchen zusätzlich im Wind die abbremsen können, mehr aber auch nicht. Und Gewicht hat er auch nicht mehr als unbedingt sein muß, reden wir mal von 120 kg für's Gerät und 70 für ihn, also 190 kg (verbessert dank Edit!). Bitte, diese Vergleiche entbehren jeglicher Realität zu unseren europäischen Gyros (Ausnahme offener einsitziger Airbet).
Ich halte nicht allzu viel davon die "extrem erfahrenen" Ami's mit Ihren Rohrrahmen Gyros als Referenz zu empfehlen. Deren Gyro's sind anders, sie haben meist das laterale Leitwerk im Ruder..............ich habe schon mal so ein Leitwerk geflogen und die Vorteile kennen gelernt, aber wer von Euch noch????
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troed

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57

Thursday, February 25th 2010, 9:03pm

Re: Notlandetechnik

Hi Andy !

Jetzt wollen wir aber mehr davon wissen, erzähl doch mal :!:
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AndyTille

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Thursday, February 25th 2010, 9:24pm

Re: Notlandetechnik

Würde Dir gefallen, Angelo. Die Nase bleibt immer geradeaus, eagl ob Gas gibst oder wegnimmst. Das Leitwerk im Ruder teilt den Propellerstrom in 4 gleich große Wirbel auf die sich in der Wirkung neutralisieren. Keine Nase nach links drehen beim Gas wegnehmen........weniger Risiko schräg aufzusetzen......bei den Amis konsequent verwendet, bei den Europäern so gut wie gar nicht, deshalb lasse ich die Vergleiche, es passt einfach nicht zusammen. Birdys Gyro ist eine tolle eigenmodifizierte Konstuktion die er super beherrscht, aber bitte was hat das mit DULV, Aviacion Civil........oder in Europa zugelassenen Gyros und deren Slipverhalten zu tun? Nichts, rein gar nichts.
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Schlagschrauber

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59

Thursday, February 25th 2010, 9:32pm

Re: Notlandetechnik

@ Angelo!

Stoastairisch! (Schließlich ist Australien ja auch sehr, sehr weit im Süden!) ;)

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60

Thursday, February 25th 2010, 9:41pm

Re: Notlandetechnik

Verstehe eines nicht: die meisen Aktiven hier im Forum haben einen Gyro und Erfahrung, probiert es selbst aus und fertig! Was muß ich einen Ami mit einem Butterfly fragen ob er einen Slip mit einem MT, Magni Orion oder ELA für sinnvoll hält? Selbst ist den Mann (oder anders gesagt: was geht mich das dumme gequatsche meines Nachbarn an?).
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