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freak

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Saturday, May 24th 2014, 12:13am

Umfaller Bremgarten

"Flugschüler bleibt mit Kabel am Gas hängen – Tragschrauber kippt um

Auf dem Flugplatz des Gewerbeparks Breisgau hat sich am Mittwochabend ein Unfall mit einem sogenannten Tragschrauber ereignet. Verletzt wurde dabei niemand, das Fluggerät erlitt jedoch Totalschaden. Ein Flugschüler, welcher seinen ersten Alleinflug absolviert hatte, war mit seinem Tragschrauber gegen 18.30 Uhr zunächst sicher gelandet. Als die Rotoren sich verlangsamt hatten, blieb der Flugschüler jedoch mit dem Kabel seines Headsets am Gashebel hängen und die Rotoren beschleunigten erneut. Durch den Impuls wurde das Fluggerät instabil und kippte unter den Augen des Fluglehrers, der in sicherem Abstand daneben stand, zur Seite. Der Flugschüler wurde bei dem Vorfall glücklicherweise nicht verletzt. An dem Tragschrauber entstand allerdings Totalschaden in Höhe von rund 80 000 Euro."


Quelle: 24.05.14
http://www.badische-zeitung.de/lokales/b…kippt-um--print

Eintrag zum Flugplatz Bremgarten:


"Aktuell ist der Flugplatz Bremgarten für bestimmte motorisierte Luftfahrzeuge, beziehungsweise Luftsportgeräte wie zum Beispiel Tragschrauber (Gyrocopter) oder Motorschirm-TrikesNICHT zugelassen."





Da fragt man sich wie es zu diesem Unfall kommen konnte, wenn man da gar nicht fliegen darf!

This post has been edited 1 times, last edit by "freak" (May 24th 2014, 9:51am)


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Saturday, May 24th 2014, 7:39am

...Als die Rotoren sich verlangsamt hatten, blieb der Flugschüler jedoch mit dem Kabel seines Headsets am Gashebel hängen und die Rotoren beschleunigten erneut.


Wies ist das denn möglich? Wenn der Tragschrauber nach der Landung steht, der Rotor langsamer wird und ich nochmal Gas gebe, fange ich doch höchstens zu rollen an. Wieso sollte denn der Rotor dadurch beschleunigen??? Da müsste der Flugschüler ja den Knüppel gezogen haben.

Quoted


"Aktuell ist der Flugplatz Bremgarten für bestimmte motorisierte Luftfahrzeuge, beziehungsweise Luftsportgeräte wie zum Beispiel Tragschrauber (Gyrocopter) oder Motorschirm-TrikesNICHT zugelassen."


Da fragt man sich wie es zu diesem Unfall kommen konnte, wenn man da gar nicht fliegen darf!



Soviel ich weiß hat die Flugschule in Freiburg eine Ausnahmegenehmigung um dort zu landen.

-- Chris.

edhs

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Saturday, May 24th 2014, 10:52am

Moin,

dass Gyrocopter in Bremgarten landen und starten dürfen, davon kann man mit Sicherheit ausgehen. Ich habe dort selbst geschult und Jan mit seiner grossen Flugschule sowie Bremgarten mit seiner professionellen Leitung geht da mit absoluter Sicherheit immer den korrekten Weg.

Dieser Punkt lohnt also nicht der Nachfrage. Dagegen schon, wieso es immer wieder zu den Umkippern kommen kann, man kennt doch die Gefahren. Wird in diesem Punkt nicht ausreichend geschult? Fehlen vielleicht Simulatoren, um diese Situation üben und vermeiden zu können? Meine Sorge sind die Dunkelziffern über die nirgends berichtet wird und die heimlich abgearbeitet werden. In meiner Umgebung sollen sich 3 Vorfälle mit Beschädigungen bis hin zum Totalschaden innerhalb von nur 3 Wochen ereignet haben. Eine Maschine davon habe ich von Zeit zu Zeit selbst geflogen. Auf der Messe beklagte sich ein führender Mitarbeiter von Autogyro auch über diese Dunkelziffer von Unfällen die die Versicherungsproblematik grösser werden lässt, denn dort laufen die Schäden auf. Es müssen also einige sein. Am Platz mag man darüber nicht reden, nur Gerüchte machen die Runde, was in meinen Augen die schlechteste Form ist mit dem Problem umzugehen. Offenheit ist die wesentliche Voraussetzung für eine vernünftige Lösung. Und Warnung für die Piloten um derartige Situationen im Vorfeld zu verhindern. Ich bin nun seit Dezember nur noch Fläche geflogen und mache mir natürlich so meine Gedanken ob mir das hätte auch passieren können.

