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otto

Intermediate

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1

Friday, August 19th 2016, 9:46pm

Gyro Unfall

https://www.tips.at/news/st-marienkirche…er-starke-regen

Ich drücke dem Piloten die Daumen, das er wieder gesund wird.

Schlagschrauber

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2

Saturday, August 20th 2016, 12:22am

Diesen Wünschen möchte ich mich gerne anschließen!

Also ich glaube eher an schlechte Sicht wegen Regens als an das Herabdrücken! Bin schon mal pitsche-patsche nass geworden bei einem unerwarteten Regenschauer, bei sommerlichen Temperaturen mit T-Shirt und Jeans in einem offenen Magni M16. Das Problem war damals eher die Orientierung.

Gute Besserung! Holger
"Es ist eine Kunst, sagt er, oder vielmehr ein Trick zu fliegen. Der Trick besteht darin, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."

Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Didi

Trainee

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3

Saturday, August 20th 2016, 8:29am

Ich erinnere mich gut an eine Notiz vom Generalkonstrukteur Richard W. : „Fliege, bei Regen, nur mit Gottes Segen“. Er hat berechnet, dass im Regen die laminare Strömung um mindestens 30% abnimmt. Die zirkulierende Luft wird durch das Wasser immens gestört. Das ist auch der Grund, warum Airliner bei Regen ein Teil der Klappen ausfahren. Wir bei VT Technologies haben es zum Anlass genommen, demnächst ein dynamisches Profil vorzustellen.

Wie auch immer: Gute Genesung dem Verunglückten!

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4

Saturday, August 20th 2016, 9:47am

Hallo Didi,

kannst Du das mit dem Regen und dem Klappen ausfahren bei den Airlinern genauer erklären? Mir ist das noch nie aufgefallen außer im Landeanflug, aber da werden die doch auch bei Schönwetter ausgefahren.

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5

Sunday, August 21st 2016, 10:37pm

Also durch den Regen "heruntergedrückt" wurde der Gyro mit Sicherheit nicht. Schlie"e mich auch Holgers Interpretation an, dass wegen schlechter Sicht und niedriger Wolkununtergrenze der Pilot immer tiefer (und langsamer) flog und dadurch mit dem Hausdach kollidierte.

Eigentlich hätte ich angenommen, dass bei man einem Lokalflug nicht unerwartet ine eine Schlechtwetterfront gerät. Ohne mit dem Finger zu zeigen wird hier deutlich, dass eine gute Flugvorbereitung wie auch ein Ausweichplan selbst bei Lokalflügen wichtig sind.

Wümsche dem Piloten gute Besserung!

Lg, -- Chris.

mafli

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6

Monday, August 22nd 2016, 1:57pm

Dass beim Flugzeug Klappen bei Regen ausgefahren werden, ist bullshit.

Ebenso wird kein Gyro vom Regen runtergedrückt.

Die Aussage von Chris kann ich (aus leider eigener Erfahrung) bestätigen: "eine gute Flugvorbereitung wie auch ein Ausweichplan selbst bei Lokalflügen wichtig sind."

Aus meiner Sicht wird das Wetterbriefing bei der Flugvorbereitung von Lokalflügen sehr gerne unterschätzt.

Steve_UK

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7

Monday, August 22nd 2016, 6:58pm

Another photo here of the Cavalon - appears to be D-MXDR - also a photo of the damage to roof of a farm building

auch ein Foto des Schadens Dach eines landwirtschaftlichen Gebäudes


http://kurier.at/chronik/oberoesterreich…-ab/216.512.732
Xenon & Zen1 & Tercel Gyro Blog http://xenongyroblog.blogspot.co.uk/ Arrowcopter Gyro Blog http://gyrocopterarrowcopter.blogspot.co.uk/

Steve_UK

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8

Monday, August 22nd 2016, 7:03pm

more here on the Facebook page of Inn-Flight

""Nach den vielen Pressemeldungen
möchte ich noch einiges klar stellen. Die Unfallursache war plötzlich einsetzender Starkregen. Die Sicht war innerhalb einer Minute bei 0 und der Gyrocopter hat stark an Höhe verloren. Am Seitenfenster habe ich noch eine Wiese gesehen da wollte ich mich hinsetzen. Leider konnte ich über die Windschutzscheibe nichts sehen. Daher wsr der uns im Weg stehende Schuppen unbekannt. Damit kam es weige Meter vor dem Boden dich noch zum Crash. Dem Alois gehts sehr gut ich bin noch im Krankenhaus. Rissquetschwunde am Kopf und Riss am 7. LWirbel. Den Umständen entsprechend gehts mir gut. Wie es mit der Fliegerei weiter geht wird sich in ein paar Monaten entscheiden. Ich bedanke mich bei allen die mit mir bis jetzt geflogen sind und mir vertraut haben. Die Gyrocopter fliegerei ist nach wie vor sicher. Keine Angst so ein Unwetter das gibts statitisch gesehen alle 100 Jahre einmal.""