Gerd

Steve_UK

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4

Saturday, May 24th 2014, 4:08pm

Google Deutsch


Hallo,


Sie müssen auch bedenken, dass Tragschrauber-Piloten fliegen ähnlichen Maschinen in anderen Ländern auf der ganzen Welt.

Unfall-und Ereignisdaten sollten aufgezeichnet und in der Öffentlichkeit werden - es ist wichtig für die Piloten zu lesen und zu lernen.

Unfallverhütung ist besser als Unfalluntersuchung!

Die britische AAIB (Unfall inveigiation) veröffentlicht eine Zusammenfassung für alle Flugzeugzwischenfälle und Unfälle in Großbritannien - es ist ein für jedermann verfügbar zu lesen und zu lernen.

Hier ist der Bericht April 2014 - es enthält Details zu einem Zwischenfall mit einem MTOsport


http://www.aaib.gov.uk/publications/bulletins/april_2014.cfm


Teilen Sie Daten und zu lernen.


Ich meinen eigenen Blog Eintrag für den weltweiten Gyrocopter Unfälle veröffentlichen, ist es nicht eine endgültige und vollständige Auflistung - aber es ist die beste globale Ansicht, die wir haben, finden Sie


http://gyroaccidents.blogspot.co.uk/


Sicher fliegen


Steve
Xenon & Zen1 & Tercel Gyro Blog http://xenongyroblog.blogspot.co.uk/ Arrowcopter Gyro Blog http://gyrocopterarrowcopter.blogspot.co.uk/

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Lotuselise (24.05.2014)

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Saturday, May 24th 2014, 7:09pm

dass Gyrocopter in Bremgarten landen und starten dürfen, davon kann man mit Sicherheit ausgehen.
guckst du hier, bist du nicht mehr sicher:

http://www.gewerbepark-breisgau.de/Flugplatz/News-Aktuelles
http://www.gewerbepark-breisgau.de/Flugplatz


Aber sicher darf er mit einer Sondergenehmigung dort starten und landen!


Ich frage mich dann aber, warum eine Schule permanent dort starten und landen darf? X(
Jedenfalls nicht zur Lärmvermeidung!


Da es doch mittlerweile einige Flugplätze gibt, die Tragschrauber nicht landen lassen wollen, sollten wir hier mal darüber diskutieren!
Neulich hat mir so ein depperter Flugleiter doch als Antwort für seine Ablehnung gegeben, über Gyrocopter hat man so allerlei gehört, wir wollen hier keine "Unglücke" haben!!

Wir sollten mal ein Fly-In über so einem Platz machen, der mit solchen oder ähnlichen Argumenten Tragschrauber nicht landen lässt! 8)

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gernotti (25.05.2014)

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Saturday, May 24th 2014, 11:32pm

Upps,

diese Wendung scheint neu zu sein, denn ich habe letztes Jahr dort geschult wie viel andere auch. Bremgarten eignet sich wie gemacht für Flugschulen. Was ja auch zu reichlichen Flugbewegungen führt.

Ich habe von dieser Entwicklung nichts gehört und werde beim nächsten Kontakt mit Freiburg mal nachfragen.

Was den Lärm angeht schwimmt der Gyro gegen den Strom. Warum daran so wenig gearbeitet wird entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn es Gleichgültigkeit sein sollte, könnte es ein sehr gefährlicher Bumerang werden. So mancher Platz steht in der Kritik und die Gegner haben mit Thema Sicherheit und besonders mit erhöhtem Lärm nicht zu widerlegende Argumente.

Die Idee an solchen Plätzen, die schon unter Druck stehen auch noch mit einigen Gyros aufzutauchen ist eine ziemlich sinnlose Drohung und würde nur die Verbotsbewegung beschleunigen.

Viele Flächenflieger stehen den Gyros aufgrund der vielen negativen Nachrichten ablehnend gegenüber, das ist wahr. So mancher ist noch nicht einmal bereit in einen einzusteigen um sich eventuell umstimmen zu lassen.

Da hilft nur mehr Entwicklungsarbeit an den schon lange bekannten Schwachstellen und eine gute Lobbypolitik. Aber wo sind Anzeichen für ein Umdenken?

gernotti

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7

Sunday, May 25th 2014, 1:11am

Upps,

diese Wendung scheint neu zu sein, denn ich habe letztes Jahr dort geschult wie viel andere auch. Bremgarten eignet sich wie gemacht für Flugschulen. Was ja auch zu reichlichen Flugbewegungen führt.

Ich habe von dieser Entwicklung nichts gehört und werde beim nächsten Kontakt mit Freiburg mal nachfragen.

Was den Lärm angeht schwimmt der Gyro gegen den Strom. Warum daran so wenig gearbeitet wird entzieht sich meiner Kenntnis. Wenn es Gleichgültigkeit sein sollte, könnte es ein sehr gefährlicher Bumerang werden. So mancher Platz steht in der Kritik und die Gegner haben mit Thema Sicherheit und besonders mit erhöhtem Lärm nicht zu widerlegende Argumente.

Die Idee an solchen Plätzen, die schon unter Druck stehen auch noch mit einigen Gyros aufzutauchen ist eine ziemlich sinnlose Drohung und würde nur die Verbotsbewegung beschleunigen.

Viele Flächenflieger stehen den Gyros aufgrund der vielen negativen Nachrichten ablehnend gegenüber, das ist wahr. So mancher ist noch nicht einmal bereit in einen einzusteigen um sich eventuell umstimmen zu lassen.

Da hilft nur mehr Entwicklungsarbeit an den schon lange bekannten Schwachstellen und eine gute Lobbypolitik. Aber wo sind Anzeichen für ein Umdenken?
Upps,

diese Wendung scheint neu zu sein, denn ich habe letztes Jahr dort geschult wie viel andere auch. Bremgarten eignet sich wie gemacht für Flugschulen. Was ja auch zu reichlichen Flugbewegungen führt.


Du willst aber nicht leugnen, daß Du nur Fläche fliegst und nie mal wirklich Unfallzahlen zwischen Fläche und Gyro verglichen hast? Vielleicht dann auch noch die Gründe dafür. Tut mir leid, daß ist mein erster Kommentar in diesem Forum, weil Du es Dir zu einfach machst! Gruß Gernot

mafli

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8

Sunday, May 25th 2014, 1:21am

Hallo Gernot,

wilkommen im Forum!

Ich verstehe Deine Aussage nicht. Was ist Deine Aussage?

Viele Grüsse

Matthias

Wolle

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9

Sunday, May 25th 2014, 10:48am

Ich habe im vergangenen Jahr auch gestaunt, dass man in Bremgarten, einem traditionell mit ULs versehenen Platz, mit dem Tragschrauber nicht landen darf. Die Nachfrage beim Regierungspräsidium ergab: vom Platz gewollt nur Ausnahme für die lokale Flugschule.
Als Bundeskommission Ultraleicht im DAeC bemühen iwir uns in solchen Fällen, die Verantwortlichen zum Umdenken zu bewegen. Das klappt in den seltensten Fällen. Mein frustrierendstes Beispiel sind die Ostfriesischen Inseln und die Zulassung für Trikes: keine Chance. Und zwar wegen des Unwillens der meisten Flugplatzbetreiber ("absoluter Vorrang für die kommerziellen Inselflieger"), aber vor allem, weil alle Plätze mitten im Nationalpark Wattenmeer liegen und jede noch so kleine Änderung mit der Nationalparkverwaltung abgestimmt werden müsste. Und die ist mehr als hartleibig, wurde mir berichtet.
Ich würde gerne eine Kampagne starten und - quasi offiziell - die Platzverantwortlichen anschreiben. Erfolgsgarantien gibt es nicht, zumal gelegentlich auch negative Erfahrungen oder auch tatsächlich die Lärmproblematik ein wichtiger Aspekt bei den Platzbetreibern für den Widerstand sind. Hinzu kommt, dass die Zulassungsbehörden die Erweiterung der Platzzulassung leider in den meisten Fällen als wesentliche Änderung verstehen und entsprechenden Aufwand verlangen und die Platzbetreiber Sorgen haben, statt der Erweiterung weitere Einschränkungen hinnehmen zu müssen.
Hinweise auf Plätze, die zwar für UL, aber nicht für Gyros zugelassen sind, gerne als PN.
Wolle
Gruß
Wolle