https://www.facebook.com/innflightgyrocopter.at
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Groucho

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9

Thursday, August 25th 2016, 9:33am

Es wäre durchaus möglich, daß er in einen Microburst geraten ist. Wenn durch den starken Regen Luft mit nach unten gerissen wird, entsteht ein Abwind, der in der Luftfahrt shon desöfteren für Flugunfälle gesorgt hat.
Dazu kommt der Druck des Wassers auf die Blätter von oben, es wird weniger Luft in Auftrieb umgesetzt, im Grunde genommen nimmt die Dichte der Umgebung zu (das Verhältnis Wasser:Luft verändert sich zugunsten des Wassers), die aerodynamischen Verhältnisse verschlechtern sich und der Widerstand nimmt zu.

Ich war Sonntag über dem Bodensee unterwegs, das Wetter war noch etwas instabil und bin selbst um ein lokales Regengebiet von etwa 1km Durchmesser geflogen, weil klar zu sehen war, wo es nach unten geht- Man konnte sowohl den Regen sehen, als auch Wolkenfetzen, die es nach unten mitgerissen hat. Klares Zeichen für Abwinde.
Für mich ist daher auch klar, daß menschliches Versagen als Unfallursache steht. Bei der Vorbereitung sollte klar sein, wie stabil oder instabil die Wetterlage ist und dann gehört Wetterbeobachtung zum Flug genauso, wie Luftraumbeobachtung. Die Regeln sind ja eindeutig, welcher Wolkenabstand einzuhalten ist und im Zweifelsfall gilt dann halt umkehren oder Sicherheitslandung, bevor es zu spät ist. Wenn ich vor mir eine dunkle Wolkenfront sehe, gehe ich da doch nicht drunter durch, insbesondere, wenn es auch noch bergig ist. Da gilt das Gesagte ja erst recht.

Und nein, Airliner fahren bei Regen nicht die Klappen aus. Würden sie das oberhalb der zulässigen Vflaps tun (die liegt je nach Größe und Winkel bei bis zu 200 kts), flöge ihnen die Kiste auseinander.

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10

Thursday, August 25th 2016, 11:06am

Danke, Steve, für den geposteten Bericht von der FB-Seite des Piloten.

In einem solchen Wetter -- höchst instabile atmosphärische Bedingungen, Gewitterwolken und Starkregen -- hat kein Flugzeug etwas in der Luft zu suchen. Ich bin vor ein paar Wochen in Newark, USA, in einem großen Jet drei Stunden am Boden gesessen, weil genau solche Bedingungen geherrscht haben. Wenn selbst solche Vögel bei diesen Bedingungen am Boden bleiben, ist es kein Wunder, wenn ein kleiner Gyro ebenfalls Probleme hat.

Bei der Zulassung des ArrowCopters habe ich Flug in leichtem Regen demonstriert. Das war leichter Regen (es dauert ca. 1-2 Minuten bis zum patschnass, ohne Regenschirm) und keine Gewitterwolken mit Turbulenzen, Abwinden und Microbursts. Da fliegt der Gyro noch normal, man muss aber die Nerven behalten, weil die Sicht nach vorn schon reduziert ist. Unter diesen Bedingungen ist ein Weiterflug noch ohne große Probleme möglich.

Unbedingt notwendig ist aber eine gute Belüftung der Cockpithaube, da diese sonst rasch beschlägt und die Sicht auf Null zurückgeht. Ansonsten: Nerven behalten, evt. eine Umkehrkurve fliegen, um aus dem Schauer rasch wieder herauszukommen. Eine Notlandung ohne vernünftige Sicht zu versuchen ist sehr schwierig (siehe gegenständlicher Unfall) und sollte die letzte Möglichkeit bleiben.

Meine Regel bei Einflug in Regenschauer: wenn ich durch sie durchschauen kann, fliege ich auch durch. Sehe ich die andere Seite nicht, mach ich einen Bogen drumherum.

LG, -- Chris.

Schlagschrauber

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11

Saturday, August 27th 2016, 7:01am

Das Problem mit den schlechten Sichten ist: sie werden meist nicht schlagartig schlecht!

Wenn ich plötzlich nach vorne nichts mehr sehe (Wolke, Regen, Schnee, Windschutzscheibe nass oder beschlagen), ist die Umkehrkurve praktisch quasi schon im Rückenmark vorprogrammiert! Gut so!