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10

Sunday, May 25th 2014, 9:25pm

Ich war 2011 in Bremgarten, am Weg nach Frankreich in die Provence (hier der zugehörige Reisebericht). Dort bin ich zwar 2x gelandet, musste aber erfahren, dass der Platz für Gyros nicht geöffnet sei. Darauf bin ich am Rückweg nach Freiburg weitergeflogen und hab dort gefragt, was mit Gyros und Bremgarten denn los sei. Die Antwort war, dass der Platz für die "Allgemeinheit" von Gyros nicht offen sei, die Flugschule in Freiburg jedoch eine Sonderregelung hat, des ihr erlaube, dort mit Schülern zu starten und zu landen.

-- Chris.

edhs

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11

Monday, May 26th 2014, 10:26am

@gernotti

Wie immer, bitte genau lesen. Ich habe geschrieben das ich seit Dezember 2013 keinen Gyro mehr geflogen habe, ich habe nicht geschrieben, dass ich nur noch Fläche fliege. Ich fliege außerordentlich gerne mit dem Gyrocopter, nur ist sein Einsatz, wenn es um größere Strecken oder etwas Gepäck geht, beschränkt. Da warte ich auf entsprechende Weiterentwicklungen, besonders nach der Auflastung auf 560 kg. Da diese auf sich warten lassen, habe ich meine fliegerischen Möglichkeiten auf die Fläche erweitert. Die lange Zeit seit Dezember 2013 ist darauf zurückzuführen, dass der Cavalon, den ich sonst mit geflogen habe einem Unfall zum Opfer fiel (wie passend zu diesem Thema). Auch hier Gott sei Dank ohne Personenschaden, aber die Maschine hat einen Totalschaden erlitten und Ersatz ist noch nicht eingetroffen. Auch in diesem Fall ging es um einen Umkipper.

Natürlich habe ich weder Buch über die Unfälle geführt noch habe ich die Anzahl der Unfälle von der Fläche und dem Gyrocoptern verglichen. Das ist aber nicht meine Aufgabe und auch keine Voraussetzung um eine Meinung zu diesem Thema haben zu dürfen. In Hinsicht auf Unfallvermeidung habe ich allerdings den persönlichen Eindruck aus meinem Umfeld dass dieses Thema bei der Fläche etwas ernster genommen wird (Vorsicht Provokation... smile). Vielleicht auch weil man mit einer Fläche schneller unterwegs ist und sich häufiger in anderen Lufträumen bewegt. Checklisten bzw. Klarlisten habe ich jetzt routinemäßig in der Hand, etwas was ich bei dem Gyrocoptern immer vermisst habe. Die Flugvorbereitung ist deutlich aufwändiger, was ja auch kein Wunder ist wenn längere Überlandflüge die Regel und nicht die Ausnahme sind. Für mich persönlich kann ich sagen, dass ich dadurch zumindest das Gefühl habe mit dem Fluggerät, meiner Planung und in meinem Verhalten umsichtiger geworden zu sein.

@ Wolle

Deinen Ansatz sich dem Problem zu nähern kann ich nur beipflichten. Das Umfeld wird sicher nicht einfacher werden und umso mehr muss man sich schon im Vorfeld mit möglichen Kontrahenten ins Einvernehmen setzen. Hier geht nur sachliche Aufklärung und gute Kommunikation. Aber auch das sichtbare Bemühen bei den Neuentwicklungen auf entsprechende Verbesserungen zu setzen. Und hier ist Lärm-Emission anscheinend eines der zentralsten Themen. In diesem Punkt war ich auf der Messe in Friedrichshafen sehr enttäuscht. Ein Teil der Bemühungen müsste in meinen Augen auch in diese Richtung gehen, damit die Hersteller dieses Problem ernster nehmen um den Verbänden und den Vertretern der Flugplätze vor Ort die Argumentation zu erleichtern.