Wenn aber so schleichend über Minuten der Horizont langsam unsichtbar wird, man praktisch nur noch Landschaft erkennt in einem immer kleiner werdenden "Trichter" nach unten, irgendwann dann die Orientierung verloren geht, weil sich Landmarken verabschieden und sich Bauernhäuser, kleine Ortschaften und Landstrassen von oben doch weit mehr ähneln, als man das von unten glauben möchte, dann kommt der Moment, in dem man sich fragt: "Jetzt noch wenden? Vielleicht bin ich gleich durch! Ich glaube, es wird da vorne schon etwas heller?"

Ich habe die eben geschilderte Situation in meinem Fliegerleben etwa fünf, sechsmal erlebt, am Stammtisch werden die Erzählungen darüber mit jedem Jahr spektakulärer (sie reifen wie ein guter Rotwein-Jahrgang!). Besonders die mit dem Rundflug während heftigen Schneefalls und bei sinkender Wolkenuntergrenze! Die nüchterne Betrachtung ist jedoch, dass man, wenn man VFR unterwegs ist, lieber früher als später umkehren sollte und auch bei flüchtiger Flugplanung immer eine Ausweichmöglichkeit hinter sich, dort, wo man das Wetter so ungefähr kennt, im Hinterkopf behalten sollte.

Eine derartige Entscheidung ist nicht "feig"! Im Gegenteil beweist sie mehr Gespür als das Festhalten an einem einmal gefassten Plan. Ich respektiere jeden Piloten, der seine Grenzen und die seines Fluggeräts bei seiner Flugführung berücksichtigt!
Leider habe ich selbst diese Erkenntnis nicht durch eine überragende Verstandesleistung, sondern erst nach einigen Erfahrungen im wahren Flugalltag erreicht, bei denen ich ein Quäntchen Glück gebraucht habe (oder besser formuliert: bei denen mir nicht auch noch ein Quäntchen Pech dazugekommen ist). Deshalb kann ich mich in die Situation mit einem Jahrhundertregen und den rasch schwindenden Optionen sehr gut hineindenken.

Mein Fazit: Nie nur auf das Flugziel fixiert sein und immer einen Plan B vor dem geistigen Auge parat haben! Und lieber mit Worst-Case-Szenarien rechnen als mit "Wird schon gut gehen!".

Wie dem auch seit: ich hoffe, auch der Pilot kommt wieder unbeschadet in die Gänge und in die Luft!

Gute Besserung an ihn und ein Servus an alle, Holger
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Douglas Adams, aus: Das Leben, das Universum und der ganze Rest

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12

Monday, August 29th 2016, 9:04am

Servus Holger,

hast Recht: das mit dem graduell immer schlechter werdenden Wetter ist sicherlich die größere Herausforderung für den Entscheidungsprozess beim VFR-Fliegen. Im vorliegenden Fall hatte ich eher den Eindruck, dass eine sehr labile Wettersituation sich zu einer Gewitterzelle zusammenbraute, die dann sturzbachartig losbrach.

-- Chris.

mafli

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13

Monday, August 29th 2016, 11:34am

Diesen Monat sind wir mit der DA20 VFR nach Italien geflogen. Auf dem Rückweg war die Wetterlage etwas unbeständig. Schweren Herzens hatte ich mich aufgrund dessen entschlossen, das Flugzeug in den Alpen für eine Woche stehen zu lassen, bis ein stabiles Hochdruckwetter wieder Einzug gehalten hat.

Das Ganze Prozedere war zwar sehr zeit- und kostenaufwendig, da wir zunächst wieder mit Bahn und Linienflugzeug nach Hause geflogen sind, war aber letztendlich die richtige Entscheidung.


Ich "bewundere" immer wieder die lokalen Piloten in den Alpen, die trotz labiler Wetterlage meinen, fliegen zu müssen und sich selbst - aber auch ihren PAX oder den Menschen am Boden - einer Gefahr aussetzen.

Aus meiner Sicht kommt ein Starkregen nicht plötzlich daher, sondern geht meist mit entsprechender Wetterlage und Wolken einher.

Ile-d-yeu

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14

Monday, September 5th 2016, 8:31am

Ich beziehe mich auf den Pressebericht: Einen größeren Unfug habe ich selten gelesen! Das war mit Sicherheit genauso ein Verwandtenbesuch oder ähnliches wie vor ein paar Jahren in Lommersum, bei Weilerswist im Rheinland. Kein Regen dieser Welt zwingt mich in einen Dachgiebel zu fliegen. Und wenn ich dann noch so kluge Kommentare lese hier von Spezialisten die meinen, die klappen auszufahren, möchte ich nur noch brechen. Auch mit dem Gyro bin ich schon durch Regen geflogen. Ein Richtungswechsel nach links/rechts auf freies Gelände ist immer möglich, es sei denn, ich fliege in baumwipfelhöhe damit mich die bekannten auch besser sehen was für ein toller Typ ich bin. So Unfälle gibt es leider immer und immer wieder.
Liebe Grüße
Ralf ( Zur Zeit ohne eigenen Gyro)


www.tragschrauber.at/

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