In der Flächen-Fliegerei wird in diesem Zusammenhang viel diskutiert. Hier könnten die UL´s besonders bei den Flugplatz-Anwohnern deutlich punkten, wenn sie nicht nur preiswerter zu fliegen sondern zudem auch noch leiser als die Echo-Maschinen wären. Auch der geringere Benzinverbrauch ist in Hinsicht auf die Umwelt einen gewichtiges Argument und könnte der UL-Fliegerei weiteren Auftrieb bescheren. Wenn es den Vertretern der Gyrocopter gelänge sich hiermit einzubringen dann würde unter Umständen niemand ein Unterschied zwischen den verschiedenen Fluggerät machen und das Problem wäre vom Tisch.

Zu Bremgarten:
ich habe auf der Homepage von Bremgarten nachgesehen und tatsächlich entdeckt dass auf diesem Platz Gyrocopter und Trikes offiziell nicht zugelassen sind. Ich habe im letzten Jahr als Schüler davon ehrlich gesagt nichts mitbekommen. Nun steigt man als Schüler ja auch nicht in eine Maschine und fragt den Fluglehrer als erstes ob der Platz dann auch für dieses Fluggerät zugelassen wäre. Da hat man andere Sorgen...

Gerd

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Monday, May 26th 2014, 3:15pm

...naja, zumindest wird es in Bremgarten keinen Umfaller mehr geben. Ist doch auch was Schönes.


P.S. Wir sind auf dem besten Wege, dass es bald bundesweit keine Umfaller mehr geben wird. Danke an die Hersteller, den DULV und dem DAEC für Eure Arbeit !
Stefan

Man kann die Natur nur dadurch beherrschen, indem man sich ihren Gesetzen unterwirft.
Francis Bacon

Wolle

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13

Monday, May 26th 2014, 3:41pm

Hää? Worüber soll ich denn jetzt lachen? Satiere ist immer schwer - für den, der sie nicht versteht. Die Verbände würden bessere Unfall-Prävention leisten können, wenn jeder, der einen Unfall(Umfall) hat - und sei er auch noch so klein - den § 5 Abs. 6 der LuftVO befolgen würde. Dort steht:

"(6) Unfälle und Störungen bei dem Betrieb von Luftsportgeräten hat der Halter unverzüglich dem vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen Beauftragten schriftlich anzuzeigen..."
Tut nur leider kaum einer. Und deshalb gibt es kaum verlässliche Daten, auf denen eine Prävention durch Änderungen der Ausbildung, der Überwachung oder der Technik aufbauen könnte.
Aber es ist eben auch menschlich, wen man sein eigenes Missgeschick nicht preisgeben möchte.
Wolle
Gruß
Wolle

Bastian

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Monday, May 26th 2014, 4:01pm

......also jetzt muss ich meinen Senf auch mal dazugeben:

Diese Start-Umfaller müssten m.E. ganz anders beurteilt werden. Wo Menschen ihre Finger im Spiel haben, werden auch Fehler gemacht. Die Umfaller sind genau eine Folge dessen. Jeden Tag verunfallen Auto-, Motorrad-, Gabelstapler-, Rasenmäher-, etc-Fahrer.... und keiner stellt das Gerät in Frage. Denn jeder weiß: "Das hätte mir auch passieren können!" Und so kann auch fast jeder Umfaller sein Scheitern erklären. ("Wie konnte ich den Knüppel beim tausendsten Start nach vorne drücken?!" "der Seitenwind war heftig!" "Hätte ich mal nicht vollgetankt oder Mutti nicht mitgenommen!" etc....)

Da kann weder der Konstrukteur noch DULV/DAeC was dran Ändern. Nur wir selbst indem wir stets hellwach sind und uns an das halten, was wir gelernt haben.

Gruss

Bastian

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Skaer2 (26.05.2014), Schlagschrauber (26.05.2014)

mafli

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Monday, May 26th 2014, 4:59pm

Hallo Zusammen,

Darf ich an dieser Stelle nochmals das Cockpitdesign ins Spiel bringen:

Warum nicht:

- eine rote Warnlampe, die mit einschalten des Vorrotierens solange leuchtet, bis die Startdrehzahl erreicht ist bzw. Blade Flapping ausgeschlossen ist?
- das Vorrotieren nur dann erlauben, wenn der Stick "full forward" ist sowie Bremse aktiviert ist?
- wenn "wheels on ground" und Rotordrehzahl > 0 den Hinweis "NO TURN" aufleuchten lassen

Natürlich wird es immer Kollegen geben, die jeden noch zu großen Hinweis übersehen, aber aus meiner Sicht helfen Indikationen Fehler zu vermeiden.

Mir selbst passiert: In der DA-20 gibt es eine Leuchte für ein unverriegeltes Canopy. Im Rahmen der Vorflugcheckliste habe ich vergessen, dass Canopy zu verriegeln. Nur dadurch, dass die Warnleuchte aufgeleuchtet ist, wurde ich auf diesen fatalen Fehler hingewiesen. Da das Canopy bei der DA-20 nach hinten öffnet, wäre eine Öffnung im Flug definitiv tödlich gewesen und ich würde diese Zeilen nicht schreiben können.

Eine "Canopy nicht verriegelt" Warnleuchte hätte vielleicht vor einem halben Jahr den tödlichen Unfall mit einem Tragschrauber verhindert.


Man kann die Technik zur Fehlervermeidung noch weitgehender implementieren und zum Beispiel ein Starten des Motors nur dann erlauben, wenn die Feststellbremse aktiviert ist (Voraussetzung "wheels on ground", damit im Flug wiedergestartet werden kann, sofern notwendig). Dies hätte den Kollegen vor zwei Monaten den Krankenhausaufenthalt und Totalschaden erspart (glücklicherweise gab es keine zusätzlichen Verletzten am Boden). Dieses wäre identisch zum Auto, wo man heutzutage kein Auto mehr starten kann, ohne die Kupplung zu betätigen.


Es geht mir darum, aus Fehlern zu lernen sowie Systeme zur Assistenz anzubieten, damit sich schwerwiegende Fehler nicht wiederholen. Weniger Unfälle = weniger Leid = weniger kaputt = weniger Kosten = günstigere Versicherungen = mehr Vertrauen = mehr Akzeptanz

Ich habe den Eindruck, dass viele Hersteller dieses Thema vernachlässigen und sich auf andere Dinge konzentrieren.

Es würde mich freuen, wenn wir das Thema Assitenz Systeme bzw. Warnhinweise diskutieren könnten und ggf. ein System zur Unfallvermeidung entwickeln könnten bzw. zumindest die Parameter beschreiben könnten (Stichwort: Welcher Hinweis wäre wann hilftreich"). Das könnte allen Gyrofreunden helfen.

Ich würde mich freuen, wenn die Assitenz Systeme bzw. Warnhinweise nicht als Entmündigung des Piloten verstanden werden würden und/oder eine Diskussion in diese Richtung entfacht werden würde. Aus meiner Sicht passieren genügend Unfälle und wenn wir nur einen Teil davon vermeiden können, wäre es gut.

Vielen Dank für Eure Hilfe!

Viele Grüße

Matthias

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edhs (26.05.2014)

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Monday, May 26th 2014, 6:12pm

Na, ob die vielen Lämpchen helfen, weiß ich nicht. Es kann doch jeder die Drehzahl ablesen und vor 200 eben nicht losstarten.
Ein Sicherheitsfaktor ist aber sicher das fest-verkoppelte Bugrad, kombiniert mit der schlechten Prop-Drehmomentkompensation. Sobald das Bugrad sich hebt, muss man heftig ins rechte Ruder steigen, um nich nach links abzudriften. Wenn das Bugrad dann nochmal aufdozt, ist es geschehen.
Man kann zum einen das Drehmoment durch andere Leitwerkskonstruktion kompensieren, als auch die Bugradkopplung durch Federn "weich" machen. Beides würde m.E. helfen, die Umfaller bei Start und Landung zu reduzieren.

Kai.

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mafli (26.05.2014)

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Monday, May 26th 2014, 6:32pm

Ich wiederhole mich jetzt:

als ich meine Umschulung auf Tragschrauber (autogyro) gemacht habe, habe
ich mich schon sehr gewundert, das dieser Hersteller den Piloten nicht
konstruktiv vor solchen Fehler schützt.

Sehr positiv finde ich dagegen den Ansatz von Rotortec (CD2). Nicht nur
das die kritischen Rotordrehzahlen in roter Schrift angezeigt werden
(wechselt ab 150 dann auf Gelb). Auch wird die Neigeverriegelung erst
bei 110-150 rausgenommen. Dann kann vorher der Knüpel gar nicht gezogen
werden. Auch kann durch den hydraulischen Rotorantrieb nach einem
Abbruch (z.b.irgend etwas läuft auf die Piste) sofort wieder weiter
rotiert werden. Viele Unfälle passieren doch das einem Druck gemacht
wird durch drängende Flächen oder ungeduldige Flugleiter. Man sollte
sich nicht stressen lasse (ist ja klar). Aber es passiert ja doch, wenn
man dann erst wieder den Rotor zum stehen bekommen muss, um die
vorsintflutliche Riemenkupplung nicht zu beschädigen.

Auch ist die Spur mit 2,25 beim CD 2 so breit das er nicht so schnell umfällt.
okn
Hallo Zusammen,

Darf ich an dieser Stelle nochmals das Cockpitdesign ins Spiel bringen:

Warum nicht:

- eine rote Warnlampe, die mit einschalten des Vorrotierens solange leuchtet, bis die Startdrehzahl erreicht ist bzw. Blade Flapping ausgeschlossen ist?
- das Vorrotieren nur dann erlauben, wenn der Stick "full forward" ist sowie Bremse aktiviert ist?
- wenn "wheels on ground" und Rotordrehzahl > 0 den Hinweis "NO TURN" aufleuchten lassen

Flying never killed anyone, suddenly becoming stationary, that's what gets you. Real Bushpilots fly Taildraggers (Seaplanes & Gyros: If no bush is availiable)
https://carbonrotor.jimdo.com/:parachute:

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Monday, May 26th 2014, 7:42pm

Ganz so schön wie beim CD2 ist es beim Trendak Tercel nicht, aber eine große rote Warnlampe bei zuwenig Rotordrehzahl sticht einem ins Auge

Und mit 220 Spur fällt auch keiner leicht um. Aufgrund der Flexwelle kann der Stick ab 100 RPM komplett nach hinten genommen werden.

Grüsse SixPack


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Monday, May 26th 2014, 7:45pm

Noch ein schönes Detail, bei abgebrochenem Vorrotieren, warum auch immer, kann ich jederzeit einfach die Vorrotation wieder fortsetzen auch wenn der Rotor noch dreht, egal bei welcher Rotordrehzahl, so passiert es nicht dass ich bei kritischer Drehzahl warten muss bis der Rotor steht um von vorne zu beginnen


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Monday, May 26th 2014, 8:01pm


Ein Sicherheitsfaktor ist aber sicher das fest-verkoppelte Bugrad, kombiniert mit der schlechten Prop-Drehmomentkompensation. Sobald das Bugrad sich hebt, muss man heftig ins rechte Ruder steigen, um nich nach links abzudriften. Wenn das Bugrad dann nochmal aufdozt, ist es geschehen.
Man kann zum einen das Drehmoment durch andere Leitwerkskonstruktion kompensieren, als auch die Bugradkopplung durch Federn "weich" machen. Beides würde m.E. helfen, die Umfaller bei Start und Landung zu reduzieren.
Kai.


Das ist ein interessanter Hinweis. Würde es helfen, wenn das Bugrad nicht gelenkt wäre sondern die Lenkung über die Pedalspitzen und differenziertes Bremsen erfolgen würde?

Ich verstehe nicht, wie Federn dabei helfen könnten, die Richtung des Bugrades aufzuweichen. Kannst Du mir erklären, wie die Federn die Richtung des Rades beeinflussen?

Matthias

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